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Deutscher Entwicklerpreis 2012: Chaos auf Deponia sieben Mal nominiert!

Deutscher Entwicklerpreis 2012: Chaos auf Deponia sieben Mal nominiert!

Just heute gab der Deutsche Entwicklerpreis seine nominierten Spiele für das Jahr 2012… pardon… die Monate September 2011 bis Mitte Oktober 2012 bekannt. Dabei hat Daedalic Entertainments grandioses “Chaos auf Deponia“ die besten Karten, denn das Spiel ist in satten sieben Kategorien nominiert… und damit in praktisch allen möglichen außer der für das beste “Game Design“  (vermutlich waren die grandiosen Rätsel etwas zu kniffelig für die Juroren)!

Chaos auf Deponia - in sieben Kategorien nominiert. (Foto: Daedalic)
Chaos auf Deponia – in sieben Kategorien nominiert. (Foto: Daedalic)

Auch der Vorgänger “Deponia“ wurde zwei Mal bedacht, während das überraschend tolle “Giana Sisters Twisted Dreams“ (Best Sound for the Win!!) und das zukunftsträchtige “Anno 2070“ auf jeweils fünf Nominierungen kommen sowie das leicht umstrittene “Risen 2“ gar auf sechs. Damit hätten wir alle wichtigen Titel abgedeckt – zumindest all jene, die in den anderen News-Meldungen bezüglich des “Deutschen Entwicklerpreises 2012“ zu kurz gekommen sind. Denn, warum auch immer, dominiert überall abseits von Polygamia “Spec Ops – The Line“ die Schlagzeile. Interessanterweise werden für diesen Actiontitel durch die Bank weg fünf potenzielle Preise angegeben, obwohl es in Wirklichkeit wie im Falle von “Risen 2“ sechs sind.

Korrekt zählen ist eben schwer… aber Hauptsache, man hat die deutsche Hoffnung des Militär-Shooter-Hypes kräftig beworben.

Sonst noch irgendwelche Auffälligkeiten? Nun: In der Kategerie “Beste Simulation“ fand man in der Tat fünf nominierungswürdige Kandidaten, dank dem “Bus-Simulator 2012“, dem “Schiff-Simulator 2012“ und, wer könnte es auch vergessen, dem “Skiregion-Simulator 2012“. Dieses Trio Infernale tritt gegen ein kostenloses Browsergame namens “Remanum“ sowie das “Supernova“-Addon des iPad-Hits “Galaxy on Fire 2“ an. Dagegen mutet das berühmt-berüchtigte Golden-Globe-Nominierungsfeld der Comedy/Musical-Filme für den Jahrgang 2010 mit “Burlesque” sowie “The Tourist” richtig erstklassig an.

Beiläufig erwähnt: Der Skiregion-Simulator stammt von GIANTS - und das ist ein Schweizer Studio.
Beiläufig erwähnt: Der Skiregion-Simulator stammt von GIANTS – und das ist ein Schweizer Studio.

Mal davon abgesehen, dass auch “Anno 2070“ mehr Wirtschafts-SIMULATION anstatt Strategiespiel ist (wo es nämlich reingepackt wurde), fällt auf, dass die Jury bei den Adventures wiederum nur drei potenzielle Preisträger erwähnt – namentlich die beiden “Deponia“-Spiele und das neue “Jack Keane“. Ist ja nicht so, dass es da noch solch Achtungserfolge wie “Geheimakte 3“ oder “Lost Chronicles of Zerzurra“ gab. Obwohl… auf der Webseite des Deutschen Entwicklerpreises wird letzteres ganz verschämt in Textform angedeutet – allerdings neben den nominierten Rollenspielen!

Auch ansonsten riecht die Präsentation der Nominierungsliste nach “der Amateur hat’s in fünf Minuten zusammengeschustert hoch dreizehn”. Man hat einfach die Coverartworks der einzelnen Spiele nebeneinander gestellt, was im Falle diverser Apps für iOS und Android in einem nichtssagenden Bildchen ohne Titelbezeichnung resultiert. Eine einfache Liste mit altmodischen Texten wäre klüger und effizienter. Aber mich fragt ja keiner…

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Über Andy

Andreas “Andy“ Altenheimer wandelt seit 1977 auf dieser Welt, als „Star Wars“ und „Der Stadtneurotiker“ in die Kinos kamen, und fühlt sich wie eine Mischung dieser beiden Filmklassiker... [Weiterlesen]

Veröffentlicht am 15. November 2012

4 Kommentare zu “Deutscher Entwicklerpreis 2012: Chaos auf Deponia sieben Mal nominiert!

  1. Andy schrieb am :

    Eines hinterher: Ich möchte mit diesem Blogeintrag in keiner Weise Spec Ops kritisieren. Es geht mir nur darum, dass eine auffallend große Anzahl an Newsseiten über diesen Deutschen Entwicklerpreis 2012 berichtet, dabei fast ausnahmslos Spec Ops als Aushängeschild erwähnt, kollektiv für das Spiel fünf anstatt sechs Nominierungen zählt und Chaos auf Deponia trotz einer Nominierung mehr so gut wie nirgends (d.h. wenn überhaupt dann in Form einer knappen Aufzählung aller Spiel-des-Jahres-Kandidaten) erwähnt wird.

  2. Naja, Deponia ist so ein politisch korrektes Vorzeigespiel, das man Leuten zeigt, die WoW für das übelste Killerspiel halten, weil sie sowas nur aus Frontal 21 kennen.

    Ich fang mir ja jedes Mal wieder immer übelste Schelte ein, wenn ich sage, dass ich mit den Daedalic Spielen durch die Bank NICHTS anfangen kann. Mich stört der Grafikstil und mich stört dieses “Lehrkonzept”. Aber den Deutschen scheint das meist ja zu gefallen. Diese Spiele sind halt “wertvoll”. Effektiv gibt es Adventures wie Deponia jedoch wie Sand am Meer.

      • Ich halte Deponia und Co. tatsächlich für ein deutsches Phänomen. In anderen Ländern hätten solche verkappten Moralspiele mit erhobenen Zeigefinger (egal wie lustig verpackt er ist, er ist da) nicht den Hauch einer Chance. Dazu dann noch die 70er / 80er Jahre Kinderbuoptik … ne, geht einfach nicht.

        Was Adventures generell angeht, so kommen da doch immer wieder einige aus deutschen Landen, man schaue nur, was DTP, BHV, Koch Media und Konsorten ständig auf den Markt schmeißen. Etwa die Titel von Deep Silver etc., halt Sachen wie Lost Horizon, Vieh Chroniken usw.

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