7

Super Marios (tote) Konkurrenz

Geschrieben von Daniel
Super Marios (tote) Konkurrenz

„Super Mario“ feierte seinen 30. Geburtstag. So erfolgreich wie Nintendos Klempner sind aber nur die wenigsten Figuren. Wir haben einmal geschaut, was aus der einstigen Konkurrenz wurde…

Sonic

Geburtsjahr: 1992
Todesgrund: Technisches Unvermögen

Marios beinahe natürliches Gegenstück der Jump’n’Run-Zuordnung heißt Sonic und war viele Jahre Segas Stänker-Maskottchen. Während der fette, italienische Klempner im Pilzkönigreich magische Schmwammerl verdrückte und auf Beinen daher trottende Pilze wie auch grenzdebile Reptilien aus dem Weg räumte, überzeugte Sonic mit Geschwindigkeit und Coolness.

Kult! (Bild: Sega)
Kult! (Bild: Sega)

Mag ja sein, dass sich Nintendo bei den „Super Mario“-Spielen in Sachen Leveldesign ordentlich reinkniete – doch Sonic war schneller, cooler, sollte ursprünglich in einer Rockband spielen und stellte von daher für Kids mit Erwachsenen-Attitüde eine willkommene Alternative dar. Die Schnelligkeit diente Sega aber auch dazu, die Leistung seiner 16bit-Konsole MegaDrive unter Beweis zu stellen. Die ersten drei Spiele waren toll, die Sidekicks (Fuchs Tails, Echidna Knuckles, Metal Sonic und Endgegner Robotnik/Dr. Eggmann) charmant.

Einige Jahre konnte Sonic dem Nintendo-Klempner die Stirn bieten, dann folgte der kolossale Saturn-Flop (und nur eine Handvoll grottiger Sonic-Games) und die vermeintliche Wiederauferstehung auf der Dreamcast, Segas letzter Heimkonsole.

Oh Gott! Was ist nur aus Sonic geworden? (Bild: Sega)
Oh Gott! Was ist nur aus Sonic geworden? (Bild: Sega)

Das Vorzeigespiel „Sonic Adventure“ war technisch über jeden Zweifel erhaben und vereinte viele Wow-Momente. Spielerisch aber war die Luft raus, Sonics Wechsel vom platten 2D in dreidimensionale Gefilde tat dem Spielkonzept einfach nicht gut. Was folgte, das war ein Nachfolger mit aufgeblähter Story und wirrer Kameraführung, Auftritte auf den Konsolen der einstigen Konkurrenz und eine Reihe fragwürdiger Ableger, von denen die „Sega Allstar Racing“-Reihe noch die meisten Fans fand. Und dann war da noch „Sonic Boom“ – Sonic trägt ein modisches Halstuch, Fuchs-Kumpel Tails eine Werkzeugtasche, Echidna Knuckles wurde augenscheinlich jahrelang mit Steroiden behandelt. Eine gruselige Truppe, der zu Recht der kommerzielle Erfolg verwehrt blieb.

Gut wurde und wird Sonic immer dann, wenn er in 2D durch die Green Hill Zone rast. Diese Spiele sind mittlerweile recht selten und locken auch nur noch die Hardcore-Fans an. Sonic ist daher mittlerweile ohne größere Relevanz.

Crash Bandicoot

Geburtsjahr: 1995
Todesgrund: Ars Vivendi

Naughty Dog machen ja mittlerweile lieber spielbare Kinofilme, vor zwei Jahrzehnten war das Studio aber vor allem für die knuffige Beutelratte Crash Bandicoot bekannt. Der avancierte in der Frühphase der ersten PlayStation zu einem Quasi-Maskottchen und ließ die Münder herunterklappen. Während sich Nintendo mit dem SuperFX-Chip auf dem betagten Super Nintendo abmühte, einige Polygone auf den Schirm zu zaubern, begeisterte Crashs Dschungel-Setting mit einem Overkill an Polygonen, Texturen und Effekten, dass Nintendo schlecht werden musste. Vom 3D-Plattformer „auf Schienen“ wurden Crashs Abenteuer offener sowie vielfältiger und gipfelten schließlich im dritten Teil, der bis heute als der beste der Reihe gilt.

