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Quo vadis, EA?

Geschrieben von Andreas
Quo vadis, EA?

Jetzt habt ihr die Karre richtig an die Wand gefahren. Offensichtlich müsst ihr jetzt sogar eure Marketingmaßnahmen einschränken, um das „SimCity“-Desaster einzudämmen. Wie viele Käufer gehen euch dadurch verloren? Himmel, wenn ihr nicht auf dieses bekloppte Always-online-DRM gesetzt hättet, würde „SimCity“ wohl eines der meist-verkauften Spiele des Jahres sein. Und die Spieler würden es immer wieder kaufen, auf Jahre hinweg.

Warten. Aufs Spielen.
Warten. Aufs Spielen.

Das ist wohl nicht euer Ding. Euer Geschäftskonzept ist nicht auf Langlebigkeit ausgerichtet. Jedes Jahr haut ihr ein Update nach dem anderen heraus und stellt regelmäßig ihr die Server ab. Vor ein paar Jahren war das noch anders: „Dragon Age“, „Mirror’s Edge“, „Dead Space“, „Brütal Legend“, vielleicht sogar „Shadows of the Damned“ – mir schien, als wolltet ihr von eurem „FIFA“-Image loskommen. Aber denkste. Entweder wurden die Reihen auf austauschbaren Mainstream getrimmt oder die Serienproduktion lief an. Demnächst mit „Battlefield“ als monatlichen Vollpreis-DLC.

Klingt vielleicht etwas überspitzt, aber da wollt ihr doch hin, oder? Ist ja ok, wenn ihr euren Job eher in der Fließbandproduktion seht. Das Problem ist nur, dass ihr dann immer wieder große  Hits liefern müsst, und da hattet ihr nicht direkt eine Erfolgssträhne. „SW:TOR“ ist böse gefloppt, „Medal of Honor“ gescheitert, „Dead Space“ tot, „Army of Two“ will sowieso niemand haben und auf ein „Mirror’s Edge“ als First-Person-Shooter habe ich keine Lust.

Mit „SimCity“ hättet ihr vieles gut machen können. Indem ihr eine Marke wiederbelebt, die den Spielern etwas bedeutet. So wie es 2K mit „XCOM“ vorgemacht hat. Damit hättet ihr zeigen können, dass euch die Spieler am Herzen liegen. Aber jetzt dieser Schlag ins Gesicht. Ich meine, ein Spiel mit all dem vollzupacken, was einen altmodischen Fan von „SimCity“, der einfach nur Städte bauen will, so richtig in Rage bringt. Gab es da eine To-do-Liste? Habt ihr euch nicht mit Ubisoft ausgetauscht? Logisch, dieses Cloud-Dings ist die Zukunft, aber warum habt ihr das nicht bei „FIFA“ ausprobiert? Diese Zielgruppe hätte das doch gar nicht gemerkt. Denen ist es doch egal, wenn ihnen in ein paar Jahren die Server abgestellt werden, weil sie ihre Spiele nur wie Wegwerfware konsumieren.

Das Problem ist nämlich, dass ihr jetzt nicht mal mehr einen vernünftigen Backkatalog habt. Wer will denn noch ein weiteres „Medal of Honor“ spielen? Klar, da gibt es auch noch „Die Sims“, aber Hand aufs Herz, da plant ihr doch bestimmt die gleiche Nummer, wie jetzt bei „SimCity“? Vielleicht bin ich ja nur naiv, weil ich glaube, dass ein Publisher auch echte Produktpflege betreiben und seine Marken nicht auspressen sollte, bis nur noch Müll übrig ist. Das ist furchtbar schade, weil ich das erste „Dead Space“ geliebt und ich unzählige Stunden mit „Dragon Age“ verbracht habe. Herrgott, mir hat sogar das letzte „Crysis“ gefallen! Ihr könnt es doch, aber offensichtlich wollt ihr es nicht.

