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Kane & Lynch 2: Toller Stil, stupides Spiel

Geschrieben von Sven

Scheiße! Scheiße! Ich kann nicht mehr! Scheiße! Sie kommen von überall! Scheiße! Los, weiter geht’s! Scheiße! Ich lade nach! Scheiße! Schieß! Scheiße! Wohin gehen wir jetzt? Scheiße! Scheiße!

Ballern! Scheiße! Ballern! Scheiße!
Ballern! Scheiße! Ballern! Scheiße!

Ich weiß nicht genau, was mir die Entwickler von IO Interactive mit dem allseits beliebten Fäkalwort sagen wollen. Vielleicht, dass „Kane & Lynch 2: Dog Days“ doch nicht so toll ist? Oder eher, dass die beiden Antihelden wirklich richtig abgefuckte Assis sind? Ja, das dürfte besser passen, zumindest wirkt es glaubwürdig, wenn sie ständig fluchen und eben alles SCHEIßE finden – und das, obwohl sie selbst für ihre Situation verantwortlich sind. Dabei sieht es zu Beginn gar nicht mal so schlecht aus: Nach ihrem letzten Abenteuer in „Kane & Lynch: Dead Men“ sind die beiden Freude wider Willen etwas zur Ruhe gekommen. Lynch hat in Shanghai eine kleine Wohnung und sogar eine lebendige Freundin gefunden. Für einen dicken Waffenschieber-Deal lockt er Kane in die chinesische Metropole, gemeinsam wollen sie die schnelle Kohle machen und sich dann zur Ruhe setzen, Lynch ist sowieso nicht mehr der Jüngste. Ihr wisst sicher längst, was jetzt kommt, schließlich besitzt „Kane & Lynch 2“ nur eine 08/15-Actionshooter-Story: Durch ein paar unglückliche Ereignisse geht der an sich simple Plan schief und plötzlich werden Kane und Lynch von einem Syndikat, den eigentlichen Auftraggebern und der chinesischen Polizei verfolgt. Wieso, weshalb, warum? Das erfahrt ihr in der einfallslos gestrickten und zu keiner Zeit wirklich überraschenden Geschichte. Ach, nebenbei wird Lynchs Freundin ermordet, was logischerweise zu einem Rachefeld, vielen weiteren Toten und  noch mehr SCHEIßE führt.

Ja, mir gefällt die Story überhaupt nicht. Sie ist billig, ausgelutscht und nur für diejenigen spannend, denen ein „Stirb Langsam“ zu anspruchsvoll ist. Das liegt aber auch an Kane und Lynch selbst, die – genauso wie beim ersten Teil – nicht gerade Sympathiepunkte sammeln. Identifizieren könnt ihr euch mit ihnen sowieso kaum. Nicht einmal ein wenig Mitleid empfindet ihr, wenn Lynch mit seiner Freundin erst noch halbwegs liebevoll telefoniert, um ein paar Missionen später zu sehen, dass sie abgemetzelt in irgendeiner Toilette rumliegt. Dass dies auf gewisse Weise auch die Schuld der beiden Gauner ist, wird fast unter den Tisch gekehrt. Denn sonst müssten Kane und Lynch eigentlich aufeinander losgehen?! Ach, alles ist so hanebüchen und ohne jeglichen Tiefgang, dass es schon weh tut – vor allem dann, wenn man von guten Action-Filmen  und vielen anderen Spielen ein ganz anderes Niveau gewohnt ist.

Jede Menge Action, allerdings kaum Höhepunkte
Jede Menge Action, allerdings kaum Höhepunkte

