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Gamescom 2015: Abseits des Scheinwerferlichts! Gewinnt drei Überraschungspakete von der Messe!

Geschrieben von Lara

Die Gamescom 2015 ist vorbei, aber wie immer habe ich so viel gesehen, dass das Event noch sehr lange nachwirkt. In der Masse der Spiele, die ich auf der Messe entdeckte, gingen viele tolle Sachen leider unter. Einige Titel, die ich schlichtweg spannend finde, seien an dieser Stelle vorgestellt. Und am Ende wartet noch ein Gewinnspiel auf euch…

Vom Fliegen und Höhlen erkunden

Daedalic sind vor allem für Point & Click-Adventures bekannt. Dieses Jahr präsentierten sie aber ganz andere Genres. Darunter “AER”, das irgendwo zwischen Exploration und 3D-Jump&Run angesiedelt ist. Am Anfang musste ich an “Journey denken, auch aufgrund des wunderbaren Soundtracks. Statt in einer Wüstenlandschaft erkunde ich in “AER” jedoch eine Welt in den Wolken. Ich kann jederzeit in eine Vogelgestalt morphen und völlig frei herumfliegen. Hinzu kommt, dass ich auf den fliegenden Inseln Höhlen betreten darf. Dort warten Geister mit unterschiedlichen Aufgaben. Das Ganze ist in einer kantigen Papierfalt-Grafik gehalten, die mir sehr zusagt. “AER” erscheint 2016 für PS4, Xbox One und PC (Steam).

All dungeons, no dragons

Warhorse ist ein tschechisches Entwicklerteam, das wie aus dem Nichts kam. Die Idee, ein Spiel im Spät-Mittelalter ganz ohne Magie und Fantasy-Elemente zu entwerfen, stieß bei sämtlichen Publishern auf Ablehnung. Also stellten die Programmierer ihr Projekt “Kingdom Come: Deliverance” auf Kickstarter und hatten ruckzuck Millionen zusammen. Mittlerweile existiert eine spielbare Demo, und so konnte ich nach einem kurzen “Behind the Scenes”-Filmchen selber Hand anlegen. Das Open World-RPG besticht durch eine sehr detaillierte Grafik, die die Entwickler in mühevoller Kleinstarbeit per Foto aufnahmen und nachbauten. Denn alle Orte, Landschaften und Ruinen existieren wirklich! Nur die Entfernungen wurden verändert, der Spielbarkeit zuliebe. In Zusammenarbeit mit einer HIstorikerin wurde großer Wert auf Authentizität gelegt. Interessant: Die geschichtlichen Ereignise sind ebenfalls verbrieft und lassen sich auch nicht verändern. So spiele ich als Sohn eines Schmieds zwar mein eigenes Abenteuer, aber auf die größeren Zusammenhänge habe ich keinen Einfluss – wie im echten Leben eben. Eine weitere Besonderheit ist der realistische Schwertkampf. Anhand historischer Skripte und Überlieferungen wurden Haltungen, Techniken und Bewegungen ins Gameplay eingebunden. Die First-Person-Sicht macht die Zweikämpfe zu einem sehr eindringlichen Erlebnis, bei dem nur eine falsche Bewegung die letzte sein kann. Nonlineare Story, Crafting, Charakterleveln und später sogar Massenschlachten sowie Belagerungen – Warhorse hat sich viel vorgenommen. Ob sie das alles hinbekommen, wird sich im Sommer 2016 zeigen.

Zwischen Leben und Sterben und danach

Immer wieder lese und höre ich die Frage, ob Games “erwachsen” geworden sind. Ich weiß nicht recht, was das genau heißen soll. Wenn damit unangenehme, ernste Themen und die Verarbeitung persönlicher oder gesellschaftlicher Probleme gemeint sind, dann sind Games ein wenig erwachsener geworden, ja. Titel wie “Gone Home” oder “Freshman Year” zeigen wie ich als Betroffene meine negativen Erfahrungen verarbeiten oder als Außenstehende einen Einblick bekommen kann. Und auch auf der Gamescom fand ich derartige Games.

Zum einen ist da “In Between” (HeadUp Games), dessen narrative Basis die Krebsdiagnose des Protagonisten darstellt. Die einzelnen Spielekapitel sind in die fünf Phasen des Sterbens (Ablehnung, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz) gegliedert. Je nach Phase variieren die Level-Elemente. So verfolgt mich in der Depressionsphase eine schwarze Nebelwand, die mich zu verschlingen droht. In der Wutphase befinden sich große rote Blasen, die  mich zerfetzen. Das Gameplay selbst erinnert stark an “VVVVVV” oder “I Wanna Be The Guy”. Das Setting, die Story und die bedrückende Atmosphäre machen aus diesem Geschicklichkeitsspiel etwas sehr eigenes, berührendes.

Das zweite derartige Game bot mir bisher zwar lediglich einen spielbaren Prolog, war jedoch nicht minder interessant. Auch bei “Fragments of Him” dreht sich alles um den Tod und das Klarkommen. Ein Mann hat einen Autounfall und stirbt. In verschiedenen Teilen spiele ich Abschnitte aus dem Leben dieses Mannes. Dabei geht es um die Hinterbliebenen (Exfreundin, Lebenspartner etc.) und wie sie sich an den geliebten, verlorenen Menschen erinnern. Den Entwicklern war es wichtig zu erwähnen, dass das Spiel am Ende einen positiven Effekt erhalten soll. Ein ambitioniertes, kleines Projekt vom Drei-Mann-Team Sassybot aus den Niederlanden.

Eindrücke von der Gamescom 2015

Gewinnspiel! Seid kreativ!

Die Gamescom 2015 brachte nicht nur viele Eindrücke, sondern auch allerlei Goodies, Shirts und Games. Und diese könnt ihr an dieser Stelle abstauben. Zu gewinnen gibt es bei unserer Verlosung…

3x Gamescom 2015-Überraschungspakete mit je einem Shirt und weiteren Giveavays wie Stickern, Games etc.

Wir wollen nicht zu viel verraten - das sind die Preise. :-)
Wir wollen nicht zu viel verraten – das sind die Preise. :-)

Was ihr dafür tun müsst? Diesmal sollt ihr etwas kreativ werden. Malt uns ein Bild, kreiert etwas mit Paint oder Photoshop, bastelt uns etwas – ihr dürft selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass es irgendwas mit Polygamia.de zu tun hat. Na, fällt euch etwas ein?

Schickt eure Beiträge direkt an gewinnspiel@polygamia.de. Der Einsendeschluss ist der 31. August 2015.

Bei mehr als drei Einsendungen entscheidet das Los. Viel Glück. Und wir sind auf eure Ideen sehr gespannt!

Über Lara

Lara wurde in den 1980er Jahren geboren und entdeckte ihre Gaming-Leidenschaft schon früh als kleine Stöpseline. Schuld daran hat ihre Großmutter, die ihr zu Weihnachten 1991 einen GameBoy schenkte...[weiterlesen]

Veröffentlicht am 14. August 2015

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