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Spiele 2012: Aber bitte ohne Lizenz?!

Geschrieben von Andy
Spiele 2012: Aber bitte ohne Lizenz?!

Klar, auch wir von Polygamia.de freuen uns über die eine oder andere Spielemarke. „Diablo 3“ steht 2012 an, genauso sind wir schon neugierig auf den Reboot von „Tomb Raider“ oder gar die Neuauflage von „Devil May Cry“. Und da sind ja auch noch „BioShock Infinite“, „Guild Wars 2“ und zig andere Titel, die auf fetten Lizenzen basieren oder Fortsetzungen, Ableger beziehungsweise SpinOffs erfolgreicher Serien darstellen.

Trotzdem: Wie schon im letzten Jahr sind es die noch nicht emsig ausgeschlachteten Franchises, auf die wir unsere Augen richten. Die Anzahl wirklich frischer Inhalte scheint langsam überschaubarer zu werden, zumindest bezogen auf potentielle AAA-Blockbuster. Das ist kein Wunder, schließlich steckt in einer neuen Marke ein gewisses (finanzielles) Risiko für Entwickler und Publisher.

Also: Schauen wir mal in die Zukunft. Was erwartet uns 2012, das ausnahmsweise nicht auf bewährten Inhalten basiert? Und wir sind so frei und wagen eine persönliche Einschätzung. Ja, auch dieses Mal greifen wir zur Glaskugel, die schon 2010 treue Dienste leiste.

Deponia

Daedalic Entertainment hat sich mit “Harveys Neue Augen“ endgültig in die Herzen vieler Genrefans gebrannt. Jan Müller-Michaelis trägt hierzu einen sehr großen Anteil, denn gerade seine Regie-Leistungen der beiden Harvey-Spiele sowie die Dialoge in “The Whispered World“ sind kleine Meilensteine im Adventure-Segment. Warum sollte das bei seinem neusten Werk “Deponia“ anders sein? Nach dem Spielen der Preview-Version kann schon jetzt gesagt werden: Der Hauptcharakter ist wieder einmalig, die Geschichte erneut vordergründig lustig sowie auf den zweiten Blick dramatisch, und diesmal liegt auch noch sehr viel Herzblut in der grafischen Präsentation. Tolle wie verzwickte Rätsel sind vorprogrammiert, hoffentlich gibt es diesmal obendrauf ein richtig gut inszeniertes Finale – die einzige Baustelle, die bei Daedalic noch existiert.

Andys Fazit: Das Ding wird toll, keine Frage. Daedalic hat bislang noch nie enttäuscht und der Preview nach scheint sich dies mit “Deponia“ nicht zu ändern.

Svens Fazit: So sehr mich die Adventures von Daedalic inhaltlich auch faszinieren und ernsthaft interessieren, letztlich sind es Point’n’Click-Abenteuer. Als Grobmotoriker fällt es mir schwer, mich mit solchen Spielelementen anzufreunden. Doch das, was ich von „Deponia“ bisher gesehen habe, weckt wieder meine Neugierde. Vielleicht versuche ich es doch noch einmal? Nur Andy sagte, die Preview war so schwer….das macht mir wieder Angst. Um die Ecke denken? Puh…

Andreas‘ Fazit: Das ist Andys Ding. Das letzte „große“ Adventure, das ich gespielt habe, war „Monkey Island 3“. Ok, zuletzt hat mich auch „Gemini Rue“ gut unterhalten, aber sonst gibt mir das Genre wenig. Wenn ich Andys Lobhymne aber so lese, könnte es sein, dass ich 2012 wirklich etwas verpassen werde.

