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Polycast #81: Stranger – Bimilui Soop

Geschrieben von Lara
Polycast #81: Stranger – Bimilui Soop

Koreanische Serien schaffen es selten zu uns. Dank Netflix bekommen wir jedoch nach und nach Zugang zum (süd-)koreanischen Fernsehen. So auch „Stranger (Bimilui Soop)“, das irgendwo zwischen „True Detective“ und „The Night Of“ die Geschichte um den Staatsanwalt Hwan Shi-Mok und Polizistin Han Yeo-Jin erzählt. Das ungleiche Duo muss einen Mordfall aufklären, der tief in der Korruption von Seoul verwurzelt ist und weite Kreise zieht.

Mit Gast Philip stellt euch Lara die Serie vor. In der zweiten Hälfte (Spoiler!) diskutieren die beiden die großen Themen des Crime Dramas. Wie werden „Korruption“, „Vertrauen“, „Familie“, „Sexarbeit“ und „Polizeigewalt“ dargestellt? Was ist typisch für eine koreanische Produktion, was untypisch? Klar ist: „Stranger“ ist der absolute Serien-Geheimtipp 2017!

 

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Über Lara

Lara wurde in den 1980er Jahren geboren und entdeckte ihre Gaming-Leidenschaft schon früh als kleine Stöpseline. Schuld daran hat ihre Großmutter, die ihr zu Weihnachten 1991 einen GameBoy schenkte...[weiterlesen]

Veröffentlicht am 12. November 2017

5 Kommentare zu “Polycast #81: Stranger – Bimilui Soop

  1. Korrektur: am Anfang erwähne ich die (nicht zu empfehlende aber klassische) Serie Boys over Flowers, die natürlich nicht aus den 90iger Jahren stammt, sondern 2009 veröffentlicht wurde.

    • Wobei die japanische Manga Vorlage immerhin aus den 90ern stammt. Und das ist ein Shojo-Manga, richtet sich also gezielt an Mädchen und stammt auch von einer Autorin (Hinweis wegen dem im Podcast angesprochenem Frauenbild).

  2. Was ich etwas albern finde ist eure Versteifung darauf, dass in modernen Filmen / Serien Queere Charaktere etc. enthalten sein müssen (ich bin froh, wenn die meist in westlichen Serien grausig dargestellten Leutchen NICHT enthalten sind, denn wenn sie „normal“ sind, dann würde man das ja nicht mitkriegen, sie sind also fast immer überkandidelt und das ist schlicht nervig). Bei einem normalen Charakter weiß man, wenn nicht gezeigt, doch gar nicht seine sexuelle Orientierung. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch ja vorstellen, dass die Hälfte der Nebencharaktere schwul oder lesbisch ist … ^^

    Gerade das koreanische Kino hat Homosexualität jedoch schon vor teils 20 Jahren sehr progressiv gezeigt. Mir fallen aus dem Stehgreif drei Filme mit Homosexuellen ein, die sehr modern und offen mit dem Thema umgehen, einmal ein Film aus den späten 90ern über einen homosexuellen, motorradfahrenden Boxer, einmal aus den frühen 2000ern mit einem Soldaten und einmal noch ein Drama mit Lehrer + Schüler (eben alles Bereiche, wo es Schwule besonders schwer haben bzw. es Tabu ist). Leider weiß ich die Titel alle nicht aus dem Kopf, sind halt nicht so einfach zu merken die Namen.
    Und dann gibt es z.B. auch noch einen sehr guten Film von 2008 über eine polygame Beziehung (My Wife got Married).

    Wobei man klar zwischen Kino und Serie in Korea unterscheiden muss. In koreanischen Serien gibt es keine Nacktheit und keinen Sex, wenn bei einer Dreiechksbeziehung zwei davon küssen, dann sind das auch die, die am Ende zusammenkommen (es werden keine verschiedenen Partner geküsst). Das koreanische Fernsehen ist EXTREM konservativ.

    Noch ein Hinweis, die Polizei hat natürlich Schusswaffen, nur nicht der normale Verkehrspolizist. Aber das zeigen von Schusswaffen im Fernsehen hat Auswirkungen darauf, ab wann das im TV gezeigt werden darf. In früheren Serien hatten die deswegen praktisch nie Pistolen.

  3. Lara schrieb am :

    Das mit den Schusswaffen hatte ich dann wohl verwechselt oder mir falsch gemerkt.

    Queere Charaktere sind feste Bestandteile unserer Gesellschaft und gehören deswegen auch sichtbar in eine Serie, die sich als realistisch betrachtet. Dass sie oft so „grausig“ dargestellt werden, darf nicht dazu führen, sie gar nicht darzustellen, sondern, dass sie nicht grausig dargestellt werden. Geht auch ganz einfach, ohne überkandidelt. Aktuelles Beispiel ist Star Trek Discovery.

    Aber dass sich koreanisches TV, gerade Serien, da schwer tun, weil sie konservativ sind, haben wir ja auch gesagt :)

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