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PlayStation 4: Was vom Hype übrig blieb

Geschrieben von Andy
PlayStation 4: Was vom Hype übrig blieb

Diesen Monat feiere ich mein ganz persönliches, 30-jähriges Jubiläum. 1983 habe ich zum ersten Mal vor einem Computerspiel gesessen – “Radar Rat Race“, um genau zu sein. Seither habe ich einige System-„kriege“ mitgemacht: Amiga gegen Atari ST… Super Nintendo contra Mega-Drive… PlayStation 2 versus Xbox, um nur ein paar zu nennen. Von ersterem abgesehen habe ich mich nie explizit auf eine Seite gestellt, sondern pur auf die Qualität der Spiele geschaut.

Und mit jedem Generationenwechsel wuchs meine Ungeduld, die neue Hardware in meinen Griffeln zu halten. Seit der Xbox 360 musste es der Erstverkaufstag sein, an dem ich mich früh morgens zum örtlichen Fachhandel begab. Gleichzeitig hatte ich noch nie eine Konsole vorbestellt. Bis heute…

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Da ist das gute Stück – und erinnert mehr an eine Apparatur aus einem Star-Trek-Raumschiff, anstatt einer neuen Konsole. (Bild: Sony)

Warum ist die PlayStation 4 so begehrt? Liegt es an den exklusiven Titeln wie “Knack“ oder “Killzone: Shadow Fall“? Ich kann es mir kaum vorstellen. Das eine ist ein bemerkenswert uninspiriertes Jump’n’Run, inklusive hässlicher Grafik und langweiligem Charakterdesign. Das andere ist ein zwar optisch ansprechender Ego-Shooter, der durchaus die NextGen-Power zeigt….

Lahmes Killzone: Shadow Falls

…jedoch ist allein der Plotaufhänger haarsträubend: Die Helghast sind besiegt und ihre Heimat vollkommen zerstört. Die ISA bestimmt, dass sich die Überlebenden auf dem Planeten Vekta niederlassen dürfen – also genau an jenem Ort, den die Helghast in “Killzone 2“ noch erobern wollten. Hohe Mauern sollen die beiden Völker voneinander trennen, doch zuvor muss natürlich Platz geschaffen werden. Ergo werden die Vektaner, die in den für die Helghast zugesprochenen Gebieten leben, raus geworfen – notfalls mit Waffengewalt.

Ihr übernehmt die Rolle von Lucas Kellan und müsst als kleiner Junge im Prolog mit ansehen, wie euer eigener Vater bei der Zwangsräumung ums Leben kommt. Jahrzehnte später ist Lucas ein ausgebildetes Mitglied der Shadow Marshall Academy und darauf getrimmt, es den Helghast heimzuzahlen. Bereits vor dem Beginn des eigentlichen Spieles sind Drama, Leid und Action kollektiv in einen tiefen Brunnen voller Klischees sowie Pathos gefallen, dass ich es nicht ernst nehmen kann. Und wie gesagt: Dieser Plotaufhänger… wer denkt sich so etwas aus? Den besiegten Feind genau neben dem Volk niederzulassen, das es erobern wollte und von dem es nachträglich so richtig schön aufs Maul bekommen hat, ist eine selten dämliche Idee.

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Seid ehrlich: Wie viele Screenshots dieser Art kennt ihr? Genau das ist das Problem der Branche… (Bild: Sony)

Auch spielerisch haut mich das neue “Killzone“ nicht wirklich von den Socken. Die Gegner sind erstaunlich Triggerhappy und aufgrund der vielen Grafikdetails relativ schwer zu sehen. Der Echo-Sensor soll zwar bei der Ortung helfen, ist jedoch dezent nervig zu bedienen. Dafür habt ihr eine Drohne bei euch, die auf mich wie das Schweizer-Cheat-Taschenmesser für Ego-Shooter-Zocker wirkt. Ihr könnt sie als Seilwinde nutzen, sie auf eure Gegner hetzen oder mit ihr schrillende Alarmanlagen deaktivieren. Selbst eine Wiederbelebung, falls ihr tot am Boden liegt, ist möglich, sofern die Drohne schnell genug herbei flattert

Unterm Strich kommt das heraus, was ich gerne als Flickwerk bezeichne. Ich fühle mich sowohl von den Gegnern als auch mit den Funktionen der Drohne überfordert. Zwar komme ich gut voran, aber rein vom Gespür her nicht wegen meines Könnens, sondern weil mir das Spiel ständig irgendwelche Funktionen, Gadgets oder Hilfen zugesteht. Aber das alles Entscheidende ist: Ich spüre nicht, dass ich für “Killzone: Shadow Fall“ unbedingt eine neue Konsole gebraucht hätte.