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Über Andreas

Andreas Müller wurde 1968 in Mainz geboren. Schon früh faszinierten ihn die visuellen Medien des 20. Jahrhunderts, nichtsahnend, dass er später einen Film wie Seven zu seinem Lieblingsfilm erheben würde....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 9. März 2013

18 Kommentare zu “Quo vadis, EA?

  1. Hmm, tja, was habe ich denn nach Mirror’s Edge und Battlefield 2 / 2142 noch von EA gekauft? Seit Origin GAR NICHTS! Keine Dead Spaces, keine Need for Speeds mehr. Und jetzt kommen die Mikrotransaktionen, vornehmlich selbstredend in Die Sims und Sim City, das war doch wohl von vornherein klar. Sim City war mit der ersten Preview vor zwei(?) Jahren schon für mich gestorben. Das es immer noch unbelehrbare gibt, die sich darauf freuen und es unbedingt kaufen müssen, tja, es wundert mich gar nichts mehr – alles dummes Käufervieh, sorry.

  2. Es ist so traurig. Aus den Electronic Artists, die vor langer Zeit mit M.U.L.E. oder Ultima Online und vielen guten MegaDrive-Spielen oder später mit Die Sims, SimCity und Command & Conquer für etwas standen, die mit Dragon Age, Mirror’s Edge, Dead Space und Mass Effect viele neue gute Franchises gestartet haben, ist heute ein Haufen geldgeiler Spinner geworden, die überall Kohle rauspressen wollen, dabei aber nicht sehen, dass sie sich ins eigene Fleisch schneiden.

    Die stellen sich allen Ernstes hin und sagen, die Serverprobleme lägen daran, dass SimCity zu gut sei und die Leute viel zu lange spielen und damit die Server blockieren würden. Und das Schlimmste daran ist, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass sie sich die eigene Lüge auch noch glauben. Die leben in ihrer eigenen Welt und VERSTEHEN nicht, wieso sich alle aufregen.

    Und das Traurigste ist, dass SimCity ein wirklich gutes Spiel geworden ist. In den Soundtrack habe ich mich sofort verliebt, der Sims-Charme hat sofort nostalgische Gefühle geweckt, die verschiedenen Filter, darunter auch drei für Menschen mit Farbsehschwächen sind eine innovative und sehr gute Idee, und mit der Vereinfachung der Strom- und Wasserversorgung hat man das Spiel auch zugänglicher und einstiegsfreundlicher gemacht. Aber das Alles verschmeckt man hinter diesem Always-on-DRM-Wahnsinn und das Spiel wird, da es für viele unspielbar ist, überall abgewatscht.

  3. Magic schrieb am :

    Hallo

    Ich habe das mit EA und Sim City jetzt nicht mitverfolgt.

    War aber eben beim örtlichen Elektromarkt und als da Sim City für 59,95 Euro lag und daneben 3 (???) weitere Packungen mit Zusatzinhalten für JE 9,99 Euro (Englische Städte, Französische Städte, Deutsche Städte) da dachte ich mir auch nur was sind das für Abzocker.

    Wenn diese Pakete später erschienen wären könnte man ja noch drüber weg sehen, aber direkt zum Release 90 Euro für alle Spielinhalte zu verlangen find ich persönlich echt dreist.

    Gruss
    Magic

  4. Vielleicht ist das „Sim City“-Debakel der lang ersehnte Stolperstein für diese unsinnige DRM-Politik. Es wäre zu begrüßen, aber das funktioniert halt nur, wenn die Käufer auch so unisono empört reagieren, wie das jetzt gerade der Fall ist. Wenn EA oder andere große Publisher zwar ob ihrer Praktiken lautstark kritisiert werden, gleichzeitig die Verkaufszahlen aber das Vorgehen weiterhin rechtfertigen, bringt das ganze Gejammere doch nichts.

    Ich kann den Ärger verstehen, und dass gerade der Ruf von „Sim City“ darunter leiden muss, ist besonders schade. Aber der Spielesektor ist mittlerweile nichts anderes mehr als purer Kapitalismus – und wenn die Käufer trotz aller Restriktionen eben doch nicht ausbleiben, werden weder EA noch all die anderen Großen etwas verändern. Das ist schade, insbesondere für die Spielinhalte, aber wirtschaftlich durchaus nachvollziehbar.

    Lasst uns also hoffen, dass dieser Schlag ins EA-Gesicht auch nachhaltig bleibt!

    • Es mag zwar jetzt etwas komisch klingen, aber das Spielen mit und in der Cloud dürfte die Zukunft sein. Die Probleme von SimCity scheinen ja nicht nur am DRM zu liegen. Offensichlich bedingen wesentliche Spielelemente die Cloud bzw. wurden dort ausgelagert. Das ist an sich eine sehr innovative und zukunftsweisende Idee – wenn es denn funktionieren würde.