Das erste Abenteuer war eine technische Überraschung. (Bild: Gamepresso.com)
Das erste Abenteuer war eine technische Überraschung. (Bild: Gamepresso.com)

Crashs Abstieg begann mit dem Wechsel von der ersten zur zweiten Generation der PlayStation und dem Verkauf der Marke an Vivendi. Die produzierten ein Crash-Spiel nach dem nächsten und konnten weder die technische Vorreiterrolle erneut für sich beanspruchen (hierfür gab es Naughty Dogs „Jak & Daxter“ und Insomnics „Ratchet & Clank“), noch die verbliebenen Fans begeistern.

Heute tigert Crash womöglich vollkommen vereinsamt durch den Dschungel. Genaues weiß man nicht. Gesehen wurde er seit Jahren nicht mehr.

Gex

Geburtsjahr: 1995
Todesgrund: Unterkühlt

Als Eidos noch ein britischer Publisher war und nicht der japanischen RPG-Maschinerie Square Enix gehörte, machten die tolle Spiele, die leider in Vergessenheit gerieten. Beispielsweise „Deathtrap Dungeon“, was keine Sau mehr kennt. Oder eben „Gex“. Der rotzfreche Gecko sprang und kämpfte sich im Original von 1995 auf 3DO und PlayStation in die Herzen der Spieler.

Der Wechsel von 2D auf 3D bekam der Echse aber genauso ungut wie Sonic. Auf dem N64 noch verschämt als Alternative zu „Super Mario 64“ genannt, wollte das Machwerk auf der PlayStation niemand mehr spielen, auf dem PC waren nur Besitzer einer Voodoo-Karte eingeladen.

Das Beste an "Gex 3: Deep Cover Gecko" waren noch die Werbeanzeigen. (Bild: Square Enix)
Das Beste an „Gex 3: Deep Cover Gecko“ waren noch die Werbeanzeigen. (Bild: Square Enix)

Die Veröffentlichung von „Gex 3: Deep Cover Gecko“ (1999) bekam schon niemand mehr mit, der Titel ging im Wust der Open-World-Plattformer gänzlich unter. Klasse hingegen war der Ableger für den Gameboy Color, der sich auf der originale Konzept der Reihe besann. Ihr wusstet gar nicht, dass es für Nintendos Handheld ein „Gex“ gab? Dann habt ihr ja eine ungefähre Vorstellung davon, wie beliebt der Gecko noch war…

Banjo-Kazooie

Geburtsjahr: 1998
Todesgrund: Mit dem Selbstbau-Flugzeug abgestürzt

Taschentücher bereithalten, denn nun kommt eine der ganz, ganz großen Marken aus dem Hause Rare. In „Banjo-Kazooie“ steuert ihr einen Banjo spielenden Bären als auch die das Kazoo trötende Vogeldame, die es sich im Rucksack von Meister Petz gemütlich macht. Zusammen macht ihr euch auf, Banjos kleine Schwester aus den Fänger einer gemeinen Hexe mit Vorliebe für Reime zu befreien. Bis dahin ist es ein langer, beschwerlicher Weg, der gepflastert ist mit nur allzu kaputten Charakteren und herausfordernden Aufgaben. „Banjo-Tooie“ setzte des Konzept fort und erweiterte die Spielwelt.

Bild eines langsamen Todes: Teil drei besiegelte das Schicksal des Duos Banjo-Kazooie. (Bild: Microsoft)
Bild eines langsamen Todes: Teil drei besiegelte das Schicksal des Duos Banjo-Kazooie. (Bild: Microsoft)

Zu erleben sind die Klassiker neuerdings in der „Rare Replay Collection“, waren die Titel vor 17 Jahren  absoluter Status Quo des Jump’n’Run-Genres und waren die vielleicht einzigen Titel, die „Super Mario 64“ ebenbürdig waren. Dass Banjo und Kazooie trotzdem hier aufgeführt werden, hat einen Grund: „Nuts & Bolts“. Unter diesem Titel wurde der dritte Teil der Reihe veröffentlicht und killte die gute Basis mit einem der nutzlosesten Features seit der Erfindung des Videospiels: Ihr konntet aus Bausteinen Flug- und Fahrzeuge bauen, um die mannigfaltigen Aufgaben zu lösen. Klingt toll? Dann habt ihr das Spiel nie gezockt, denn es war alles als spaßig oder gewinnbringend. Mit dem erfolglosen dritten Teil wurde die Reihe denn auch eingestellt. Klappe zu, Bär und Vogel tot.

