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Sven vs. Lara #1: Transparenz beim Crowdfunding in Online-Medien

Geschrieben von Sven

In den weiten Welten des Webs gibt es viel zu viele Podcasts, bei denen sich die Caster einig sind. Gemeinsam wird etwas abgefeiert, sich nostalgisch erinnert oder sich über etwas aufgeregt. Viel zu wenige Podcasts pflegen die Streitkultur. Das wollen wir ändern.

Sven und Lara fröhnen in einer neuen Podcastreihe dem Zwist und zelebrieren die Uneinigkeit. Die erste Stage, the first Battle, dreht sich um das Thema Transparenz bei Crowdfunding im Bereich der Online-Medien. Wer wird am Ende die Siegerfaust in den Himmel stoßen und wer liegt nach einem Fatality zerstückelt am Boden?

Wir streiten über Rocketbeans TV und Golem. Wieso, weshalb, warum? Hört selbst!

Habt ihr Ideen, worüber wir im nächsten Sven vs. Lara diskutieren und streiten könnt? Wir freuen uns über Anregungen und Themen. Und natürlich auch über generelles Feedback!

Über Sven

Sven Wernicke ist Gründer von Polygamia.de. Geboren Ende der 1970er Jahre in Halle/Saale (damalige DDR), begann der erste Kontakt mit Computer- und Videospielen kurz nach der Wende....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 22. März 2015

3 Kommentare zu “Sven vs. Lara #1: Transparenz beim Crowdfunding in Online-Medien

  1. Zunächst, der Ton ist inzwischen super! Danke, dass ihr euch darum gekümmert habt.

    Die Idee mit dem Streitgespräch finde ich nicht schlecht, wenn es auch eher handzahme Diskussion war ^^

    Die eingestreuten Audioschnipsel zur Untermalung fand ich am Anfang lustig, irgendwann hatte ich aber das Gefühl, auch sind die “Jingles” ausgegangen und es passte zumeist nicht mehr so richtig. Lieber weniger davon also.

    Zum Thema, ich bin generell kein Freund des Crowdfundings. Klar, jeder kann mit seinem Geld machen, was er möchte und wenn er etwas, was er toll findet unterstützen möchte, warum nicht? Ich bin wahrscheinlich einfach zu sehr Geizknochen und handhabe das nach dem Motto, es kostet eh schon alles ständig Geld, warum noch extra etwas bezahlen, was grundsätzlich ohnehin kostenlos angeboten wird.

    Ob diese ganzen Konzepte von ehemaligen Spiele-TV Sendungsmachern aufgehen, ich kann es nicht sagen, interessant sind sie aber auch da gibt es inzwischen viele, die etwas ähnliches machen und ich habe Zweifel daran, dass der deutschsprachige Markt das hergibt. Rocket Beans sind mit 20.000 Zuschauern gestartet. Haben dann in den ersten zwei, drei Wochen immer so zwischen 10.000 und 20.000 gehabt und sind inzwischen auf 4000 bis ca. 8000 eingebrochen und erreichen kaum noch die 10.000. Ich bin gespannt, ob sie diese 4000 als Mindestmaß halten können und ob das ausreicht?

    Wie erwähnt gibt es noch andere recht bekannte Leute, etwa hookedmagazin.de von zwei Ex-Giga Leuten, die zwar nur einmal in der Woche Live streamen, dafür einen wöchentlichen Podcast machen und viele richtig vertonte und geschnittene Videos mit ordentlich Aufwand produzieren. Auch die hoffen, dass sie rein über “Spenden” leben können um z.B. auch möglichst keine Werbung zu haben. Und da gibt es sicherlich noch andere.

    Wie gesagt, ich halte den deutschen Markt für gute hochwertige Konkurrenz für nicht groß genug. Wenn man sich die Zugriffszahlen der Videos oder Videocasts von bekannten englischsprachigen Spieletestern ansieht, die eben keine Almosen erbetteln sondern ausschließlich von den Werbeeinnahmen und Verträgen gut leben können, dann sind die deutschen Zahlen ein Witz (eben weil weltweit geschaut).

    Geld für etwas im Internet zu bezahlen, wo die meisten dieser Angebote rein kostenlos (Werbung) sind, fällt eben vielen Menschen sehr schwer. Auch die (Spiele-) Webseiten mit Abos kämpfen ja scheinbar ziemlich.

    • Hey! Danke für dein Feedback! Es war ja bisher unsere erste Episode – bzgl. richtiger Streit und Samples: wir arbeiten noch daran. :) Gerade über die Einspielungen hatten wir lange nachgedacht.

      Wie sich der dt. Markt entwickelt, ist nicht leicht zu sagen. Wir haben ja auch enorm starke Youtuber hier, die gerade beim jungen Publikum sehr beliebt und erfolgreich sind. Die sind für viele mittlerweile interessanter als etliche klassische Spielejournalisten – als Schreiberlinge sowieso.

      Die von Hooked nutzen ja auch Patreon und haben dort immerhin ne recht hohe Summe eingenommen. Persönlich weiß ich zwar nicht so recht, wieso. Aber das ist eben eine Geschmacksfrage. Wie auch bei Rocket Beans und Co. Bei den Raketenbohnen muss man sowieso schauen, ob das langfristig funktioniert. Ein 24/7-Sender ist sehr aufwändig, egal ob da nur gelabert und gezockt wird. 4000 im Durchschnitt klingt mir nicht nach einer attraktiven Reichweite, mit der man genügend Geld verdienen kann.

      Generell gesagt: Würden wir Geld mit Poly verdienen, könnten wir sicherlich sehr viel mehr aus der Seite machen. Aber so geht eben jeder seinem Job nach und macht es als Hobby. Ich weiß eben nicht, ob das gut oder schlecht ist. Es ist sicherlich auch schade, denn ich würde gerne mehr Zeit in die Seite stecken. Aber wie soll das funktionieren, wenn niemand bereit wäre, für den Aufwand, den man so hat, zu bezahlen? Es ist ein Dilemma, aus dem wohl die wenigsten hierzulande herauskommen….

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