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Polycast #182: Through the Darkest of Times

Geschrieben von Andreas
Polycast #182: Through the Darkest of Times

Der Holocaustüberlebende Elie Wiesel sagte einmal, jedes Bemühen, die Welt der Konzentrationslager mit künstlerlischen Mitteln zu ergründen, müsse scheitern. Die unvorstellbare Erfahrung der Schoah ist in das Symbolsystem der Sprache einfach nicht zu übersetzen. Ein Buch, ein Film, ein Computerspiel wird Zeitzeug:innen nicht ersetzen können, aber vielleicht einen Teil der unausweichlich verschwindenden Zeug:innenschaft kompensieren. “Through the Darkes of Times” des Berliner Indiestudios Paintbucket Games wagt diesen Versuch, indem es uns in den zivilen Widerstand während der NAZI-Diktatur versetzt. Kann das funktionieren? Und wie geht die Spielekritik damit um? Das versuchen Lara und Andreas in dieser Folge zu erörtern.

UPDATE: Wir haben im Podcast kurz über das Spiel “Zombie Army 4” gesprochen, das kürzlich herauskam und ebenso wie “Through the Darkest of Times” verfassungsfeindliche Symbole wie Hakenkreuze verwendet. Während es bei Paintbuckets Widerstandssimulator eindeutig ist, warum dort die Sozialadäquanzklausel angewandt wurde, haben wir uns im Fall des Trash-Shooters “Zombie Army 4” doch etwas gewundert und haben bei der USK nachgefragt. Lidia Grashof, die ständige Vertreterin der Landesjungendbehörden, hat uns daraufhin freundlicherweise eine Zusammenfassung des USK-Gutachtens geschickt, das wir gerne am Ende unseres Podcasts wiedergeben. Vielen Dank an Frau Grashof und die USK für die freundliche Unterstützung!

Timecode

01:16:17 USK-Gutachten

 

Über Andreas

Andreas Müller wurde 1968 in Mainz geboren. Schon früh faszinierten ihn die visuellen Medien des 20. Jahrhunderts, nichtsahnend, dass er später einen Film wie Seven zu seinem Lieblingsfilm erheben würde....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 2. März 2020

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