Vermutlich aus diesem Grund passt das Spielkonzept von „Kane & Lynch 2“ perfekt zur Handlung. Lineare Action, Gewalt, stupide Gegner aus der Klonfabrik, ständiger Wechsel zwischen wilden Schießereien, kurzen Ruhepausen und lästigen Fluchattacken der abstoßenden Hauptdarsteller. Das ist alles so unglaublich eindimensional und primitiv, „Modern Warefare 2“ ist eine Offenbarung dagegen. Immerhin kann zum Gameplay gesagt werden, dass das permanente „Duck & Shoot“ gegenüber „Dead Men“ besser funktioniert sowie die Steuerung hier und da verfeinert wurde. Auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad ist „Kane & Lynch 2“ gut und schnell in sechs, sieben Stunden erledigt, in dieser Zeit werdet ihr auch die kleinen Neuerungen gesehen haben. Beispielsweise kann sich Lynch, den ihr fast ausschließlich kontrolliert, kurz vor dem Ableben noch ballernd Schutz suchen oder für flotte Vernichtung der Kontrahenten durch das Werfen von Feuerlöschern oder ähnlichen Gerätschaften sorgen. Maximal zwei Waffen dürft ihr bei euch tragen, getötete Gegner liefern neue Tötungswerkzeuge oder zumindest Munition. Naja, alles schon einmal erlebt – in anderen 3rd-Person-Shootern. Etwas völlig Neues gibt es bei „Kane & Lynch 2“ innerhalb der Solo-Kampagne schlichtweg nicht.

Nervig ist übrigens der sparsame Umgang mit Blut. Ich hätte mir ausnahmsweise mehr roten Lebenssaft gewünscht, denn so hätte ich wenigstens besser erkennen können, wann ich weiter entfernte Fieslinge treffe. Das Zielsystem ist nämlich häufig unpräzise. Jedenfalls halte ich es für sinnlos, wenn ich auf Wände ballere, die nicht zerstörbar sind – aber hinter denen sich Bösewichte befinden. Beschnitten wurde „Kane & Lynch 2“ in diesem Bereich übrigens nicht, einzig Ragdoll-Effekte wurden entfernt, und es ist in der hiesigen Version nicht möglich, Zivilisten als lebenden Schutzschild zu missbrauchen. Gegner dagegen schon, das ist ja auch okay. Noch etwas, was doof ist: Kane ist unsterblich, verlieren könnt ihr also nicht durch seinen Tod. Immerhin agiert er eigenständig und räumt häufig ganze Levels auf, wenn ihr lange genug wartet.

Auf Screenshots schlecht zu sehen, aber der Grafikstil fetzt!
Auf Screenshots schlecht zu sehen, aber der Grafikstil fetzt!

Ich liebe es zu meckern. Vor allem dann, wenn es letztendlich doch Positives zu berichten gibt, das etliche Schwächen relativiert. Und wer hätte es gedacht: Ich kann „Kane & Lynch 2“ wirklich etwas abgewinnen. Verantwortlich dafür ist der echt saucoole Look. Publisher Square/Enix bezeichnet dies als „Youtube-Stil“, ich würde es eher als „Shaky Cam“-Element bezeichnen, das im Filmbusiness schon seit einigen Jahren intensiv genutzt wird. Prominente Beispiele sind hier unter anderem „The Blair Witch Project“ oder „Cloverfield“. Im Spiel soll es den Anschein haben, als befinde sich hinter Lynch ein weiterer Darsteller, der eine Kamera bei sich trägt – und beim Rennen oder Schießen entsprechend wackelt, zittert oder ruckelt. Hat es Lynch zu sehr erwischt, spritzt gerne mal Blut an die Linse, das ist nett. Allerdings stimmen häufig Perspektiven nicht, was dezent an dem suggerierten Realismus kratzt. Aber die Art und Weise finde ich erstklassig, auch wenn ich vermute, dass IO Interactive mit den ausschweifenden Licht- und Unschärfe-Effekten nur die durchschnittliche Optik kaschieren wollte. Schaltet ihr diese Funktion nämlich in den Optionen ab, relativiert sich der angenehme Eindruck sehr schnell. Alles in allem bin ich jedoch mit dem Visuellen zufrieden, obwohl Kane und Lynch nicht sonderlich detailliert aussehen und die Animationen der Gegner aus der Pre-NextGen-Ära zu stammen scheinen.

