Ein Leben ohne Spiel?!
…und ein Extraleben!
Gegen das Vergessen
Und es gibt Antworten
Nein! Das ist nicht gut!
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Wisst ihr, was ich an diesem Freitag machen werde? Ich gehe zum hiesigen Fachgeschäft und kaufe mir “Far Cry 3: Blood Dragon” für den PC. Warum ich das tue, obwohl ich bereits einen Rezensionscode für die Xbox-360-Version fleißig gebraucht habe? Weil ich unbedingt die beiliegende Soundtrack-CD haben will. Den ganzen Artikel lesen »
Kürzlich las ich im englischen „GamesTM“-Magazin einen Testbericht zum jüngsten „God of War“-Spiel „Ascension“. Das Spiel kam erwartungsgemäß sehr gut weg und wurde sogar zum bislang besten Serienteil gekürt.
Früher, da war alles so einfach. Ein japanisches Rollenspiel war ein Hit, eine Filmumsetzung Müll und Nintendo-Produkte das Non-Plus-Ultra. Selbst als mit Nintendo 64 und GameCube die Verkaufszahlen mal nicht so dolle waren, da sicherten exklusive Top-Hits (z.B. “Super Mario 64″ oder “Metroid Prime”) den Kult-Status sowie der Handheld-Markt die finanzielle Zukunft.
Eines muss ich Konami lassen: Sie wissen, wie man belächelte “Metal-Gear”-Charaktere nachhaltig interessant macht. Im leicht umstrittenen zweiten “Solid”-Teil kam nicht jeder Neuling gut an – ich sage nur Vamp, die La-li-lu-le-lo (wer das auswendig fehlerfrei aufsagen kann, der ist ein echter MGS-Freak), Liquids Arm und natürlich Raiden.
Drei Monate lang lebte ich in Angst. Ich lebte in der Angst, nach 30 Jahren endgültig gesättigt zu sein. Mich könne nichts mehr überraschen, mich könne nichts mehr ehrlich überzeugen – außer es steht “Independent“ plus “Mindfuck“ drauf.
Vielleicht benehme mich manchmal wie eins, aber: Ich bin kein Kind mehr. Graue Barthaare, irgendwas über 30 Jahre alt und im Wohn- sowie Arbeitszimmer stapeln sich die Videospiele, Konsolen und Filme. Ich bin, und das weiß ich ganz sicher, einer von vielen Männern der Gegenwart.
Aus! Schluss! Vorbei! Disney schließt LucasArts. Was mir vielleicht vor 10 Jahren noch einen Herzinfarkt beschert hätte, das entlockt mir heute allenfalls ein Fünkchen nostalgischer Wehmut. Der Abstieg von einem nahezu sicheren Hit-Garanten zu einer Maschinerie austauschbarer 08/15-Star-Wars-Lizenzspiele ist beispiellos und eigentlich unendlich traurig.
Ach, die 1990er. Das waren noch Zeiten, in denen ich von Spielen träumte, die so real wie die Realität aussahen. Bereits solch Urgesteine wie David Cranes “Ghostbusters“, Ron Gilberts “Maniac Mansion“ oder Dave Fox “Zak McKracken“ hegten in mir den Wunsch, dass es so cool wäre, wenn die Grafik einem Kinofilm gleiche.
“Tomb Raider“ ist das nächste Mitglied einer inzwischen nervigen Gruppe voller Reboots sowie Neuinterpretationen bewährter Serien. Die Angst vor dem kapitalen Flop schlägt immer höhere Wellen, weshalb nun die letzte Bastion des Kletterns und des Kraxeln fallen musste.
Das hat doch alles keinen Sinn! Andreas dachte bereits über das Ende von Electronic Arts nach, jeder beschwerte sich über das Server-Chaos – was soll ich da noch zum neuen „SimCity“ sagen? Vielleicht, dass ihr im schlimmsten Fall knapp 50 Euro für ein oberflächliches Casual-MMOG bezahlt, das in erster Linie eh für Solisten gedacht ist? [...]
Wolkenstädte ohne JRPG-Kitsch, ein satirisch-böser Blick auf die amerikanische Geschichte, Ballerei mit Grips – ähnlich wie sein Vorgänger soll “Bioshock Infinite” das einlösen, was uns die Spielbranche seit Jahren verspricht: erwachsen zu werden.
Eigentlich war es ja klar: Als Double Fine vor gut einem Jahr diesen sensationellen Erfolg feierte und Spendengelder von über drei Millionen US-Dollar zusammen bekam, da guckte der Pferdefuß bereits um die Ecke und grinste hämisch.
Jetzt habt ihr die Karre richtig an die Wand gefahren. Offensichtlich müsst ihr jetzt sogar eure Marketingmassnahmen einschränken, um das “SimCity”-Desaster einzuschränken. Wieviele Käufer gehen euch dadurch verloren? Himmel, wenn ihr nicht auf dieses bekloppte Always-online-DRM gesetzt hättet, würde “SimCity” wohl eines der meist verkauften Spiele des Jahres sein.
Endlich ist es da, dieses Wow-Gefühl von dem so viele Schwärmen. Bisher hat mich Cryteks Shooter-Reihe eher kalt gelassen. Zu technikfixiert, zu bieder, zu langweilig. Dem Gesetz der Serie zum Trotz macht “Crysis 3″ nun fast alles besser.
Mark Wahlberg sagt: “We have a tie!“ und alle Oscar-Blogger weltweit: “KREISCH!!!“. Oder besser: “SCHEISSE, MEIN TIPPSCHEIN!!“
Wenn ihr mit irgendjemanden über die Oscar-Verleihung reden solltet und dieser jemand den Patt in der Kategorie Tonschnitt als größte Überraschung bezeichnet, dann wisst ihr: Ihr habt einen echten Geek vor Augen.
Wenn das Rennen um die Academy Awards 2013 eines gezeigt hat, dann dass wir Oscar-Watcher wirklich leicht zu begeistern sind. Unter normalen Umständen müsste es eine langweilige und ähnlich wie vor vier Jahren vorhersehbare Verleihung geben, als “Slumdog Millionär“ nicht aufzuhalten war.