Eine andere Art von Müll. (Foto: Daedalic)
Eine andere Art von Müll. (Foto: Daedalic)
  • Geplantes Erscheinen: 17.1.2012 (PC)
  • Floppotential: sehr niedrig

Dishonored

Hach, Bethesda. Nach Enttäuschungen wie „Brink“ und (für den einen oder anderen!) „Rage“ wagt sich der Publisher an einen weiteren Shooter. „Dishonored“ stammt von den Arkane Studios, die gemeinsam mit dem Art Director von „Half-Life 2“ ein neues Universum erschaffen wollen. Ihr erlebt Abenteuer in der ziemlich verwüsteten Ortschaft Dunwall. Euch wird vorgeworfen, die Kaiserin des Landes ermordet zu haben. Und weil ihr natürlich unschuldig seid, begebt ihr euch auf einen Rachefeldzug, was euch zu einem Meuchelmörder mutieren lässt. Eure Aufgabe ist keine kleine Sache: Werdet zum Freiheitskämpfer und geht gegen die korrupte Regierung vor. Eure Maske ist euer Markenzeichen. Erinnert euch das an „V wie Vendetta“? Ach, was. Alles nur Zufall! Außerdem könnt ihr in „Dishonored“ die Zukunft des Landes durch eure Aktionen beeinflussen – indem ihr entscheidet, wen ihr tötet. Oder auch nicht. Ferner soll der Titel mit einigen kreativen Tötungsarten und Fähigkeiten überzeugen, zusätzlich scheint das Art Design recht unkonventionell zu sein.

Svens Fazit: Viel zeigten die Entwickler noch nicht von „Dishonored“. Aber das, was ich bisher sah, gefällt mir. Nur Bethesda versemmelte es die letzten Male beim Marketing und bei der Qualitätskontrolle. Daher mein Ausblick: Ich bin skeptisch.

Andreas‘ Fazit: Das ist für mich etwas zuviel des Guten. Ein bißchen „Bioshock“, ein bisschen „Half-Life“ und ein bißchen „Deus Ex“. Fraglos sind die Macher alle gestandene Profis unn ich hoffe, dass Bethesda ihnen die Zeit gibt, um das Spiel richtig ausreifen zu lassen.

Andys Fazit: Gegen einen feschen Genre-Mix hab ich nix. Aber Arkane Studios? Die gibt’s noch? Gerade mal zwei Titel stehen im Portfolio, der “jüngste“ der beiden ist von 2006 – und für das neue Baby existieren gerade mal ein paar schimmelige Screenshots im Netz. Ich bin skeptisch…

Auch schon seit zig Jahren in Entwicklung. Aber könnte was werden. (Foto: Arkane Studios)
Auch schon seit zig Jahren in Entwicklung. Aber könnte was werden. (Foto: Arkane Studios)
  • Geplantes Erscheinen: 2012 (PS3, Xbox 360, PC)
  • Floppotential: recht hoch

I Am Alive

„I Am Alive“ hat eine holprige Vergangenheit hinter sich. Ursprünglich sollte das Survival-Abenteuer als Vollpreistitel irgendwann 2010 erscheinen, nach zig Verzögerungen ist jetzt vom 1. Quartal 2012 die Rede. Ausschließlich via PSN und XBL soll das Werk von Ubisoft Shanghai veröffentlicht werden. Selbst schlüpft ihr in die Rolle eines Mannes, der in der fiktiven US-Metropole Haventon eine Art Apokalypse übersteht. Nun sucht er seine Familie in der unwirtlich gewordenen Welt. Düster, beängstigend und spannend soll das Gebotene sein. Die Designer möchten intensiv die Überlebensängste darstellen, beispielsweise sucht ihr nach allerlei Hilfsmitteln, klettert an zerstörten Gebäuden herum und setzt euch hin und wieder zur Wehr.  Ob die Entwickler das Survival-Subgenre revolutionieren können? Bisher ist kaum umfangreiches Material erhältlich, sowieso halten sich die Verantwortlichen sehr mit Details zurück. Warum nur?

Svens Fazit: Sorry, aber für mich ist „I Am Alive“ ein sinnloser Hype-Titel. Ubisoft Shanghai hat bisher kaum ein herausragendes Spiel erschaffen. Das Thema find ich klasse, aber da vertraue ich lieber Naughty Dog („The Last Of Us“).Außerdem: Was haben die Entwickler über drei Jahre lang gemacht? Ein XBLA/PSN-Spiel? Na danke…

Andreas‘ Fazit: Das riecht nach Resteverwertung. Die ganze Entwicklung des Spiels stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Wahrscheinlich hat Ubisoft jetzt die Überbleibsel mühsam zusammengeflickt, um etwas von den Entwicklungskosten wieder reinzuholen. Ich lasse mich gern überraschen, allein mir fehlt der Glaube.

