5

Polycast #9: The Elder Scrolls Online – die neue MMO-Hoffnung?

Geschrieben von Andreas
Polycast #9: The Elder Scrolls Online – die neue MMO-Hoffnung?

Bei Bethesda so: „Du, wir haben fast 20 Millionen Exemplare von „Skyrim“ verkauft! Wollen wir ein MMO daraus machen?“ „Eh, wieso nicht? Klingt super! Aber bloß nix Innovatives. Wir kennen doch unsere Fans.“…tja, so könnte es sich zugetragen haben. Bethesda wirft Ende April mit viel PR- und Marketinggetöse das MMORPG „The Elder Scrolls Online“ auf den Markt. Erste Previews schwanken zwischen „Super“ bis „Naja“. Tatsache ist: Bethesda will das Genre nicht revolutionieren und setzt auf die Stärken der bekannten Marke. Und das heißt vor allem Story und Detailreichtum. Ungewöhnlich ist nur die Vertriebsstrategie, denn „ESO“ wird als eines der wenigen MMOs auf mehreren Plattformen verfügbar sein: PS4, Xbox One und PC.

Andreas und Dominik haben sich das Spiel in der Beta-Phase angesehen und diskutieren in unserem neuen Polycast über die Stärken und Schwächen des „WoW“- Herausforderers. Sven moderiert, lauscht und wagt eine provokante These. Bitteschön.

Danke an pan:core für den Jingle! Downloaden könnt ihr den Polycast #9 hier.

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Magst du ihn teilen?
Share on FacebookTweet about this on TwitterEmail this to someoneShare on Google+Share on LinkedIn

Über Andreas

Andreas Müller wurde 1968 in Mainz geboren. Schon früh faszinierten ihn die visuellen Medien des 20. Jahrhunderts, nichtsahnend, dass er später einen Film wie Seven zu seinem Lieblingsfilm erheben würde....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 21. Februar 2014

5 Kommentare zu “Polycast #9: The Elder Scrolls Online – die neue MMO-Hoffnung?

  1. Schöner Podcast! Ich stimme in allen Punkten mit überein. Ich probiere seit Jahren alle neuen MMORPGs dank Betawochenenden vorab aus. Aber ich habe mich dabei noch nie so gelangweilt wie in diesem Jahr. Das gilt für ESO genauso wie für Wildstar. Wobei ich Wildstar sogar besser fand, allerdings sagt mir da die Grafik so gar nicht zu.

    ESO ist Skyrim als MMORPG. D.h. schlechtere Grafik, Quests aus der Konserve und eine große aber im Vergleich ziemlich öde Welt. MMO-Spieler wenden sich gelangweilt ab. Einzig Skyrim-Zocker, die immer schon mal mit anderen zusammen spielen wollten könnten hier ihr El Dorado finden. Könnten …

    Der Witz ist, im Vergleich zu Age of Conan finde ich gerade die Oberwelt grafisch zu schlicht. Ja, die Innenräume sind besser als bei so ziemlich jedem anderen Spiel und auch die Charaktermodelle sind besser als in AoC oder gar Skyrim selbst. Aber das eigentliche Spiel ist einfach nur langweilig. Da hilft auch der angesprochene PvP Modus nicht. Ich denke nicht, dass Skyrim-Spieler einen Hang zu so etwas haben. Das ist doch eher was für wirkliche MMO (ohne RPG) Daddler.

    Bei Wildstar hingegen war ich schockiert über die Systemanforderungen, kann an der Beta gelegen haben und an den über das Bild gelegte Wasserzeichen, aber die waren nochmal eine Ecke höher als bei ESO. Fand ich abartig. Erst auf mittleren Einstellungen lief das Spiel bei mir flüssig – und sieht dann optisch schlechter aus als WoW! Ein Todesurteil, denn das Spiel ist extrem leicht und die Knuddeloptik soll wohl auch eher Jüngere ansprechen. Tatsächlich sieht das alles so aus wie WoW gemischt mit Titan A.E. (der Film von Don Bluth) und diverse Pixar-Streifen wie The Invincibles. Immerhin, Wildstar machte (mir) mehr Spaß als ESO, was allerdings auch daran lag, dass es sich zwar bemüht frisch zu wirken aber wirklich alles, absolut alles inkl. Tuturial absolute Standardkost ist, und das ist immerhin schon mal nicht falsch, es bleibt dennoch einfach Innovationsarm.

    Man mag mich schlagen, aber ich fand sogar einen (kontroversen) F2P Titel wie Scarlet Blade (Queen’s Blade) aufgrund der wirklich lustigen Dialoge am Anfang besser als Wildstar und ESO. Und hätte ein Neverwinter eine bessere Steuerung und noch einen Ticken hübschere Grafik (sowie ein vernünftiges Bezahlmodell und nicht so extrem Pay 2 Win wie inzwischen) dann würde es mit ESO den Boden aufwischen.