Imposantes Battlefield 4

Gleiches gilt für Electronic Arts‘ “Battlefield 4“, das ich mir sowohl im Single- als auch im Multiplayer angeschaut habe. Die Story ist hier so vergessenswert, dass ich lieber gar kein Wort darüber verlieren mag. Immerhin ist die Action kernig, wenn ich mich bis auf das Dach eines Gebäudes kämpfe und dieses unter meinen Füßen einbricht. Geskriptet, bis der Arzt kommt? Klar, aber immerhin cool gemacht.

“Battlefield 4“ ist ein guter Shooter, der zumindest spielerisch was auf den Kasten hat und mir den Effekte-Overkill gibt, den ich mir von diesem Shooter gewünscht habe. Jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass die Entwickler die Hardware-Power mit der Brechstange demonstrieren wollen. Ein wunderbares Beispiel, wie sehr uns DICE das Können der NextGen-Power aufdrängen möchte: An einer Stelle fahrt ihr mit einem Auto über eine Regenpfütze, woraufhin das Wasser perfekt gegen die Windschutzscheibe spritzt. Gleichzeitig möchte ich nicht wissen, was diese kleine Szene an Ressourcen und Gelder verpulvert hat, nur damit der Spieler mal für eine Sekunde mit offenem Mund „Boah… Wasser, wie geil!“ von sich geben kann.

Battlefield 4. Battlefield halt. (Bild: EA)
Battlefield 4. Battlefield halt. (Bild: EA)

In der Tat war es primär eine bessere Grafik, die ich wollte – zudem auch noch mein PC satte sechs Jahre auf dem Buckel hat. Entsprechend habe ich so etwas wie ín “Battlefield 4“ für die PlayStation 4 noch nie gesehen – und ganz nebenbei erwähnt auch noch nie gehört, den fantastischen Toneffekten sei dank. Und doch… ich weiß nicht. Vielleicht liegt es an meinem Alter, vielleicht aber auch an die Penetranz des Hypes, den die Branche zunehmend zelebriert, weshalb ich mir bei jeder Spielminute denke: Wozu brauche ich das?

Wozu?

Ich beschreibe mein Problem mal von der anderen Seite: Als ich einen C64 hatte und die Bilder von Amiga-Spielen sah, da war ich sofort neidisch. Als nach der legendären Super Nintendo-Ära die ersten “wipEout“-Screenshots für die PlayStation auftauchen, da wusste ich, dass ich das unbedingt haben möchte. Und auch als ich die ersten hochauflösenden Szenen eines “Call of Duty 2“ auf der Xbox 360 erlebte, da spürte ich mit einem Schlag das Alter der verpixelten Shooter-Generation der Vorgängerkonsole.

Bei vielen neuen Shootern oder Rollenspielen der Neuzeit werden kleine Features als vollmundige Innovationen verkauft, die in meinen Augen im Gesamten untergehen. Sprich: Diese Spiele sind für mich nicht neu, nur weil sie eine Handvoll neuer Spielelemente besitzen. Und genau das gleiche Problem habe ich mit der Grafik, die mir die ersten PlayStation-4-Spiele zeigen: Die Wettereffekte sind vielleicht ultrarealistisch und die Anzahl an herumfliegenden Partikeln mögen beeindruckend sein. Aber mein Augenmerk liegt auf der Gesamtkulisse, für die in allen Fällen die Xbox-360- oder PlayStation-3-Power ausgereicht hätte.