Andys Fazit: Das wird ja immer schlimmer: Der letzter Trailer von “I Am Alive“ ist uralt und damit alles andere als repräsentativ. Der Sprung von Retail zu Download-Only verheißt nichts Gutes. Ein fesches Katastrophen-Game könnte meiner Meinung nach funktionieren, nur hier hoffe ich nicht mehr auf den erlösenden Hit.

Ob I Am Alive überlebt? Wir werden sehen. (Foto: Ubisoft)
Ob I Am Alive überlebt? Wir werden sehen. (Foto: Ubisoft)
  • Geplantes Erscheinen: 1. Quartal 2012 (PS3, Xbox 360)
  • Floppotential: verdammt hoch

The Last Guardian

Kommt es oder kommt es nicht? Und vor allem: Wie viel Fumito Ueda steckt am Ende in “The Last Guaradian“? Wieder ist es der Director, der auf dieses Spiel hoffen lässt. Schließlich betrachte zu Recht viele Spieler “Shadow of the Colossus“ als eines der besten, innovativsten, mutigsten und einzigartigsten Spiele aller Zeiten. Der Trailer, der den Protagonisten zusammen mit einem riesigen Kuscheltier (oder wie sollte man das Vieh anders beschreiben?) zeigt und die Interaktion zwischen den beiden inklusive der Kooperation bei diversen Rästeln andeutet, vermittelt einen perfekten “Nachfolger“. Diesmal kämpft man nicht gegen riesige Geschöpfe, nein, diesmal spielt man mit einem zusammen – und nebenbei hat es ganz viel Fell.

Andys Fazit: Meine Meinung darüber, ob es noch kommt? Ich denke schon. Konzept und Art Design suggerieren eine perfekte Weiterführung zur Ico/Shadow-of-the-Colossus-Philosophie. Soviel Idealismus sollte bitte noch in der Sony-Chefetage sitzen, damit das Projekt nicht doch noch aufgrund unsinniger Streitigkeiten mit den Entwicklern eingestampft wird.

Svens Fazit: Ich denke, „The Last Guardian“ erscheint noch. Der Grund: Halbweg erfolgreich waren die beiden „Vorgänger“ zumindest im Nachhinein. Und die HD-Collection für die PS3 hat sich gewiss auch nicht schlecht verkauft und wurde seitens Sony nicht grundlos veröffentlicht. Nur ob mich das Spiel reizt? Bisher nicht. Und ich kann es nicht einmal plausibel erklären…

Andreas‘ Fazit: Ich habe meine Zweifel, ob es in dieser Konsolengeneration noch erscheint. Vieles deutet darauf hin, dass es hinter den Kulissen zahlreiche Probleme gab, und irgendwann werden wir vielleicht nur den Torso eines Meisterwerks zu spielen bekommen.

Kommt es? Kommt es nicht? Wer weiß das schon so genau? Achja, Sony vermutlich. (Foto: Sony)
Kommt es? Kommt es nicht? Wer weiß das schon so genau? Achja, Sony vermutlich. (Foto: Sony)
  • Geplantes Erscheinen: TBA 2012 (PS3)
  • Floppotential: niedrig (sofern es erscheint)