    • Leider ist das ein Wunschtraum. Die Erfahrung zeigt doch, seit es diese DRM-Maßnahmen gibt (Half Life 2) wird sich drüber aufgeregt, trotzdem verkaufen sich gerade diese Spiele wie geschnitten Brot. Ich denke jetzt auch insbesondere gerade mit an Diablo 3. Und so wie es sich anhört, verkauft sich auch Sim City hervorragend!

      Für die Publisher ist das also eher ein Zeichen, so weiter zu machen bzw. noch krassere Formen des DRM zu entwickeln.

      Die Käufer in der Masse interessieren sich einen Sch… für ihre Rechte und die Nachteile von solcher DRM. Viele verteidigen ja sogar die vermeintlichen „Vorteile“ und viele reagieren auch inzwischen aggressiv – ich bin aus dem Gamestar Forum geflogen, weil ich Steam kritisiert habe und das irgend so ein durchgeknallter Mod nicht ab konnte. Viele User können diese Kritik einfach nicht mehr hören. Viele denken auch nicht daran, dass sie in zehn Jahren vielleicht noch einmal das Spiel zocken wollen und das dann nicht geht.

      Es ist viel mehr so, dass sie keine Probleme damit haben, dass Spiel dann eben noch mal zu kaufen (sofern es das gibt), wie ja heute schon hervorragend bewiesen ist, dass das wunderbar klappt, wenn man sich ansieht wieviele Altzocker sich alte Klassiker noch einmal auf iPhone oder im Wii-Store oder auch GoG kaufen, obwohl sie die Titel teilweise eigentlich schon besitzen.

      Wenn man wollte, dann könnte man es analog zum Film sehen, die Branche ist erwachsen geworden, die Zeit der großen Klassiker ist vorbei. Und der Kunde ist bereit sich für den schnellen Kick melken zu lassen, wo es nur geht.

      • Moment, Moment!

        Was „Diablo 3“ und einige Ubisoft-Titel davor angeht, gebe ich Dir recht. Dieser ständige Online-Zwang ist eine Drangsalierung sonders gleichen, die eigentlich nicht unterstützt werden darf. Gerade Blizzard-Jünger sind da aber offenbar wenig einsichtig, während der Druck auf Ubisoft wohl doch so groß war, dass „Always on“ dort momentan kein Thema mehr ist.

        Für mich fängt die Drangsalierung beim Online-Zwang für Singleplayer-Spiele an, also für Inhalte, die eigentlich überhaupt keinen Online-Status brauchen. Die einmalige Online-Aktivierung á la „Half Life 2“ kann ich noch akzeptieren, aber wenn mein Solo-Spielerlebnis abhängig von der Belastbarkeit von Servern ist, ist das eine wahre Zumutung.

        Was jetzt aber GOG.com und Konsorten angeht, vertrete ich eine ganz andere Meinung. Ich gehöre sehr wohl zu denen, die ältere Spiele über GOG kaufen, die ich entweder mal besessen und gespielt habe oder die immer noch bei mir herumliegen (z.B. die „Ultima“-Serie). Mir geht es hier in erster Linie darum, diese Klassiker, die größtenteils noch unter DOS liefen, ohne großen Aufwand auf einem modernen PC nochmal zu erleben. Das empfinde ich nicht als Abzocke oder „Gemolkenwerden“, sondern als angenehmen Weg, einen tollen Evergreen auch auf meinem momentanen System genießen zu können. Und wenn ich dabei ein paar Euro nochmal für das Spiel ausgebe, sehe ich das als Hommage an die Halbwertszeit dieser Klassiker an.

        Mit dem vorliegenden „Sim City“-DRM-Fall hat das aus meiner Sicht nur wenig zu tun…

      • Wenn du die Spiele aber schon hast und zu der Gruppe Menschen gehörst, denen „Peanuts“ egal sind, dann kannst du natürlich aus Bequemlichkeit die Spiele noch mal kaufen. Wie würde Dagobert Duck in dem Fall sagen … äh, lassen wir das ^^
        Andererseits gibt es selbstredend für viele Titel auch vorkonfigurierte Skripte für DOSBox und Co. zum Runterladen.