Sehr witzig sind ein paar kleine Details, die man sonst eher aus dem Internet oder dem japanischen Fernsehen kennt: Pikante Körperstellen nackter Menschen oder Gegner, denen in die Köpfe geschossen wurden, werden verpixelt dargestellt. Ich fragte bei Square/Enix nochmals nach und erhielt prompt die Antwort: Das ist tatsächlich ein „künstlerisches“ Mittel und keine neuartige Methode, um die USK zufrieden zu stellen. Irgendwie passt das perfekt zum Spiel. Ich hätte mir wirklich mehr solcher Einfälle gewünscht, zumal sich „Kane & Lynch 2“ dadurch vielleicht hätte besser von der Konkurrenz abheben können. So hat mich der Titel häufiger zum Beispiel an „WET“ erinnert – nur ohne die fetzige Grindhouse-Atmosphäre samt cooler Musik. Sowieso wurde bei der Akustik massiv gespart und daher dominieren die schnell langweilig werdenden und sich ständig wiederholenden Sprüche der beiden. Und dass man in der Regel alle Feinde in einem Level töten muss, um weiter zu kommen – das ist doch nicht mehr zeitgemäß, oder?

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.
Im Launch-Trailer wird der überzeugende Grafik-Stil deutlich. Oder in der Demo, die es auf dem XBL-Marktplatz, im PSN sowie via Steam gibt.

„Kane & Lynch 2: Dog Days“ verfügt selbstverständlich über einen Koop-Modus, den ihr online nutzen könnt. Das gab‘s im Vorgänger noch nicht, heutzutage ist das eine Selbstverständlichkeit. Und hier stellt sich die Frage: Wieso sollte ich das Spiel mit einem Kumpel zocken wollen, wenn es auch viel besser mit einem „Gears of War 2“ oder zig anderen Titeln geht? Sicher, gemeinsam  durch die vorwiegend schmutzigen und düsteren Schlauch-Szenarien von Shanghai zu wandern, hebt den Spielspaß deutlich an, vor allem an einer Konsole. Aber besonders erinnerungswürdige Momente gibt es bei „Kane & Lynch 2“ einfach nicht. Gewaltige oder erwähnenswert schwierige Bosse? Fehlanzeige!  Ja, vor allem im Koop wird deutlich, dass es dem Spiel an Höhepunkten mangelt, sie einfach nicht vorhanden sind – abgesehen vielleicht von der Hubschrauber/Hochhaus-Mission zum Ende hin. Dadurch plätschern Geschichte und Action nur so vor sich hin, richtig warm werdet ihr mit den beiden Figuren wie gesagt eh nicht. Adrenalin wird höchstens dann erzeugt, wenn wieder und wieder Horden von Gegnern auf euch zuströmen, aus der Deckung heraus auf euch feuern und ihr euch langsam voran kämpft. Nur macht das noch Laune, wenn ihr das sieben, acht, zehn Mal überstanden habt? Immer die gleiche Vorgehensweise?

Nicht vergessen darf ich den „normalen“ Multiplayer. Und der ist in meinen Augen absolut spielenswert. Der „Fragile Alliance“-Ansatz ist überaus amüsant, denn ihr sollt im Team stehlen, Bomben platzieren und eventuell anderen Geld abluchsen. Diverse Erweiterungen („Undercover Cop“) und Abarten wie „Räuber und Gendarm“ oder der „Arcade-Modus“ zum Aufwärmen (ist im Grunde „Fragile Alliance“ für Einzelkämpfer mit KI-Kollegen) passen wunderbar zu dem dreckigen Stil und Hintergrund des Spiels. Genügend Maps stehen zur Verfügung, auf den Servern (XBL) war sogar schon vor dem offiziellen Verkaufsstart einiges los – was hoffentlich eine Weile so bleiben wird. Daher kann ohne weiteres gesagt werden, dass der Mehrspieler-Part eine Stärke von „Kane & Lynch 2“ ist, wenn nicht sogar DIE Stärke.

Arcade- und Multiplayer- Modi sind gegenüber der Solo-Kampagne äußerst unterhaltsam.
Arcade- und Multiplayer- Modi sind gegenüber der Solo-Kampagne äußerst unterhaltsam.