The Last Of Us

Was kann da schon schief gehen? Die „Uncharted“-Macher widmen sich einer neuen IP und schicken uns in ein Endzeit-Szenario, das an das aus „Enslaved“ erinnert. Kein Wunder, denn einer der führenden Designer der schönen Odyssee ist an „The Last Of Us“ beteiligt. Ebenfalls übrigens ein Grafiker von „Crysis 2“. Sonst gibt es nicht allzu viele Details zum Spiel: Das Action-Adventure erzählt die Geschichte eines Mannes, der mit einem jungen Mädel in einer finsteren Zukunft ums Überleben….tja…kämpft. Der erste Trailer erinnert ein wenig an „Omega Mann“ oder „I Am Legend“, auch was die ausnahmsweise nicht Zombies ähnelnden Gegner betrifft. Ansonsten? Hervorragende Animationen sollen uns erwarten, ebenso eine bedrückende und emotionale Geschichte. Die Jungs und Mädels von Naughty Dog beherrschen ihr Handwerk, nach drei „Uncharted“-Episoden möchte das wohl niemand bezweifeln. Und so stehen die Chancen doch ziemlich gut, dass das Studio mit „The Last Of Us“ nicht total am Geschmack des Massenmarkts vorbei programmiert. Bleibt zu hoffen, dass es mit einer Veröffentlichung 2012 klappt.

Svens Fazit: Ich freu mich. Sehr. Einen Flop kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen! „The Last Of Us“ für dürfte mich die bessere Alternative zu „Uncharted 4“ werden, vor allem weil mich das Szenario sehr anspricht.

Andreas‘ Fazit: Ich bin wahnsinnig gespannt. Aber das war ich schon bei Dead Island. Hoffentlich schafft Naughty Dog, was Techland nur versprochen hat: eine kluge, packende Story mit vielen Emotionen. Noch mehr hoffe ich aber, dass der Mainstream-Markt ein solches Spiel auch würdigt.

Andys Fazit: Der Trailer sieht schick aus, aber für einen vernünftigen Ersteindruck reicht mir das nicht. Es wird kein Flop werden, Naughty Dog sei Dank. Aber alles weitere ist reine Spekulation.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.
Emotionen, Baby! Naughty Dog kann man doch bedenkenlos vertrauen, oder?
  • Geplantes Erscheinen: Ende 2012 (PS3)
  • Floppotential: verschwindend gering

Monaco

Monaco“ ist der Gewinner des Independent Game Festivals von 2010. Pocketwatch Games aka Andy Schatz hatte bisher nur brave Tiersimulationen gemacht, bis er sich mit diesem Retro-Koop-Stealth-Spiel einen lang gehegten Traum erfüllte. Inspiriert von den Heist-Filmen der 60er Jahre wie „Der rosarote Panther“ will er die Spieler zu Einbrechern machen: stehlen, flüchten, überleben. Obwohl es auch eine Einzelspieler-Kampagne geben wird, ist der Clou der 4-Spieler-Koop-Modus. Ihr dürft eine bestimmte Klasse wie den „Brawler“ oder den „Hacker“ auswählen und trickst mit Schrotflinte, Sprengstoff oder Rauchbombe die Sicherheitssysteme aus. Der Pixel-Look ist sehr retro, aber verfügt über ein realistisches Physik-System, und die Steuerung soll sehr intuitiv sein. Der Knaller scheint aber tatsächlich der Mehrspieler-Modus zu sein, denn auf jeder Messe wie z. B. PAX ist der Stand von Schatz umlagert und erste Previews loben das Spiel in höchsten Tönen.

Andreas‘ Fazit: „Pacman“ trifft „Hitman“ – da freue ich mich drauf. Wenn es richtig ausbalanciert ist, wird es mit Sicherheit ein Koop-Hit. Etwas Sorge macht mir allerdings das Fehlen unterschiedlicher Spielmodi. Und leider wird sich auch der Massenmarkt vom Pixellook abwenden. So müssen die Indie-Fans zusammenhalten, um daraus einen Hit zu machen.

Svens Fazit: Eine neckische Idee, die mir sehr gut gefällt. Schade, dass Solisten wohl etwas auf der Strecke bleiben. Das Konzept schreit ja regelrecht nach Mehrspieler-Spaß.

Andys Fazit: Das erinnert mich entfernt an das uralte „They Stole A Million“ für den C64, einem Spiel, vor dem ich Respekt hatte, aber keine persönliche Liebe hegte. Das Konzept von „Monaco“ hört sich toll an, doch die Grafik gefällt mir nicht – obwohl mir ansonsten ein solcher Retro-Stil eigentlich zusagt.

