Artikel mit Tag: Spielejournalismus
Das hat doch alles keinen Sinn! Andreas dachte bereits über das Ende von Electronic Arts nach, jeder beschwerte sich über das Server-Chaos – was soll ich da noch zum neuen „SimCity“ sagen? Vielleicht, dass ihr im schlimmsten Fall knapp 50 Euro für ein oberflächliches Casual-MMOG bezahlt, das in erster Linie eh für Solisten gedacht ist? [...]
Kürzlich kündigte ich auf Facebook Andys Artikel “Das Jahr der wahren Killerspiele” etwas flapsig mit “Überall Killerspiele” an. Das hat nicht jedem Leser gefallen. Zugegeben, ich hatte die Klammer um “Killer” vergessen.
Als ich in dieser Branche anfing zu arbeiten, da hatte ich klare Ziele vor Augen: Meine Texte sollten den Enthusiasmus der alten Happy Computer-Tage reanimieren, gleichzeitig gerüstet für die Moderne sein und vor allem eine Brücke von der Vergangenheit zur Gegenwart schlagen.
Ich las letztens einen Testbericht über „Dead or Alive 5“. Mir gefielt er nicht, unter anderem weil der Autor die wabbelnden Brüste der weiblichen Spielfiguren doof fand. Das ist normalerweise okay, da seine persönliche Meinung. Aber ist diese Auffassung in dem konkreten Fall nicht oberflächlich?
Wie konnte es nur so weit kommen? Das Leben schreibt viele Dramen, steckt voller Entscheidungen und fataler Wendungen. Das Schicksal des Jungen, von dem ich euch hier und heute erzählen möchte, begann streng genommen vor exakt 30 Jahren: Die Firma Commodore veröffentlichte ihren neuesten Computer, den C64.
Es ist nah. Langsam lugt es aus Blighttown, den Laboren Sarif Industries und den Tiefen Raptures hervor. Kein Elitesoldat, kein Dovahkiin und kein Klempner wird daran etwas ändern. Die E3 hat nämlich wieder einmal gezeigt, dass den Machern nichts mehr einfällt, die Gamescom steht vielleicht vor dem Aus und Sega macht die europäischen Niederlassungen dicht.
Gratwanderung-Alarm: Mein heutiges Thema ist ein echtes Minenfeld. Warum? Weil ich über meinen Beruf sprechen möchte, den ich eigentlich niemals wirklich gelernt habe. All das, was ich in den letzten neun Jahren geschrieben habe, entstammt der reinen Eigenerfahrung sowie autodidaktischem Lernen mittels bereits verfasster Berichte.
Das meinen zumindest die Profis. Die Gamescom sortiert die Blogger aus und in der neuen Pixelmacher-Sendung geht’s um Blogger vs. Industrie. Im Trailer zur Sendung melden sich Jens Quentin von Gameswelt.de und Fabian Döhla von Sega provokant zu Wort. Es geht um Zielgruppen, Meinungsfreiheit und elitäres Gelaber.
Kurz vor Weihnachten der Schock: Der geistige Kopf Fumita Ueda (“Ico”) verlässt sein neuestes Spiel “The Last Guardian”. Kurz darauf lässt Gamestop durchsickern, dass Sony das Spiel eingestampft hat und unmittelbar darauf folgt das Dementi des Publishers.
Verflucht. Klick. Klick. Mensch! Klick. Klick. Ey, geht’s noch? Klick. Klick. Klick. Boah! Klick. Seufz. Klingt nach einem schlechten Spiel? Nö. Aber nach einer schlechten Webseite.
Normalerweise habe ich das Gefühl, bestens über Spiele informiert zu sein. Klar, ich sitze quasi an der Quelle, verdiene unter anderem mein Geld mit der digitalen Zerstreuung und habe auch privat meinen Spaß auf Konsolen und dem PC. Doch was passiert, wenn ich mich freiwillig von meinem Hobby, meiner Leidenschaft, meinem Beruf abwende?