Das Einzige, was mich bei all meinem Gemecker verunsichert, ist der immense Erfolg der PlayStation 4. Ich greife meine Frage zu Anfang auf und erweitere sie: Wieso ist das Ding so begehrt, wenn man in meinen Augen gar keine neue Hardware benötigt, um für ein wirklich neues Spielerlebnis zu sorgen? Liegt es am Ende nur am Hype, der die Spieler aufgehetzt hat, weshalb sie sich scharenweise in den Media Märkten geprügelt haben? Oder sind wir einfach ausgehungert, weil die letzte “echte“ Konsolengeneration bereits sieben bis acht Jahre alt ist? Ich befürchte das Letztere ist der Fall. Denn wir sind alle Kinder des Konsums und des Kapitalismus, der besagt: Du brauchst stets das Neueste, das Tollste, das Schönste. Tja, und wenn dann mal nichts kommt… was dann?

Conclusion

Das meiner Meinung nach bislang beste PlayStation-4-Spiel kommt aus dem Download-Sektor: „Resogun“, eine hervorragend spielbare „Defender“-Hommage. Dort müsst ihr nicht nur ballern, bis der Arzt kommt, sondern nebenbei kleine Männchen verteidigen und in Sicherheit bringen. Die klassische Seitenansicht wird durch die kreisrunde Natur der Gebiete verschönert, dank der Voxel-Technologie wimmelt es nur so vor kleinen Partikeln sowie Details. Und der elektronische Soundtrack von Ari Pulkinnen hämmert herrlich das Wohnzimmer voll.

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Simpel zu spielen, grafisch ein Hingucker: Resogun zeigt, wie alte Konzepte mit neuer Hardware funktionieren. (Bild: Housemarque)

“Resogun“ wäre vielleicht auch auf der PlayStation 3 toll gewesen. Aber es ist ein Spiel, das aufgrund seiner Vermischung des klassisch-alten Spielkonzeptes und einer neuen Technologie etwas Einzigartiges darstellt. Ich habe keine Ahnung, wie Aufwändig die Realisierung von “Resogun“ war – ich mutmaße einfach ganz frech, dass ein “Killzone“ oder ein “Battlefield“ mehr Ressourcen verbraten haben. Doch während letztere beiden nach Verkrampftheit, Hype und Überperfektionismus riechen, trieft ersteres nur so vor Liebe zum Projekt.

Kurz: Bei “Resogun“ verspüre ich genau das, was ich mir bei der PlayStation 4 im Gesamten gewünscht hätte – nämlich die Besonderheit.

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Über Andy

Andreas “Andy“ Altenheimer wandelt seit 1977 auf dieser Welt, als „Star Wars“ und „Der Stadtneurotiker“ in die Kinos kamen, und fühlt sich wie eine Mischung dieser beiden Filmklassiker... [Weiterlesen]

Veröffentlicht am 17. Dezember 2013

6 Kommentare zu “PlayStation 4: Was vom Hype übrig blieb

  1. Ich habe sie noch nicht, die PS4, und das liegt vor allem daran, dass ich einmal mehr nicht verstehen kann, wie man einen Konsolenstart mit so schwachen Launch-Titeln vollführen kann. Das einzige, was diese Mal anders ist als noch bei der letzten Generation ist, dass Sony dieses Mal nicht alleine ins Klo greift, sondern Microsoft gleich noch mitzieht. Das einzig vollends gut bewertete Spiel auf der XBox One ist derzeit „Forza 5“, und das setzt sich aber in keiner Weise vom Vorgänger ab bzw. wird oftmals sogar schlechter bewertet. Außerdem ist es eben ein Rennspiel, also ein eher spezielles Genre mit einer bestimmten Fanbasis – nichts für die breite Masse.

    Ich bleibe weiterhin optimistisch, was die Zukunft angeht. Spätestens, wenn „Watchdogs“ und Co. kommen, werde auch ich wechseln, selbst wenn ich gerade „Watchdogs“ auch noch auf der alten Generation spielen könnte. Ich glaube daran, dass wir in einem oder maximal zwei Jahren die Spiele bekommen werden, die das Prädikat „Next Generation“ auch verdienen.

    Nur – das hätten wir eigentlich gleich zum Start bekommen sollen. Aber die sog. „Killer App“ zum Verkaufsstart scheint mittlerweile aus der Mode zu sein: Neben den aktuellsten Beispielen brauchen wir uns nur Wii U, Vita und 3DS anschauen und erkennen, dass sich da offenbar ein Trend bildet. Den mache ich auch gerne mit, denn der führt dazu, dass ich erstmal wieder abwarte, bevor ich mir neue Hardware ins Wohnzimmer stelle.

