Polyverse #9: Die 3 wichtigsten Gaming-Themen 2020

7. Januar 2021

Statt eines klassischen Jahresrückblicks oder Top-10 Listen wollen wir dieses Mal etwas anders vorgehen. Wir schauen uns an, welche drei Themen die Games Szene im vergangenen Jahr dominiert haben. Für uns stand der Diskurs 2020 im Zeichen von diesen Aspekten: Sexismus, Hype und Crunch.

Klar, alle drei Schlagwörter sind nicht neu. Leider. Aber in allen drei Bereichen gab es im vergangenen Jahr heftige Diskussionen und Paukenschläge. Personale Konsequenzen auf hoher Ebene wurden gezogen, Insider Berichte veröffentlicht und Firmen wie Medien trugen ihr Teil bei.

Lara und Andreas lassen die Ereignisse noch einmal Revue passieren, besprechen Konsequenzen und überlegen wie Szene, Presse und Industrie damit in Zukunft umgehen könnten oder sollten.

(Wichtige Themen, die in Games behandelt werden, werden in separaten Podcast Episoden diskutiert werden)

Timecodes:

  • Sexismus
  • Hype
  • Crunch

Shownotes:

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3 comments on “Polyverse #9: Die 3 wichtigsten Gaming-Themen 2020

  1. Anonymus Jan 10, 2021

    Stimme bei fast allem zu was in dieser Folge gesagt wurde.
    Allerdings würde ich aufpassen die God of War-Macher in der Crunch-Debatte loben zu wollen. Der Director Cory Barlog hat sich zusammen mit Neil Druckmann eine regelrechte Fede mit Jason Schreier auf Twitter geliefert. Unter anderem meinte er, dass Schreier ihnen ihr “Bread and Butter” mit dieser Diskussion nehmen würde, was schon sehr tief blicken lässt.

    Was ich nicht so nachvollziehen konnte ist, dass ihr TLOU2 als kreatives und besonderes Spiel heraushebt. Es ist ja quasi nur eine Mischung aus Uncharted und the Walking Dead. Und dass krasse Gewaltdarstellung längst im Mainstream angekommen ist, dürfte seit the Walking Dead auch bekannt sein. Ein diverser Cast reicht mir persönlich da auch nicht aus und Gameplay-technisch ist das Standart-Ware.

    Ihr habt mMn völlig richtig erkannt, dass die Gigantomanie einen erheblichen Teil des Crunches ausmacht. Wer kein interessantes Spielkonzept hat, der muss sich durch Grafik und Umfang profilieren und zufälligerweise haben diese Spiele (Cyberpunk, RDR2, TLOU2) auch die größten Probleme damit. Generell wäre es mal nötig sich mal intensiver mit dem Medium in einer Öffentlichkeit zu beschäftigen um zu erkennen, dass Grafik und Umfang zweitrangig sind um sich gegebenfalls auch stärker von diesen Spielen abzugrenzen. Der nicht-unabhängige Journalismus spielt da natürlich eine sehr goße Rolle.

  2. Hanz_Karl Jan 15, 2021

    Ein sehr erfrischender Beitrag der sehr wichtige Themen anspricht.
    Ich stimme eigentlich mit allem Gesagten überein und finde diese Art Gaming Journalismus fehlt, zumindest in Deutschland, sehr. Die großen Spielemagazine lesen sich für mich auch immer mehr wie Werbezeitschriften. Würden hier öfter wichtige Themen, wie die von euch angesprochenen, behandelt werden, wäre ich auch absolut bereit dafür zu bezahlen!

    Für die immer größer, schneller, weiter Debatte finde ich noch wichtig zu erwähnen, dass Spiele auch immer mehr als Service verstanden werden und Spieler:innen am besten gleich für ein Jahrzehnt mit Content versorgen sollen. Das mag bei reinen Online Spielen sinnvoll sein, mir fehlt aber auch der Mut von Entwickler:innen ein Spiel zu entwickeln was man nach 30 Stunden einfach durchgespielt hat.

    Bei all den wichtigen Themen rund um die toxische Gaming-Community suche ich schon lange nach praktischen Strategien zum Beispiel mit Rassismus und Sexismus umzugehen wenn ich in Spielen damit konfrontiert werde, da Entwickler:innen damit offensichtlich überfordert sind. Also, wie gehe ich zum Beispiel damit um wenn mein random Teammitglied whitePlayer88 heißt? Ich wünsche mir bessere Handhabe als dann einfach das Team zu verlassen und in der “Spieler melden Funktion” vergeblich nach der Kategorie Rassismus zu suchen. Sollte diese Kategorie vorhanden sein, reicht ein 88 leider auch nicht als Bann-Grund aus.
    In meiner Wunschvorstellung sehe ich eine stetig wachsende Community von kritischen Spieler:innen die sich genau mit diesen Themen auseinandersetzen und passende Strategien entwickelt. Vielleicht sogar irgendwann als Ansprechpersonen für Menschen dienen die solche Erfahrungen machen müssen und diesen dann support und Hilfe anbieten können. Das scheint mir leider ein sehr utopischer Gedanke und abgesehen von kleinen Antifa-Gaming Communitys bei Discord, in welchen dann wieder Anti-Imp und Anti-Deutschland Disskusionen dominieren, suche ich danach leider vergeblich.

    Wie auch immer ein sehr guter Jahresrückblick für mich. Vielen Dank dafür!