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Polycast #42: The Last Guardian

Geschrieben von Andreas
Polycast #42: The Last Guardian

Das Thema lässt uns einfach nicht los. Zehn Jahre wurden wir von Sony unermütlich „gehypt“. Nun ist „The Last Guardian“ draußen und es spaltet die Gemüter. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Ist der geistige Nachfolger von „Ico“ und „Shadow of Colossus“ nun ein großes Meisterwerk von dem wir unseren Enkelkindern noch erzählen werden oder doch nur eine technisch veraltete Mogelpackung? Anders gefragt: Kann so ein Spiel überhaupt alle Erwartungen erfüllen? Lara und Andreas diskutieren über eines der gefragtesten Spiele der letzten Jahre.

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Über Andreas

Andreas Müller wurde 1968 in Mainz geboren. Schon früh faszinierten ihn die visuellen Medien des 20. Jahrhunderts, nichtsahnend, dass er später einen Film wie Seven zu seinem Lieblingsfilm erheben würde....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 18. Dezember 2016

6 Kommentare zu “Polycast #42: The Last Guardian

  1. Der „erlebnisorientierte, narrative Gesamteindruck“ ist allerdings dann eine rein subjektive Sache, entweder einem gefällts oder halt nicht. Auf dieser Grundlage werden ja häufig Literatur- und Filmkritiken geschrieben, bei Spielen geht das meiner Ansicht nach aber nur begrenzt, da technische Aspekte durchaus einen höheren Stellenwert haben als „flüssige Schreibe“ oder guter Schnitt / Szenenwahl.

    Allerdings erklärt diese primär subjektive Beurteilung auch den großen Unterschied bei den Bewertungen von Last Guardian oder generell auch vielen Indie-Games, wenn die Technik und alles darum herum keine Rolle spielt. Und irgendwo wollen Testeinrichtungen die Wertungen vergeben diese ja auch zumindest im Ansatz vergleichbar halten, das führt natürlich bei allen Titeln abseits der „normalen“ Spiele zu Problemen, weil die nicht sonderlich gut in das Schema passen.

    • Das spreche ich auch im Podcast an und vergleiche es mit anderen Medien: Du willst einen Film auch in der bestmöglichen Qualität sehen, um ihn einzuschätzen. Es ist aber nicht so, dass die Technik bei Last guardian keine Rolle spielt. Ich bin mir sicher, dass die KI und die Animationen Tricos mit der Last Gen nicht möglich gewesen wären. Die Entwickler haben halt andere Schwerpunkte gesetzt.

  2. Sandra schrieb am :

    Ein sehr toller Podcast und gute Einsichten zu dem Spiel! Danke auch für die interessanten Gedankenstöße zu Videospielbewertungen.

  3. keiner einer schrieb am :

    Habe mich sehr geärgert über den Cast.
    Ich habe das Spiel inzwischen durch gespielt und muss einfach mal zu bedenken geben, dass die technischen Unzulänglichkeiten einem das Spiel sehr verleiden (mir ging es zumindest so).
    Ich bin alles nur kein Fan von Herrn Langer und schätze die Meinung von 4players, das nur am Rande, aber wenn im Cast einfach gesagt wird „naja das die Kamera Mist sein wird war doch klar, weil die Vorgänger es ja auch schon schlecht gemacht haben“, dann ärgert mich das. Ich habe mich jedes einzelne mal geärgert, wenn ich nur von Trico „absteigen“ wollte. Dies war jedes mal mit einem unkontrolliertem Fall oder Sprung in irgend eine Richtung möglich. Alleine das Zeigt doch auf, wie schlecht das ganze durchdacht wurde und wenn ich dazu noch eine halbe Stunde an einem Ast hänge und nicht weiß wie ich mich davon befreien kann, in Foren und Tippsseiten suche um zu erfahren, wie es „eventuell“ geht, dann kann mir keiner erzählen, das es einem nicht das Spiel kaputt macht.
    Das gleiche mit Trico. Klar kann man sagen, dass es ein Tier ist und deshalb auch einfach nicht sofort auf meine Anweisungen reagiert, aber ganz ehrlich es ist einfach nur schlecht programmiert. Zu häufig dreht sich das Vieh zu mir um und tut nichts, keine Reaktion, einfach wieder zurück drehen oder tut schlicht das falsche. Es könnte mich ja auch Fragend an gucken und sich zu mir drehen, vielleicht den Kopf schief legen um zu signalisieren, dass es nicht weiß was ich von ihm will und auf eine weitere Anweisung achten, aber das wurde einfach nicht programmiert. Jeder der sich mit Tieren auskennt wird das Verhalten von Trico alles nur nicht realistisch finden. Das ist einfach schlecht programmiert.
    Wer ein emotional mitreißendes Spiel erleben will, wo die Grafik absolut gelungen ist, obwohl sie nicht auf dem technisch höchsten Stand ist, wo der Schwierigkeitsgrad einem nicht das Spiel verleidet, die Steuerung genau so akkurat ist, dass man sich nicht von ihr betrogen fühlt, der soll bitte Inside spielen. Dieses Spiel macht wirklich alles richtig, was TLG falsch macht. Wenn ihr nicht verstehen könnt, dass es Leute gibt, die an dem Spiel keinen „Spaß“ hatten, dann liegt das nicht an den Leuten! Ihr hattet ja schon das Beispiel mit dem Buch wo die Buchstaben schlecht lesbar sind. Ich würde es anders sagen. TLG ist ein Buch wo lauter Rechtsschreibfehler (Kamera) drin sind und Satzbaufehler (Steuerung) und dazu noch die Dialoge (Tricos verhalten) schrecklich schlecht verständlich sind. Keiner würde dieses Buch lesen wollen, egal wie gut die Story an sich ist.

    • Danke für den Kommentar.

      Tja, weißt du, ich kann die ganzen Frustelemente nur teilweise nachvollziehen. Ich habe an fast keiner Stelle lange festgesteckt und die Kameraführung finde ich z. B. in Nioh oder Bloodborne störender. Ich kann auch die Probleme mit der Steuerung nicht nachvollziehen. Natürlich hätte man das alles „tighter“ machen können, wie in „Uncharted“, aber da wäre halt auch viel vom Charme der Hauptfigur verloren gegangen. Sie ist nun mal kein durchtrainierter Actionheld. Das fand ich alles sehr stimmig.

      „The Last Guardian“ ist ein sehr spezielles Videospiel, das die Gewohnheiten eines Massenmarkts pfeift. Es besitzt viele Stärken und Schwächen der Vorgänger. Das muss man nicht mögen, aber es ist nun mal konsequent umgesetzt. Ich glaube, dem Spiel hat der Hype (wieder einmal) nicht gut getan. Jeder hat das Nonplusultra in Sachen Videospiel erwartet und viele wurden enttäuscht. Da muss ich aber sagen „selbst Schuld“. Ich hätte mich sehr gewundert, wenn die Entwickler plötzlich ein Spiel ohne Ecken und Kanten entwickelt hätten. Sie sind ihrem Stil treu geblieben und das ist für mich auch ein Zeichen von Kunst.

      Übrigens, wenn du unseren Best of 2016-Artikel hast, wirst du merken, dass ich deine Meinung über „Inside“ teile.

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