Oder doch nicht? Der Geist von „Banjo-Kazooie“ lebt fort. Im Ex-Kickstarter-Projekt „Yooka-Laylee“ will ein Teil des Original-Rare-Teams ein neues Open World-Spiel auf die Beine stellen, welches das Erbe des alten Rare-Studios fortführen soll.

Spyro

Geburtsjahr: 1998
Todesgrund: An Plastik erstickt

Während Naughty Dog „Crash Bandicoot“ ins Rennen um die Jump’n’Run-Krone schickten, hat Insomniac den lila Drachen Spyro erfunden. Der hatte den Vorteil, dass seine Abenteuer bereits im Vorfeld als 3D-Open-World-Spiele geplant waren. Der Spielfluss war ordentlich, die Levels ansprechend, der Grafikstil charmant und hervorragend an die technischen Möglichkeiten der PlayStation angepasst.

Drei Serienteile genügten, um seinen Status auf Sonys Heimkonsole zu festigen. Doch leider wurde auch Spyro ein Opfer des Aufkaufs durch Vivendi. „Enter the Dragonfly“ war noch gut, der Rest stank ab.

Nur noch einer von vielen. Drache Spyro fristet heute ein Dasein als Sammelfigur. (Bild: Activision)
Nur noch einer von vielen. Drache Spyro fristet heute ein Dasein als Sammelfigur. (Bild: Activision)

Den Tiefpunkt seiner Karriere erlebte der lila Drachen in „Skylanders – Spyro’s Adventure“. Hier noch dezent in den Fokus gerückt, machte die wenig niedliche Neugestaltung der geschuppten Echse eine Zweitkarriere als Sammelfigur und ist unter den Dutzenden Skylander-Figuren nur einer von vielen. Wir hoffen ja noch darauf, dass Spyro irgendwann wieder ein eigenes Abenteuer bestehen wird – haben aber angesichts der Milliardenumsätze mit Skylanders wenig Hoffnung…

Blinx

Geburtsjahr: 2002
Todesgrund: Angst vor Staubsaugern

Sony hatte Crash und Spyro, Nintendo bekanntermaßen Mario. Und Neueinsteiger Microsoft brauchte schon aus Prestigegründen ein eigenes, hüpffreudiges Maskottchen. Das wurde – Gottlob! – nicht der Master Chief aus Halo, sondern die Katze Blinx. Der rotfellige Wieselflink brachte als Erkennungsmerkmal einen Staubsauger mit, der die Zeit manipulieren konnte.

Spielerisch interessant - aber nur für die Presse: "Blinx". (Bild: Microsoft)
Spielerisch interessant – aber nur für die Presse: „Blinx“. (Bild: Microsoft)

Die Idee klingt bekloppt, machte in der Praxis aber einiges her und führte dazu, dass sowohl der erste als auch der zweite Teil der Reihe gute Wertungen einfuhren. Die Presse war entzückt, die Spieler ließen die Zeitreise-Abenteuer links liegen, weshalb Microsoft den Stecker zog und die Katze ins Archiv abschob.

Dort fristet sie ihr Dasein mit 24/7-Fellpflege und kotzt zur Abwechslung gerne das ein oder andere Haarknäuel.

Croc

Geburtsjahr: 1998
Todesgrund: Weiß niemand, denn keiner kennt Croc

„Croc“ ist ein Sonderfall der Videospielgeschichte. Denn das 32bit-Krokodil hat eine verblüffende Ähnlichkeit zum Mario-Reittier Yoshi und sollte ursprünglich tatsächlich ein 3D-Abenteuer mit der grünen Echse werden. Nachdem die Entwickler den Prototypen vorstellten, handelten sie sich eine Abfuhr Nintendos ein und entwickelten das Spiel für die PlayStation 1 und PC statt für das N64.

Knuffi-Kroko Croc in einem seiner Abenteuer. (Bild: thekoalition.com)
Knuffi-Kroko Croc in einem seiner Abenteuer. (Bild: thekoalition.com)

Obwohl der Titel gute Kritiken einfuhr und durch seine charmante Präsentation einige Fans fand, wurde die Serie nach dem zweiten Teil bereits eingestellt. Mit etwas mehr Budget und Zeit hätte „Croc“ eine große Nummer werden können und bleibt so nur eine Fußnote in der Spielegeschichte.