        Ich persönliche finde GoG gut, um damals verpasste Klassiker nachzuholen. Das finde ich weitaus spannender als Titel noch mal zu zocken, die ich vor 20 Jahren schon gespielt habe.

        Allerdings frage ich mich gerade, wie ist es denn eigentlich rechtlich? Bei Emulatoren sagt ja auch alle Welt, dass es legal ist z.B. ein SNES Game als ROM zu spielen, wenn man das Original besitzt. Was ist denn jetzt eigentlich, wenn ich ein altes Spiel mit Schachtel das ich besitze, als „Abandonware“ aus dem Netz lade – also ohne zu zahlen … ?

      • @Spiritogre: Naja, rechtlich gesehen solltest Du kein Problem bekommen, wenn Du die Software schon besitzt.

        Das Problem ist doch heute, dass man meistens eigentlich gar keine Software als „Produkt“ ersteht, sondern nur eine NutzungsLizenz. Diese unterliegt natürlich viel mehr Einschränkungen als ein gekauftes Produkt. Außerdem können Lizenzen auch auslaufen.

        Ich weiss es jetzt nicht genau, aber ich glaube bei Steam erwirbt man auch nur eine Nutzungslizenz. Müsste man noch mal nachlesen.

        Dieser Unterschied ist leider nicht allen Käufern klar. Die Anbieter verschleiern es meist auch mit dem Wort „kaufen“. Eigentlich müsste es mieten heißen.

        Leider klagt noch kein Nutzer sein Weiterverkaufsrecht für Nutzungslizenzen ein. Leider Leider Leider.

      • @ Science:

        Ich weiß nicht, ob du es wusstest, aber das mit der Lizenz, das GLAUBEN einige Leute, aufgrund der Indoktrinierung der Softwarefirmen und auch mancher Medien, die ihnen unbewusst als Handlanger nach dem Mund reden.

        Das ist nämlich (in Deutschland) kompletter Blödsinn!

        Tatsächlich erwirbst du KEINE Lizenz beim Kauf von Software. Allerdings können unter Umständen die Lizenzbedingungen bzw. AGB teilweise gültig sein. Tatsache ist, dass Software im deutschen Recht als Sache nach § 90 BGB eingestuft wird.
        Damit gilt beim Kauf § 433 BGB der eindeutig festlegt, dass durch den Verkauf das Eigentum an der Software (und ggf. Datenträger) an den Käufer zu übereignen sind.

        Dass darf man nicht mit uneingeschränkten Rechten verwechseln. Und hier kommt der Grund, warum viele auch denken, es handelt sich um eine Lizenz. Denn es gibt natürlich noch das Urheberrecht. Ein Kauf und Eigentum bedeutet eben nicht, dass man etwas einfach kopieren und dann weiter veräußern kann. Du darfst ja auch keinen VW Polo oder eine teure Markenuhr nachbauen und dann verkaufen.

        Bei Steam und allen ähnlichen Diensten kommt eine „Gesetzeslücke“ dazu, wie die Hersteller die Eigentumsrechte (unter anderem Wiederverkauf) künstlich umgehen. Du legst nämlich einen Account auf deren Server an. Und dieser Server – und damit auch der Account – gehören Steam! Damit bist du zu 100 Prozent von ihnen abhängig und sie können letztlich tun und lassen was sie wollen. Wenn du ein Steam Spiel kaufst, dann bist du zwar der Eigentümer, durch die Abhängigkeit vom Account aber auf Wohl und Wehe Steam ausgeliefert.

        Genau aus diesem Grund klagt die Verbraucherzentrale derzeit auch gegen Steam, sie möchten gerne, dass wenn schon die Accountbindung besteht, allerdings die Eigentümer ihre Software wenigstens verkaufen können. Ein entsprechendes Urteil des EuGH, das dann auch als Vorlage für ganz Europa dient, steht hier leider jedoch noch aus.

        Noch zum Thema, warum Software ein „Sache“ ist. Analog zu Büchern etc. hat das BGH festgestellt, dass man ein Buch nicht wegen des Papiers kauft sondern wegen den geschriebenen Wörtern darin. Nur ohne Papier als Trägermedium nützen dir die Worte nichts. Ein virtuelles Gut ist ohne Träger praktisch nicht existent. Dabei ist es unerheblich welches Trägermedium zum Tragen kommt. Von daher sind Software, Bücher als auch Musik und Filme Sachen. Denn ohne Trägermedium könnten sie auch nicht verkauft werden.

