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Gamescom 2017: Tag 2

Geschrieben von Lara
Gamescom 2017: Tag 2

Heute dreht sich fast alles um den Gamescom Congress. Lara hat sich viele Vorträge und Diskussionsrunden angeschaut. Zwischendurch war sie aber auch bei Nintendo. Huiiii!

Zunächst gab es „Realität und Erfahrungen in Spielen aus philosophischer Sicht“ von Prof. Dr. Markus Gabriel (Universität Bonn), ein guter Einstieg, nicht zu verschwurbelt, nicht zu platt. Lustig, locker und spannend war danach Dmitry Glukovsky, der in „Story-Welten: Vielfältige Dimensionen der Unterhaltung“ seinen sehr persönlichen Weg von Metro erzählte. Interessant zu hören, wie er mit 16 den ersten Roman schrieb und weil er keinen Verleger fand, das komplette Buch online stellt. Wenn man sich heute den Erfolg von der Metro Reihe als Bücher und Games anschaut, ist das schon erstaunlich.

Bei Nintendo konnte ich mir Super Mario Odysee anschauen. Immer wieder faszinierend, dass das Mario Prinzip so gut funktioniert. Spielbar waren ein mexikanisches Wüstenlevel und die New Donk City. In letzterer muss man für die Bürgermeisterin Pauline ein Musikfestival organisieren. Mario goes open world – es funktioniert!

Außerdem konnte ich PokemonTekken (Arena Beat Em Up), Skyrim (nur interessant für die Handvoll Leute, die es noch nie gespielt haben), Mario+Rabbids (X-Com in knuffig und zugänglich) und Lego Worlds (Minecraft plus Lego ist Riesenspaß) für die Switch zocken. Für den 3DS gibt es mit Metroid: Samus Return noch einen schönen Klassiker dazu. Einiges an gutem Stoff für die Switch also!

Zurück zum Gamescom Congress und zu Matt Lees, der in“ Kultur und Games: Was Spiele noch besser machen können“ über die Verbindung von GamerGate und Alt-Right in den USA sprach.

Alexander Knetig berichtete, wie ARTE nicht Sendungen über Games macht (The Art of Gaming) sondern auch selbst Games entwickelt und veröffentlicht. Öffentlich-Rechtliches Fernsehen und Games gehen also doch zusammen!

 

Dass Games Kunst sind, steht mittlerweile außer Frage. Wie Museen damit umgehen können, zeigte Paul Galloway, Kurator beim Museum of Modern Art in New York). Cool zu sehen, dass manche Museen mit der Zeit gehen und Games einfach als Teil ihres Fundus ansehen. Und dass Tetris Erfinder Alexei Leonidowitsch Paschitnow genauso bedeutend ist wie Picasso hört man auch nicht jeden Tag!

Am Ende moderierte Marcus Richter dann noch ein Panel zu Games in der Journalistenausbildung. „GrenzGamer„, einem Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Journalistenschule und dem freien Journalisten Matthias Kreienbrink, zeigt, dass Artikel über Games mehr sein können als Kaufempfehlungen – dass entlang von Computerspielen gesellschaftlich relevante Themen erzählt werden können. Leider stoßen die Redakteure innerhalb ihrer Medienhäuser immer noch auf Vorbehalte und Gegenwind. Ein Artikel über eine Oper wird durchgewunken aber über Hellblade muss man erst diskutieren?

Tag 1 verpasst? Hier entlang!

 

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Über Lara

Lara wurde in den 1980er Jahren geboren und entdeckte ihre Gaming-Leidenschaft schon früh als kleine Stöpseline. Schuld daran hat ihre Großmutter, die ihr zu Weihnachten 1991 einen GameBoy schenkte...[weiterlesen]

Veröffentlicht am 24. August 2017

4 Kommentare zu “Gamescom 2017: Tag 2

  1. Pingback: Gamescom 2017: Tag 3 | Polygamia

  2. Sandra schrieb am :

    Da waren ja total spannende Themen dabei!
    Ich war bis dato noch nie auf der Gamescom und verzeiht mir daher meine dumme Frage, aber kann man sich denn als nicht-Journalist auch die Congess-Vorträge ansehen, d.h. Tickets dafür erstehen?

  3. Pingback: Polycast #74: Gamescom 2017 Fazit | Polygamia

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