10

Comic Invasion Berlin 2015: Wo regional automatisch international bedeutet

Geschrieben von Lara

Die Comic Invasion Berlin hat sich innerhalb weniger Jahre vom Geheimtipp zum Liebling der Indie Comic-Szene entwickelt. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen. Aber sowohl Besucher als auch Aussteller nannten mir die familiäre Atmosphäre als besondere Eigenschaft der Messe auf dem Urban Spree Gelände.

In den letzten Wochen stimmten mehrere sogenannte Satellite Events an verschiedenen Punkten in der Stadt mit Lesungen und Ausstellungen auf die Convention ein. Super Idee! Für mich waren das lauter kleine Aufwärmerli, die mich wie auf ein Stafffelfinale einer Serie heiß machten. Außerdem traf ich schon vorab Leute und lernte welche kennen, die ich an anderen Tagen wieder sah. Schön so.

Länger und enger

Zum ersten Mal ging die Invasion zwei Tage statt nur einen Tag, und das hat ihr nich geschadet. Auch am Sonntag war sie propenvoll, genau wie das Programm. Das war allerdings ein bisschen das Problem. Denn so schön ich es fand, draußen im Rumlungerbereich bei einem Kaltgetränk meine neu erworbenen Schätze zu lesen, so unangenehm war es drinnen. Dicht an dicht drängten und schoben sich die Menschen von Stand zu Stand. Ich hatte kaum Ruhe und Luft, mich länger mit den ausgebreiteten Kostbarkeiten zu beschäftigen. Die ganzen Zeichner, Autoren und Illustratoren, die stundenlang an ihrem Tisch hockten und trotzdem gut gelaunt ein Schwätzchen mit mir hielten, verdienen dafür einen großen Respekt. Für 2016 müssen sich die Veranstalter definitiv etwas überlegen, die Menschenmassen besser zu verteilen oder die Fläche irgendwie zu erweitern.

Toll fand ich auch das Live Drawing auf der Bühne, das sehr gut angenommen wurde. Es ist immer spannend, Leuten beim Zeichnen zuzuschauen. Außerdem war ich bei einem kleinen Workshop zu “Frauen in Comics”, der sympathisch und nett gestaltet, aber eher für Neulinge in dem Thema gedacht war (mehr dazu in den Links unten). Musikalisch gab es was auf die Ohren. Das Miniaturorchester war wieder anwesend, welches flächenddeckend gute Laune verbreitete. Den anderen Künstler etwas später am Abend fand ich nicht so gut, das war eher exzentrisches Improgedöns.

Für mich war es eine herrliche Zeit und ich freu mich jetzt schon auf nächstes Jahr. Und damit ihr einen besseren Eindruck von der Sache bekommt, gibt’s jetzt noch einen Haufen Bilder und darunter ein Gewinnspiel!

Gewinnspiel!

Wenn ihr die Polygamia-Edition des CIB2015-Fanpakets mit allerlei Comic-Krams und Überraschungen gewinnen wollt, müsst ihr nur folgende Frage beantworten:

Wie heißt der mächtigste Superheld der Hauptstadt?

Schreibt’s in die Kommentare und wir losen die Gewinnerin oder den Gewinner aus!

Der Einsendeschluss ist der 3. Mai 2015, 23.59 Uhr

Was befindet sich im Beutel? - Jede Menge Comickrams!
Was befindet sich im Beutel? – Jede Menge Comickrams!

Links

Über Lara

Lara wurde in den 1980er Jahren geboren und entdeckte ihre Gaming-Leidenschaft schon früh als kleine Stöpseline. Schuld daran hat ihre Großmutter, die ihr zu Weihnachten 1991 einen GameBoy schenkte...[weiterlesen]

Veröffentlicht am 28. April 2015

10 Kommentare zu “Comic Invasion Berlin 2015: Wo regional automatisch international bedeutet

  1. Peter "Dracun" O. schrieb am :

    Denke mal nicht das es “Mutti Merkel” ist *hust*

    Könnte natürlich Captain Berlin sein .. :D

    Und nun zum Artikel:
    Ein toller kurzer Bericht ;)
    Fotos sind auch toll geworden. Ich freue mich ja hier in Köln immer auf die Intercomic (http://www.comicmesse-koeln.de/)
    ist zwar mehr eine Art Retro-Comic-Verkaufs-Börse, aber ich find sie toll. Vor allem da viele kwimbi Künstler vertreten sind (http://www.comicmesse-koeln.de/kunstler/ Zeichner vom Rhein anklicken) und diesmal werde ich mir noch einige Zeichnungen ins Heft holen .. :D

  2. Strittig diese Frage… aber ich tippe auch mal auf Captain Berlin, da der wohl der bekannteste (und mächtigste?) Superheld der Hauptstadt ist… Ehm ja… :D

  3. Pingback: Polycast #116: Comic Salon Erlangen 2018 | Polygamia

Kommentar schreiben