      • @Spiritogre: In der Tat, dass wusste ich so nicht! Danke für die lange Erklärung.

        Jetzt wird mir auch das EuGH Urteil klarer.

        Nur:
        >>Denn ohne Trägermedium könnten sie auch nicht verkauft werden.

        Also wie stehts denn dann mit reinen download Spielen? Die haben doch kein Trägermedium und werden trotzdem verkauft (Ich meine jetzt nicht Disc Spiele mit Steam Bindung!).

      • Das Trägermedium ist ja nicht Luft und Liebe pur sondern zumeist eine Festplatte. Das BGH hat hier gesagt, dass es unerheblich ist, was als Trägermedium zum Tragen kommt (und wem es gehört). Entscheidend ist, dass ein Trägermedium benötigt wird. Ohne Trägermedium gibt es keine Software, keine geschriebenen Worte und keine konservierte Musik / Filme, deswegen sind solche Medien halt „Sachen“.

  5. Ja echt schade. Alles was EA aufkauft mag vorher noch so gut gewesen sein, unter der Führung des grottenschlechten EA Managments werden Millionen von Brandingwerten vernichtet. Mit Bioware und Criterion ist dasselbe passiert wie mit Westwood, Microprose, Bullfrog usw. Dragon Age 1 war Klasse, Teil 2 einfach nur noch Schrott. Dasselbe mit Dead Space, Teil 2 hatte ich leider noch gekauft, Teil 3 habe ich gleich sein lassen. NFS wurde als Marke genauso an die Wand gefahren, wie Command & Conquer und Medal of Honor. Ich frage mich warum die Aktionäre da weiterhin zuschauen, oder bekommen die nicht mit welchen katastrophalen Ruf EA bei den Endkunden inzwischen hat?

    • Naja sieh es mal so. EA minimiert das Risiko. Die lassen irgendeine Firma eine IP entwickeln. Wenn die Erfolgreich ist kaufen Sie sie auf und produzieren 1 bis 2 Nachfolger.

      Die Dummen Kunden kaufen diese 1 bis 2 Nachfolger eh Sie merken, dass die schlechter geworden sind.

      Weil sich ab Teil 3 die Titel nicht mehr so gut verkaufen stampfen Sie die zugekaufte Firma ein.

      Trotzdem hat EA Gewinn gemacht. Also warum sollten die es anders machen. Die Kunden sind doch einfach so richtig schön dumm. Mit denen kann mans ja machen :).

      • Ich stimme JTR zu, allerdings mit Einschränkungen. EA hat auch einige tolle neue Franchises auf den Weg gebracht, man denke an Mirror’s Edge und Dead Space oder die Real Racing Serie auf Mobilgeräten. Allerdings hat die Manager – oder wen auch immer – der zwang immer mehr Käufer zu erreichen, schließlich kostet jeder neue und auch aufwendigere Titel mehr als der Vorgänger, dann der Teufel der „Casualisierung“ bzw. „Mainstreamisierung“ geritten. Und das hat sich letztlich als Schuss in den Ofen erwiesen. Aber ich glaube, das merken die auch langsam.

        Square Enix spürt es ja dieser Tage extrem mit ihrem fetten Minus von 170 Millionen und „nur“ 3,4 Millionen abgesetzten Retail Einheiten von Tomb Raider – immerhin eine der bekanntesten, wenn nicht die bekannteste (nach Mario?) – Spielemarken überhaupt. Auch wenn in Foren von Realitätsverlust bei Square Enix gesprochen wird, ich halte die Zahl auch für extrem niedrig. Erwartet hätte ich persönlich eher 7 bis 10 Millionen (weil Multiplattform und hoch begehrt, auch Diablo 3, was ich für ähnlich begehrt hielt, hat „PC only“(!) ich glaube über 6 Millionen abgesetzt.

        Man wird sicher von Triple-A bei vielen Franchises abgehen, so wie Ubisoft es langsam mit einigen Marken wie Rayman und Might & Magic vormacht und die Technik nur so teuer machen, wie es die überhaupt erreichbare Zielgruppe erlaubt und dann eben nur Double-A oder gar in B Qualität entwickeln.

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