    • Das glaube ich nämlich nicht! Der stärkste PC war vor 1-2 Jahren schon so leistungstark und die Entwickler haben auch keine anderen Spiele rausgebracht.

      Wir hatten ja schon vor nem halben Jahr diese Diskussion.

      Ich denke das Erlebniss wird sich erst durch sowas wie eine Oculus Rift ändern. Andere Dinge erkenne ich leider nicht am Horizont.

      Mehr Grafikpower ist nur für realistische 3D Grafik nützlich. Für abstraktere Darstellungsformen von Spielen genügt die lastgen. Oder last-lastgen. Oder oder oder.

      • Science, dass es in den letzten 1-2 Jahren trotz starker PC-Hardware keine „next gen“-Spiele gegeben hat, ist aus meiner Sicht ein Massenmarkt-Problem. Der PC mag die stärkste Hardware haben und in diesem Punkt auch weiterhin jede Konsole abhängen, aber den Massenmarkt bestimmt er halt nicht. Das machen die Konsolen, weswegen es auch nur hier zu einer „Generationen“-Einteilung kommt, und jeder Wechsel möglicherweise tatsächlich dazu führen kann, dass sich mittelfristig wieder was tut in der Spielentwicklung.

        Es ist für mich keine große Überraschung, dass wir technisch momentan keinen Quantensprung sehen. Zum einen haben die Entwickler die letzte Generation erst in den letzten Monaten wirklich verstanden auszureizen – siehe „Last of Us“, „Gran Turismo 6“ etc. – und zum anderen wird es aus meiner Sicht auch diese enormen Sprünge, die es zum Beispiel zur Zeit der PS2 gab, so auf absehbare Zeit nicht geben. Dafür ist die Technik einfach schon so gut!

        Die „Next Generation“ wird woanders stattfinden, sicherlich in der Größe und Glaubwürdigkeit der Welten, aber natürlich auch in der Vernetzung. Letzteres lässt mich etwas zweifelnd zurück, weil ich mir darunter immer noch kaum mehr vorstellen kann als Gimmicks a la „Record“-Option, aber ich sehe durchaus das Potential, das hier Sachen aufkommen werden, die sich momentan noch gar nicht absehen lassen.

      • Die Technik heutzutage hat halt ein so erhebliches Niveau erreicht und ist gleichzeitig so teuer, dass sie eben nicht mehr so schnell voranschreiten kann.
        Man sieht es ja sehr gut an den japanischen Entwicklern, mit Ausnahme von Final Fantasy und Resident Evil hängen dort die meisten Titel technisch hoffnungslos hinterher, das Gros erreicht sogar nur PS2 Niveau, halt in etwas höherer Auflösung.

        Occulus Rift ist tatsächlich die Chance, Gaming auf ein anderes Niveau zu heben. Allerdings mit erheblichen Einschränkungen bezüglich der Spielerzahlen, denn, wie selbst schon beim 3DS, können nicht alle Menschen die Grafik vertragen, da der Gleichgewichtssinn das nicht mitmacht, was der Hauptgrund, nicht mal der einzige Grund, für Motion Sickness ist.

        Aber wie bei allen Dingen fürchte ich auch hier einen schnellen Sättigungseffekt. Ich habe es selbst erlebt, als ich von Röhre auf einen großen 46 Zoll LCD umgestiegen bin, da saß ich zwei, drei Tage staunend davor. Schon nach ein paar Wochen hatte ich mich aber an den großen Schirm und das augenfreundliche Bild gewöhnt. Inzwischen empfinde ich ihn sogar als ein wenig klein.

        Gleiches höre ich inzwischen sehr oft über 3D Kino. Und ehrlich gesagt, ich habe im Sommer z.B. Pacific Rim in 3D gesehen, wirklich wegblasen tut es mich nicht, ich empfand es teilweise als viel zu künstlich und unnatürlich.
        Nun gibt es bei Spielen ganz andere Möglichkeiten, dennoch glaube ich, dass Occulus Rift und Co., genau wie 3D bei Filmen, ein Zusatzfeature bleiben, das effektiv nur ein doch geringer Teil letztlich nutzen wird.