"Monaco": Das etwas andere Koop-Spiel. (Bild: Pocketwatch Games)
  • Geplantes Erscheinen: TBA 2012
  • Floppotenzial: hoch (aber wir hoffen auf das Gegenteil)

Papo & Yo

Minority Medias „Papo & Yo“ könnte das erste „Serious Game“ für den Massenmarkt werden. Im Spiel übernehmt ihr die Rolle des Jungen Quico, der seinen Freund „Monster“ beschützen muss. Der ist nämlich abhängig von grünen Fröschen und neigt zu Gewaltausbrüchen. In dem PSN-exklusiven Third-Person-Adventure müsst ihr deshalb zahlreiche Abenteuer bestehen, um euren Freund von dieser „Droge“ zu befreien. Ungewöhnlich? Die Entwicklungsgeschichte übertrifft sogar das ernste Thema des Spiels. Creative Director Vander Cabballero verarbeitet mit dem Spiel nämlich ein Jugendtrauma: Sein Vater war Alkoholiker und Vander musste das ein oder andere Mal in die Rolle eines „Quico“ schlüpfen. Gleichzeitig ist er aber auch ein Spieleprofi (u.a. für Electronic Arts) und will mit dem Spiel „eine menschliche Geschichte erzählen, die jeden berührt“. Quico und sein Freund wandern durch eine surreale Welt auf der Suche nach Erlösung – und bauen mit Kartons Brücken, mit der man diese Welt verändern kann. Mit Sicherheit wird „Papo & Yo“ ein Spiel für Genießer, die sich lieber mit einer anspruchsvollen Story und originellen Rätseln beschäftigen, als mit Killstreaks.

Andreas‘ Fazit: Kommt da das nächste „Ico“? Handlung und Spiel sind fast zu „schön“, um wahr zu sein. Ähnlich wie „Flower“ könnte es ein Vorzeigeprojekt fürs PSN sein.

Svens Fazit: Hatte „Papo & Yo“ bisher gar nicht auf dem Radar. Aber das, was ich jetzt weiß…nun…macht mich sehr neugierig. Gerade die ernsten, authentischen, tiefgründigen Themen sind es doch, die dem Spielemarkt fehlen.

Andys Fazit: Die Idee ist in der Tat faszinierend. Aber nach „Majin“ und dem Schattenläufer bin ich vorsichtig mit der „könnte das nächste Ico / Colossus sein“-Prognose, solange nicht deren Entwickler dahinter stecken.

Papo&Yo: Ein Puzzle-Adventure als Therapiesitzung.(Bild: Minority Media)
  • Geplantes Erscheinen: TBA 2012 (PS3)
  • Floppotential: gering

Prison Architect

„Subversion“ ist tot, es lebe „Prison Architect“! Vor genau einem Jahr haben wir uns ziemlich auf das neue Spiel von Introversion („Darwinia“) gefreut, aber nun ist es traurige Gewissheit: Es wird wohl nix mit High-Tech-Einbrüchen im Matrix-Look. Introversion hat das Spiel eingestampft und beschäftigt sich nun mit der Zeit „danach“. In der Simulation (?) „Prison Architect“  müsst ihr ein Gefängnis errichten und dafür sorgen, dass niemand ausbricht. „Jaja, der britische Humor..“, werden jetzt einige sagen. Tatsächlich sind sich die Macher des kontroversen Themas bewusst, aber sie weisen gleichzeitig auf ihre Inspirationsquellen wie den Indie-Hit „Dwarf Fortress“ oder den Oldie „Dungeon Keeper“ hin. Zudem hat Introversion komplett den Look gewechselt. „Darwinia“ oder „Defcon“ hatten eine sehr abstrakte und stylische Grafik, aber für ihre Gefängnissim wählte Introversion einen den Comic-Look des Künstlers Ryan Sumo. Auf jeden Fall scheint ein Veröffentlichungstermin in 2012 diesmal nicht unrealistisch.