    Welchen Grund gibt es ESO oder Wildstar zu spielen? Ein Rift ist den beiden in ALLEN Bereichen haushoch überlegen. Selbst Aion und Terra können noch locker mithalten. Und wer sich darauf einlässt, für den ist Guild Wars 2 eine tolle Alternative. Tatsächlich bin ich auch wegen der ESO-Enttäuschung endlich mal mit GW2 angefangen und es macht mir wesentlich mehr Spaß.

    Es wird den beiden Titeln so gehen wie SWToR, die „Wanderheuschrecken“ werden sie kaufen, den Freimonat spielen und dann in die Ecke werfen und zu WoW zurückkehren. Jeder weiß, dass sowohl ESO als auch Wildstar über kurz oder lang F2P werden. Kein Abo-Bevorzuger wird sich dort also häuslich niederlassen. Schlimmer als bei SWToR kann es sogar sein, dass die Spieler wirklich gelernt haben und nicht gleich kaufen, sondern halt abwarten, bis die Games F2P werden.

    • Danke. Ich halte GW 2 für das beste MMO der letzten Jahre, wobei sie auch nicht das umgesetzt haben, was sie ursprünglich planten und doch nicht so revolutionär wurden, wie sie es gerne wollten.

      Bei Wildstar (das ich nicht gespielt habe) finde ich wiederum das Bezahlmodell interessant. Da bin ich mal gespannt, ob es tatsächlich möglich ist, per Ingame-Währung die monatlichen Kosten zu decken.

      Und ob ESO in einem Jahr tatsächlich F2P wird, ist halt die große Frage. Sven behauptet im Podcast ja frech, dass der Publisher so etwas durchaus einplanen würde. Wir werden es wohl nie beweisen können.

      • Guild Wars 1 war das Spiel, dass mich zu MMORPGs geführt hat, noch ein Jahr vor WoW. Der einzige Nachteil war der Partyzwang, der dann ja später durch die Helden als bessere Henchmen weiter entschärft wurde. GW2 war dann „endlich“ der Schritt zum normalen MMORPG ohne Instanzierung. Auch hier gefällt mir, dass es wieder eine richtige Story zum Durchspielen gibt. Ebenso schön ist das lineare Leveln, jeder Level dauert ähnlich lang. Leider ist kein Spiel perfekt. Das normale Questen dauert elendig lange, es sei denn man macht Events, dort bekommt man jedes Mal EP ohne Ende, selbst wenn man kaum was macht. Auch die Klassenbalance ist leider (inzwischen) etwas vermurkst. Ich spiele am liebsten Elementarmagier, der wurde wohl, weil er im PvP anfänglich zu stark war ordentlich entschärft. So ist er im PvE momentan aber ein Krampf (ich schlage mich trotzdem durch), im Vergleich zu meinem zweiten Charakter, einem Krieger ist der Ele jedenfalls unglaublich schwer zu spielen.
        So oder so, GW2 ist neben Rift das meiner Meinung nach beste MMORPG auf dem Markt zur Zeit.

        Ein Publisher der heute ein Abo-MMORPG auf den Markt bringt wäre Naiv, wenn er keinen Shop und die Umstellung auf F2P einplanen würde. Tatsächlich hat ESO doch schon einen, oder irre ich mich da gerade?

  2. Achso, noch ein Nachtrag. Die unausgegorene Story war Schuld, dass mir ESO so gar nicht grfallen wollte. Ein Prophet sieht mich als Auserwählten. Wieso laufen dann, bereits im Tuturial, Hunderte andere „Auserwählte“ da rum? Von der Oberwelt, irgendwo in der tiefsten Wildnis wo Wolf und Jaguar sich gute Nacht sagen mal ganz zu schweigen. Ich bin der einsame Held, in einsamer abgelegener Wildnis – neben einigen Dutzend anderer einsamer Helden, die exakt das gleiche machen wie ich. Hat für mich jede Glaubwürdigkeit und Immersion zerstört. Sie hätten viel mehr sagen sollen, „wir stellen eine Armee auf, du bist einer von Vielen“ und das entsprechend umsetzen.

  3. Hamrath schrieb am :

    Seit gestern abend habe ich ca 6 Stunden in Tamriel, dem Kontinent, auf dem die Elder Scrolls-Reihe spielt, verbracht. Allerdings nicht in ESO – ich habe Skyrim wieder angeschmissen. Ich mag nämlich auch nicht der drölftausendste Auserwählte sein und mich hinten anstellen, um das 17. Skelett zu erledigen. Was für eine herbe Enttäuschung. :(

Kommentar schreiben