Alle Artikel aus dem Bereich Epic Fail
Aus. Vorbei. Besucherrekord. Mit knapp 255.000 Besuchern konnte die Gamescom in Köln den Erfolg aus dem Vorjahr bestätigen. Über 500 Aussteller zeigten an die 200 Spielepremieren – obwohl die Branche in Deutschland das erste Mal einen Umsatzrückgang verbucht hat.
Was denken eigentlich Spieler, Filmfans und Musik-Liebhaber, die illegal Inhalte aus dem Internet laden, über ihre Taten? Wieso machen sich Raubkopierer freiwillig und meist wissentlich strafbar? Auf Polygamia.de sprechen einige Raubkopierer über ihre Motive und schieben die Schuld indirekt auch auf die Industrie.
Klar, mich zwingt niemand, in einem Monat viele Spiele zu kaufen. Aber durch Hypes, Tests, fette Marketing-Kampagnen werde auch ich neugierig gemacht. Am liebsten möchte ich alle TOP-Titel der letzten und kommenden Wochen haben, zocken, ins Regal stellen. Aber wieso eigentlich?
Wie viel Sympathie für ein Unternehmen ist nötig, um Produkte von diesem zu kaufen? Muss man EA mögen, damit man zum nächsten „Need for Speed“ greift? Oder spielen einzig und allein die Qualität und das Grundinteresse eine Rolle? Was soll man von “Call of Duty: Black Ops” halten?
Kürzlich sagte Cevat Yerli, Chef des Frankfurter „Crysis 2“-Entwicklers Crytek, dass gratis angebotene Spieledemos „Luxus“ seien, auf den wir in absehbarer Zeit womöglich verzichten müssen. Ich meine: Ich bin nicht bereit, für Demos zu zahlen. Und das hat auch Gründe.
Ja, früher war alles besser. Damals hatten die Menschen noch Humor. Ich zum Beispiel. Jetzt dagegen machen uns die drohende Arbeitslosigkeit, die nahende Apokalypse (2012 – jetzt auf DVD und Blu-ray erhältlich!) und die allgegenwärtige Weltwirtschaftskrise Angst, für Spaß ist kein Platz mehr. Das merkt man auch an den Aprilscherzen, die sich so im Internet tummeln.
Es donnerte. Es blitzte. Regen prasselte an die Fenster. Die schönen 20 Grad des Nachmittags waren längst vergessen, jetzt war es stürmisch, kalt und nass. Draußen. Einem erholsamen und gemütlichen Abend stand nichts im Weg. Die Freundin schmökerte in ihren Frauenzeitschriften, ich kramte einige Spiele heraus, die teils eingeschweißt im Regal standen.
Ich habe nichts gegen Fortsetzungen. Egal ob Spiel, Film oder Buch – Hauptsache man gibt sich Mühe. Ärgerlich finde ich es aber, wenn fünf Entwicklungsstudios fast drei Jahre an einem Spiel arbeiten und dann nicht mehr als einen Mission-Pack zum Vollpreis veröffentlichen.
Ich muss höllisch aufpassen, dass ich nicht als alternder Gamer, der keinen Spaß mehr mit Spielen hat und über alles meckern muss, abgestempelt werde. Aber es gibt nun einmal Dinge, die mir die Freunde an meinem Hobby und Beruf nehmen. Und ein Blick auf den Monat März verdeutlicht mir mal wieder, was nun wirklich nicht sinnvoll sein kann: Gefühlte drei Millionen Neuerscheinungen.
So manches Spiel ist wie eine Pizza: Sieht fantastisch aus, schmeckt vorzüglich, ist reich belegt und macht satt! Würdet ihr nach einer saftigen Famlienpizza noch eine zweite hinterher schieben? Vermutlich nicht. Und genauso ist es für mich bei “BiosShock 2″. Wirkt lecker, aber ich bin voll.

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