Andreas‘ Fazit: Ach ja, Introversion. Die Jungs hatten schon immer ein Faible für Schwarzen Humor wie in „Defcon“. Ich hoffe aber, dass hinter „Prison Architect“ mehr steckt, als nur ein kontroverses Thema. Da bin ich relativ zuversichtlich, denn eigentlich haben sie mich noch nie enttäuscht.

Svens Fazit: Ich habe ja schon die eine oder andere Gefängnis-Simulation gespielt. Die wollten realistisch sein, waren letztlich aber ziemlicher Dreck. Introversion versucht es gar nicht erst mit Realismus, eher mit Minimalismus – zumindest grafisch. Trotzdem: Aufregend finde ich das Spielthema nicht.

Andys Fazit: Aus dem Genre der Aufbau-Sims bin ich längst raus, aber ich mag die Idee hinter „Prison Architect“. Werde ich mir definitiv mal anschauen, zudem mir hier der Retro-Grafikstil besser als bei „Monaco“ gefällt.

Grafisch sehr einfach gehalten. Aber das muss ja bekanntlich nichts bedeuten.
Grafisch sehr einfach gehalten. Aber das muss ja bekanntlich nichts bedeuten.
  • Geplantes Erscheinen: TBA 2012 (PC)
  • Floppotenzial: relativ gering

The Witness

Viel weiß man nicht über “The Witness“, dem neusten Spiel von Jonathen“Braid“ Blow. Screenshots sowie Videos zeigen eine einsame Insel mit lauter Gebäuden und grünen Bäumen, entfernt erinnert die Kulisse an den Klassiker “Myst“. Um Türen zu öffnen, muss man anscheinend Schilder anklicken, auf denen wiederum Labyrinthe zu sehen sind. Sobald ihr einen Weg von Start bis Ziel gefunden hat, öffnet sich beispielsweise eine Tür oder ihr erhaltet Zugang zum nächsten Labyrinth. Hört sich wenig spannend an? Ist mir doch egal: Insider, die bereits mehr von “The Witness“ gesehen haben, sprechen von ungewöhnlichen Rätseln, in denen diese Labyrinthe mit der Spielwelt gekoppelt sind und für großes Kopfzerbrechen sorgen würden. Zudem könnt ihr Blow nach “Braid“ sicher vollends vertrauen, dass er hier einen weiteren Meilenstein in der Tasche haben könnte: Sein Erstlingswerk war dermaßen über-brillant, das kann keine Eintagsfliege gewesen sein.

Andys Fazit: Der Trailer ist optisch schön, aber spielerisch unspektakulär. Ob “The Witness“ in der Tat in den Fußstapfen von “Braid“ wandeln wird, hängt definitiv davon ab, wie komplex und wie innovativ diese Labyrinthrätsel schlussendlich sind.

Svens Fazit: Labyrinthe und Rätsel? Nein danke! Sorry, aber das ist nicht mein Genre. Unabhängig davon mag Blow mit „Braid“ vielleicht einen verhältnismäßig großen Erfolg erzielt haben, doch mit einem eventuellen Randgruppen-Spielkonzept kann er mich jedenfalls nicht zum Kauf bewegen.

Andreas‘ Fazit: Irgendwo habe ich gelesen, dass es eine Mischung aus „Myst“ und „Metroid“ sein wird. Das klingt erstmal verrückt, aber das weckt mein Interesse. „Braid“ war für mich eines der Highlights der letzten Jahre und ich bin gespannt, ob Blow da noch nachlegen kann.

Myst? Oder ein interaktiver Garten Eden?
Myst? Oder ein interaktiver Garten Eden?
  • Geplantes Erscheinen: TBA 2012 (PC, Xbox 360, PS3)
  • Floppotential: niedrig
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Über Andy

Andreas “Andy“ Altenheimer wandelt seit 1977 auf dieser Welt, als „Star Wars“ und „Der Stadtneurotiker“ in die Kinos kamen, und fühlt sich wie eine Mischung dieser beiden Filmklassiker... [Weiterlesen]

Veröffentlicht am 31. Dezember 2011

2 Kommentare zu “Spiele 2012: Aber bitte ohne Lizenz?!

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