Sackboy

Geburtsjahr: 2008
Todesgrund: Filzläuse

Eine der jüngsten gescheiterten Hüpfspiel-Existenzen ist Sackboy. Angesichts der Veröffentlichung von „LittleBigPlanet 3“ im vergangenen Winter eine gewagte Aussage, aber die Begründung folgt sogleich. Nachdem sich Spyro und Crash von der Maskottchenbühne verabschiedeten und die Duos“ Jak & Daxter“ bzw. „Ratchet & Clank“ das Vakuum nicht füllen konnten, wurde die Filzpuppe Sackboy als Star der PlayStation 3 präsentiert.

Ja, heul doch! (Bild: Sony)
Ja, heul doch! (Bild: Sony)

Ein Maskottchen mit hohem Niedlichkeitsfaktor, zweifelsohne. Aber auch eines, das durch seine Reihe „LittleBigPlanet“ die Spieler einlud 1.) ein kurzes Hüpfspiel-Abenteuer zu durchleben, das 2.) fast ausschlißelich von den Inhalten profitierte, die andere Spieler mittels Editor erschufen. Der „Super Mario Maker“ macht vor, wie ein Jump’n’Run-Baukasten auszusehen hat, doch „LittleBigPlanets“ miese Benutzerführung stand den eigenen Ambitionen stets im Weg. Das änderte sich nicht mit Teil zwei, als es gar möglich war, neue Genres zu „programmieren“, und auch nicht mit dem letzten veröffentlichten Abenteuer auf den Heimkonsolen, das schon gar nicht mehr vom Original-Entwickler Media Molecule betreut wurde.

Auch Sackboy steht kurz vor der Berentung.

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Magst du ihn teilen?
Share on FacebookTweet about this on TwitterEmail this to someoneShare on Google+Share on LinkedIn

Über Daniel

Geboren 1985 in der graukalten DDR (dazu noch im Berliner Ghetto) strampelte sich Klein-Daniel '89 zur Mauer und riss das Ding kurzerhand ein. Nach der Wende: NES, SNES, MegaDrive, ADHS, N64, PSX und Co. bis er die nebenberufliche Laufbahn des Schreiberlings für Videospiele annahm. Das war ein Fehler. Für die teils erschrockene Leserschaft - nicht für Daniel.

Veröffentlicht am 14. September 2015

7 Kommentare zu “Super Marios (tote) Konkurrenz

  1. Die Zeit der Jump & Runs ist nun einmal vorbei. Es reicht nur noch für kleine 2D Comictitel auf Indie-Niveau.

    Mit Sonic verbinde ich eine Art Hassliebe. Tempo und Grafik waren schon cool aber vernünftig spielbar waren sie nie – meiner Meinung nach. Habe die ersten beiden Teile auf dem Game Gear damals nur mit Action Replay durchbekommen. Aber tot? Nein, das ist Sonic nicht. Es kommen doch noch regelmäßig neue Games, Zumeist zwar auf tragbaren Geräten aber das wirklich gute Generations kam auch für PC, wenn ich nicht irre.

    Crash Bandicoot ist, denke ich ein Sonderfall. Naughty Dog hat in jeder Generation eine neue Serie gemacht. Crash war PS1. Auf der PS2 war mehr möglich, also wurde Jak & Daxter geschaffen. Auf der PS3 war die Zeit der J&Rs wie oben erwähnt dann aber vorbei, also wurde Uncharted geschaffen.

    Während Spyro cool war, allerdings mit jedem Teil immer schlechter wurde und eh eine sehr junge Zielgruppe ansprach, sind viele der anderen erwähnten Titel wie Gex, Croc oder Blinx Eintagsfliegen, die schon damals kaum jemanden interessierten.

    Dass es Banjo nicht geschafft hat lag dann leider ja an vielerlei Faktoren. Das wäre aber eine Serie gewesen, die es wert gewesen wäre zu überleben.

    Habe ich schon erwähnt, dass J&Rs ziemlich tot sind? Serien wie Ratchet & Clank verwandelten sich um zu überleben immer mehr in Actionspiele, während Sly Cooper ja auch den Weg allen Irdischens gegangen ist.