„Kane & Lynch 2“ muss sich von mir viel Kritik gefallen lassen, aber sie ist verdient. Nüchtern betrachtet fehlt es dem neuesten Werk der „Hitman“-Macher an Ideen. Nach höchstens einer Stunde wiederholen sich die Aufgaben, ihr macht halt immer den gleichen Scheiß. Ach, jetzt ergeben die Flüche von Kane und Lynch einen Sinn? Sie langweilen sich ebenfalls?  Fakt ist, dass der Grafikstil absolut gelungen ist und mir sehr zusagt. Davon würde ich zukünftig gerne häufiger etwas sehen – dann aber bitte von einem Entwickler, der auch gute Storys erzählen kann und mich nicht mit x-beliebiger sowie plumper Action langweilen möchte. Einzelkämpfer bekommen bei „Kane & Lynch 2: Dog Days“ einfach nicht mehr als gehobenen Genre-Durchschnitt.

Eine Ausnahme ist der Mehrspieler-Teil mit seinen unkonventionellen und spaßigen Ansätzen, die zeigen, dass die Produzenten doch kreativ sein können – wenn sie nur wollen. Für mich rechtfertigt ein feiner Multiplayer einen hohen Kaufpreis nicht. Aber seht ihr das anders, solltet ihr „Kane & Lynch 2“ auf jeden Fall eine Chance geben.

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Über Sven

Sven Wernicke ist Gründer von Polygamia.de. Geboren Ende der 1970er Jahre in Halle/Saale (damalige DDR), begann der erste Kontakt mit Computer- und Videospielen kurz nach der Wende....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 18. August 2010

12 Kommentare zu “Kane & Lynch 2: Toller Stil, stupides Spiel

  1. Pingback: Links des Tages 18-08-10 » Internet » ubbu.de

  2. quotentoter schrieb am :

    Hm, da bin ich ja mal gespannt. Der zweite Teil liegt hier noch erwartungsvoll, in der Hoffnung bald installiert zu werden. Momentan lässt mich Borderlands nicht :)

    Den ersten Teil fand ich richtig gut! Klar, die Technik war schon damals nicht die neueste, aber die Story fand ich beinahe filmreif. Hat mich ein bisschen an die Tarantino-Filme erinnert. Vor allem die Hauptdarsteller finde ich gut, nicht immer die schillernden, unschuldigen heroes, die sind doch in jedem game gleich. und das super-patriotische wie bei modern warfare hängt mir auch zum Hals raus.

  3. quotentoter schrieb am :

    Ich nochmal, derweil mit installierten Spiel. und auch schon durchgespielten Spiel? Ja, denn länger als 6h hat es wirklich nicht gedauert. Aber Spaß hat es gemacht, und wie :)

    Zur Grafik muss man nix mehr sagen….allerdings zu der Vertonung, bzw. den Dialogen. Ich finde dass zwischen den beiden Hauptcharas weitaus mehr Dialoge stattfinden, als in anderen Shootern (oder den o. a. Kraftausdrücken). Nicht nur die Stimmwahl ist gut, sondern auch die Vielfältigkeit.

    Was die mangelnden Bosse angeht: ich vermisse die nicht. Im Gegenteil, so bleibt das game "halbwegs" realistisch (mal abgesehen von den immensen Gegnerhorden, die es wegzuputzen gilt).

    Ich sehe den Shooter eher als solide und nicht stupide. Langeweile hatte ich auch nicht. In der kurzen Gesamtspielzeit auch kaum möglich.

    Was ich allerdings nicht verstehe, warum man die Idee aus Dead Men mit den Adrenalinspritzen hier nicht weitergeführt hat….nur das Lynch seine Pillen benötigt? Wo sind die Szenen, die in den Ankündigungstrailern zu sehen waren? Wahrscheinlich sind die DLCs schon fertig und warten nur zum Halloween bzw. Weihnachtsgeschäft darauf losgelassen zu werden.

  4. Zeuslike schrieb am :

    So, Ich habe das Spiel gerade duchgespielt.

    Ich finde dass das Spiel echt schlecht ist. Das Gameplay ist mieserabel, die story schlecht und lachhaft, und die Effekte findet ich kein wort was schlecht genug wäre. Das spiel ist nicht mal halb so gut wie der erste Teil. Es ist einfach nur ein rumgeballer ohne Spaß. Ich habe es eigentlich auch nur durchgespielt, weil ich dafür bezahlt habe.

    Also ich würde ich raten kauft euch was, nur nicht das Spiel.