        Ich glaube, der nächste große Schritt sind tatsächlich eher Monitore und Fernseher, die ohne Zusatzhardware, eben wie der 3DS nur viel, viel besser, 3D darstellen können. Das halte ich für Massenmarkttauglich.
        Aber eine wirkliche Evolution wird erst wieder eintreten, wenn Bildsignale drahtlos direkt auf die Netzhaut projiziert werden können. Der Schritt danach, Bild- und Audiosignale direkt ins Gehirn, wird wohl (vielleicht zum Glück) noch eine Weile auf sich warten lassen.

        Diese ganzen Social Media und Online Features halte ich hingegen für einen Trend. Der geht wieder vorbei bzw. wird sich wandeln. Man liest ja schon News, dass die Jugend bei Facebook abwandert, weil inzwischen zu viele ältere dort sind und die jungen Leute wollen nicht mit Mama und Papa auf einer Plattform sein. Stattdessen ist (leider) ausgerechnet What’s App derzeit die Nummer 1. Und das ist ja nun beileibe nichts neues, ich habe schon vor wohl inzwischen fast 20 Jahren mit AOL Messenger und ICQ gechattet – vom IRC fange ich gar nicht erst an.
        Ich glaube ich hatte Internet ab 1996 (Metronet und AOL mit Pressezugang weil es da jeweils ein paar Freistunden gab).

        Auch YT oder Twitch werden ihre Nischen (im Spielebereich) behalten. Was soll da noch groß kommen? Das Angebot ist eh viel zu riesig. Klar, der Trend, dass Videoportale das klassische Fernsehen verdrängen setzt sich fort. Ich gehöre ja nun schon zu den älteren Semestern und ich mache die Glotze nur noch an, wenn Olympische Spiele, Fußball WM oder wenn ich dran denke, der Eurovision Song Contest laufen. Und selbst das schaue ich bevorzugt über Internet Streams. Meine Frau schaut ihr koreanisches Fernsehen (okay, zwangsweise automatisch) nur über Internet. Aber das ist letztlich die einzig mögliche Zukunft, der Zuschauer will eine Sendung sehen, wann er möchte. Die heutigen Fernsehsender werden also ihre Shows produzieren und dann in Mediatheken stellen müssen. In spätestens 20 Jahren wird es kein klassisches Fernsehen mehr geben (abgesehen vielleicht vom ÖR für die Zielgruppe Ü80).

        Ungebrochen sehe ich hingegen den Trend der F2P Games. Bzw. sogar Browsergames, da ist grafisch ja auch schon viel möglich. Die Industrie macht es vor, weg von der klassischen Desktop-Anwendung hin zu „always on“. Gespielt wird mir Werbeeinblendungen und Mikrotransaktionen. Einige große Titel werden weiterhin Retail angeboten, greifen aber auch auf dieses System zu, bei anderen zahlt man vorab einen Obolus, um keine Werbung zu sehen.

      • Spiritogre, da habe ich nichts mehr hinzuzufügen, denn Deine Zukunftsvisionen entsprechen ungefährt dem, was ich mir auch vorstelle. Gerade hinsichtlich des konventionellen Fernsehens sehe ich den Vorhang schon sehr schnell fallen.

        Einzig Technologien wie 3D-Kino oder 3D-Gaming und auch Ocolus Rift sind mir zu wenig massentauglich, damit sie wirklich etwas verändern können. Gerade 3D-Kino gibt mir in den wenigsten Fällen einen echten Kick gegenüber der konventionellen Variante. „Pacific Rim“ hat mich so schon weggeblasen, ohne 3D. Ich brauche das alles nicht, und zumindest was 3D-Filme im Wohnzimmer angeht, scheint hier der Trend auch schon wieder rückläufig zu sein.

  2. Für mich gilt einfach das, was ich schon hier schrieb:
    http://www.polygamia.de/next-generation-die-meinung-eines-branchen-insiders

    Dabei denke ich schon, dass Titel wie The Division eine neue Generation einläuten werden. Was wir bisher zu sehen kriegen wurde zum Teil ja noch auf der alten Generation begonnen. Und gerade als PC Gamer lockt mich insbesondere die Grafik der neuen Konsolen auch nicht hinter dem Ofen vor.

    Bis mir die PS4 unter den Fernseher kommt, wird es also sicher schon 2015 sein. Vorher gibt es einfach keinen Grund.

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