Artikel mit Tag: Activision Blizzard
Ich kapiere es einfach nicht. Was wollen sie eigentlich? Erst machen sie ganz dick auf Gangsterboss, dann nehmen Sie dem kleinen David den Vater weg, lassen aber den Mörder ihrer Schwester leben. Warum soll denn der Junge mit Ihnen leiden? Sein ganzes Leben lang? Und warum die Präsidentin?
“Diablo 3″? “Diablo 3?” Ach, da war ja was. Ein Spiel, das sich in gefühlten zehn Sekunden weltweit millionenfach verkaufte. Blizzards alte, neue Cashcow hatte mit üblen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Der Fluch der Technik sorgte für erschütterte Junkies – wie zum Beispiel die Amazon-Kundenrezensionen verdeutlichen.
Eigentlich will ich “Modern Warfare” gar nicht verteufeln. Im Gegenteil: Wahrscheinlich ist Infinity Wards Militärshooter neben “World of Warcraft” das einflussreichste Computerspiel der letzten Jahre. Trotzdem sehe ich diese Tatsache heute eher nüchtern, meine Liebe ist schon lange erloschen.
Gelegentlich brauche ich meine Ruhe! Nicht von Spielen, sondern beim Spielen. Ihr würdet vielleicht zum nächstbesten Shooter greifen und ein paar Köpfe zum Zerplatzen bringen. Mich dagegen zieht es seit jeher zu seichter, kunterbunter Unterhaltung.
Was ich mir vom Spielejahr 2011 wünsche: mehr Mut, mehr Innovation, mehr Konsequenz. Vor allem aber wünsche ich mir Entwickler, die ihr Medium ernst nehmen und nicht nur sagen: Es ist doch nur ein Spiel.
Ein Angelspiel mit Plastikangel? Das klingt fast nach einem Comeback des genialen SEGA Bass Fishing. Nur macht Rapala Pro Bass Fishing auch so viel Spaß wie die alte Vorlage von der Dreamcast?
Völlig voreingenommen wagte ich mich an „Call of Duty: Black Ops“ heran. Welche Erwartungen hatte ich schon nach „Modern Warfare 2“, das mich von Anfang an langweilte und dann noch diese fragwürdige Flughafenszene präsentierte?
Aus. Vorbei. Besucherrekord. Mit knapp 255.000 Besuchern konnte die Gamescom in Köln den Erfolg aus dem Vorjahr bestätigen. Über 500 Aussteller zeigten an die 200 Spielepremieren – obwohl die Branche in Deutschland das erste Mal einen Umsatzrückgang verbucht hat.
Nüchtern betrachtet ist die Geschichte der Transformers wirklich unglaublich bescheuert und typischer 1980er Jahre Murks: Irgendwelche riesigen Maschinen, die wie Menschen denken und handeln, können sich in Fahr- oder Flugzeuge verwandeln und leben auf einem technisierten Planeten…
Wie viel Sympathie für ein Unternehmen ist nötig, um Produkte von diesem zu kaufen? Muss man EA mögen, damit man zum nächsten „Need for Speed“ greift? Oder spielen einzig und allein die Qualität und das Grundinteresse eine Rolle? Was soll man von “Call of Duty: Black Ops” halten?
Drollig: Deutschen Spielejournalisten war es egal, dass “Resident Evil 5″ rassistische Tendenzen hat oder das Schlagringe als Spielegadgets verschickt werden, aber bei einer Flughafenszene in “Call of Duty: Modern Warfare 2″ (ActivisonBlizzard) erahnen sie den Untergang des Abendlandes.