  5. @Zeuslike Schlechte Effekte? Meinst Du den Grafikstil? Den finde ich aber wirklich cool..wobei natürlich die Grafik selbst in keinem Fall mehr zeitgemäß ist! Und probier mal den Multiplayer..der ist wirklich spaßiger als der Solo-Teil..den ich ebenfalls nicht gut finde.

  6. darkEgon schrieb am :

    also ich glaube nicht, dass schon jemals ein spiel rausgekommen ist. bei dem ich mich so schnell und so intesiv mit einem spiel-protagonisten identifizieren konnte als in diesem spiel …

    aber naja der 0815 eiskalte schmierlappen oder auch der muskulöse frauenheld als spielfigur spricht ja schon wirklich an.

    raue, gewalttätige oder kaputte charaktere kommen uns nicht ins barbie wohnhaus!!

    alles klar ..

    • Das ist kein Plugin, das ist ein offizieller Javascript-Code von Facebook. :) Das "Drumherum" stammt vom verwendeten Template (CSS, Überschriften etc.). Den Code findest Du auf der FB-Seite..halt irgendwo. Ist immer furchtbar versteckt.

  7. Mir hat Kane & Lynch 2 gut gefallen. Die Präsentation ist ein Geniestreich, da nicht nur die Optik sehr auf den DV-Amateurlook getrimmt wurde (die simulierten Makel sind bis auf die Perspektive sogar technisch korrekt) sondern auch der Ton erstklassig bei diesem Konzept berücksichtigt wurde. Rennt man beispielsweise, so hört man durch die schnelle Laufbewegung erzeugte Windgeräusche am Mikrofon. Schreie sind oft übersteuert. Manchmal hört man Störeffekte von Handysignalen. Und und und. Audiovisuell hat mich Dog Days völlig aus den Latschen gehauen.

    Was das Spiel betrifft: Mich stört es nicht sonderlich, dass es "nur" ein Shooter ist. Schießereien in Videospielen leben sehr von der Aufmachung, und zumindest bei mir hat das funktioniert – vielleicht auch, weil ich über Kopfhörer gespielt habe. Da fand ich die Kreuzfeuer-Situation ziemlich erdrückend und war froh um jeden Meter, den ich mir erkämpfen konnte.

    Ich stimme allerdings zu, dass die Dramaturgie nicht sonderlich gelungen ist. Ich hatte schon beim ersten Spiel kein Problem damit mich für die Dauer des Spiels in die Rolle der Verbrecher zu versetzen (zumal es interessant gezeichnete Anti-Helden-Figuren sind), aber die eigentliche Handlung war sehr, sehr dünn und anti-klimatisch. Bis zu dem Punkt, an dem beide gefoltert werden, habe ich Dog Days als sehr spannend empfunden, doch dann war sämtliche Motivation bezüglich der Geschichte für mich Weg. Ich hätte gerne mehr persönliche Gründe für all das Spektakel behabt, mehr von den Figuren erfahren. Leichen aus der Vergangenheit, Probleme in der Gegenwart, Sorgen für die Zukunft. Davon hat man in Dog Days sogar noch weniger als in Dead Men, und DAS obwohl man sogar in die Rolle des Psychopaten schlüpft. Bis auf ein paar eingestreute Selbstgespräche wird seine Perspektive nämlich gar nicht richtig ausgenutzt. Jammerschade!

  8. Anubis115 schrieb am :

    Also ich stimme Zeusklike in allen Punkten zu!
    Hatte nach 15min schon keine Lust mehr, weil ich schlichtweg vom Gameplay und den Verpixelungen so enttäuscht war. Wieso verpixeln? Wollen die mich verarschen? hab ich mir gedacht… Da kauft man sich die UK-Version und bekommt so einen Schund!
    Und dann das Gameplay. Die Neuerungen finde ich eher hinderlich, als hilfreich und war so enttäuscht, dass es nicht wie bei K&L1 war…
    Egal, genug aufgeregt. Ich kann nur vom Kauf abraten!!! Hätte mir mal vorher ein paar Rezensionen durchlesen sollen… Pech!

  9. Konservierungsstoff schrieb am :

    Ich habe das Spiel auf Onlive gespielt. 25 Minuten lang, dann wurde es langweilig.

    Immer das Gleiche, keinerlei nennenswerte Abwechslung.

    Gut, daß es wenigstens kostenlos war.

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