    Der letzte Abschnitt über Filzläuse war allerdings ziemlich daneben! Vielleicht kommen neue Titel nicht mehr so schnell, allerdings benötigt man davon auch nicht mehr als einen je Generation und auch Uncharted 5 wird wohl wahrscheinlich nicht mehr für PS4 erscheinen, schon aus Kostengründen. Die Little Big Planet Games sind gerade bei Familien und Paaren sehr populär! Frauen stehen total auf diese Hausarbeitsfiguren. Das sind super Coop-Party-Games, wenn mal nicht nur Kerle zu Gast sind.

  2. Sebastian schrieb am :

    Dass die Jump-and-Runs tot sind, sehe ich angesichts nahezu ungebrochener Mario-Popularität und der doch sehr beliebten „Little Big Planet“-Reihe nicht. Auch im Indie-Bereich kommen doch immer wieder Spiele raus, die das Genre aufgreifen, es dezent verändern und dadurch wieder interessant machen („Braid“ fällt mir da ein).

    Was sicherlich fehlt, ist eine ähnliche Dominanz wie „Mario“, aber so lange ab und zu gute Vertreter erscheinen und sich Nintendo diesbezüglich keine Blöße gibt, kann das meinetwegen auch gerne noch so weitergehen.

    • Na ja, zu Little Big Planet habe ich mich ja geäußert. Außerdem ist das ein exklusiver Sony Vorzeigetitel, ob der Gewinn macht trotz seiner Popularität steht ja auf einem ganz anderen Blatt.

      Dass J&Rs tot sind erkennt man daran, dass keine großen Titel mehr erscheinen. Es ist ein Nischengenre geworden. Rayman und Co. waren früher große Titel mit aktueller 3D Grafik. Heute halt können sie nur mit sehr niedrigen Produktionskosten als 2D Titel produziert werden, Es gibt keine J&R auf dem Niveau eines Jak & Daxter mehr. Ja nicht einmal Nintendo hat ein neues Mario World oder so in der Mache.

      • Sebastian schrieb am :

        Na ja, aber Nintendo hat das offenbar momentan auch gar nicht nötig, weil sich die bewährten Formeln – inkl. dem neuen Level-Editor-Feature – ja immer noch so gut verkaufen, dass sie die Wii U nicht frühzeitig einmotten müssen.

        Das mit den Produktionskosten stimmt natürlich, aber wenn dann solche Edelperlen wie die beiden letzten Rayman-Spiele rauskommen und dann auch von Kritikern und Publikum entsprechend gezollt werden, ist das doch weit von einem totalen Abgesang des Genres entfernt, oder?

      • Jain, die Profuktionskosten für Rayman Origins und Legend waren sicher extrem gering. Zwar wurden die Titel auf entsprechenden Spieleseiten hoch gelobt und werden auch in Foren und sonst wo von Fans geliebt, dass sagt nur leider gar nichts über die tatsächlichen Verkaufszahlen aus. 100.000 verkaufte Games ist für einen kleinen Indietitel vielleicht ein netter Erfolg, aber Massenmarkt ist das eben lange nicht.

  3. Azuris schrieb am :

    Naaaaja.
    Ich sehe es eher als Fehler wenn Spiele für den „Massenmarkt“ produziert werden, dies macht sie meistens eher „schwammig“ und lässt die Tiefe fehlen.

    Tot sind sie auf keinen Fall, heut zu Tage sind eben Shooter stark im Fokus.
    Da verliert man andere Genres leicht aus den Augen, ich bin zum Beispiel heil froh dass es wieder mehr Titel wie Pillars of Eternity gibt.

    Und Super Mario 3D World ist jetzt auch nicht so alt und das Spiel ist vom Leveldesign grandios, irgendwie wird das Spiel leider unterschlagen.
    Gegen Ende wird es sogar wirklich sehr fordernd (ich will nicht spoilern).

    In meinen Augen können Hersteller ruhig für eine „Fanbase“ produzieren, das mag nicht unbedingt immer die Verkaufsrekorde in die Höhe treiben, aber deckt wenigstens die ab die es wollen.
    Um jetzt mal einen Vergleich bei den Harren herzuziehen, Slayer ist ja auch nicht tot weil David Guetta mehr CDs verkauft :P

Kommentar schreiben

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.