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Das Jahr der (floppenden) Minikonsolen

Geschrieben von Gastautor
Das Jahr der (floppenden) Minikonsolen

Das Jahr 2013 verspricht, eine neue Ära im Bereich der Videospiele einzuläuten. Die WiiU von Nintendo machte im November 2012 den Anfang, es kann vielen konkreten Gerüchten zufolge erwartet werden, dass sowohl Microsoft als auch Sony Nachfolger für ihre großen Konsolen Xbox 360 und Playstation 3 ankündigen und vielleicht sogar schon Ende des Jahres auf den Markt bringen werden. Die durch Kickstarter bekannt gewordene Ouya, ein kleines Kästchen auf Android-Basis mit eigenem Store, steht ebenfalls in den Startlöchern. Auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas wurden dieser Tage dazu noch zahllose weitere Spielgeräte vorgestellt.

Steambox? Wird doch nichts!

So sah das auf der CES vorgestellte Gerät aus. (Foto: Xi3)
So sah das auf der CES vorgestellte Gerät aus. (Foto: Xi3)

Allen voran drängt sich Valve derzeit in die Schlagzeilen. Zunächst wurde der Piston promotet, ein winziger Home Theater Personal Computer (HTPC) auf AMD Trinity-Basis, von dessen Hersteller Xi3 Valve nach dessen missglücktem Kickstarter-Versuch Firmenanteile kaufte. Dann erläuterte Valve-Boss Gabe Newell ausführlich das Konzept seiner Steambox, welche unter dem Codenamen Bigfoot läuft. Wer die Berichte aufmerksam verfolgte, wird jedoch ernüchtert feststellen, dass diese Box nichts weiter als ein schnöder HTPC mit Linux und vorinstalliertem Steam ist. Und leider eben doch keine Spielkonsole. Hier bekleckern sich ärgerlicherweise sämtliche Newsseiten nicht gerade mit Ruhm, da praktisch alle diesen Linux-PC als Konsole betiteln, weil sie der Name „Steambox“ in die Irre führt. Tatsächlich ist die Intention von Newell aber wohl eher, dass möglichst viele Anbieter von Komplettrechnern Steam vorinstallieren, ohne dass Valve dafür bezahlen müsste, und diese das Gerät dann unter dem Begriff Steambox vermarkten können. Genaue Vorgaben, wie eine Steambox ausgestattet sein sollte, gibt es genauso wenig wie eine Lizensierung. Jeder darf seinen PC mit dem Begriff Steambox schmücken – so hat es jedenfalls aktuell den Anschein.

Aus genau diesem Grund halte ich die Steambox, egal ob Piston oder Bigfoot oder was auch immer noch kommen mag, den auf Kickstarter aktuell erfolgreichen Gamestick sowie auch die Ouya für absolute Totgeburten! Denn die Geräte können nichts, was nicht andere, längst auf dem Markt erhältliche Computer, Tablets, Konsolen oder Smartphones nicht schon seit Jahrenbieten, oft dazu noch mit weitaus größerem Mehrwert. Denn sowohl Steambox als auch Ouya haben ein Problem: Es gibt kaum Spiele!

Da Valve die Windows-Lizenz sparen will, laufen die PCs bzw. HTPCs nur mit vorinstalliertem Linux. Zwar kann der willige Käufer nach Belieben das Microsoft-Betriebssystem auf den Computern installieren, soll sich dieses aber gefälligst selbst kaufen. Statt 30 Euro mehr für die Windows-OEM-Lizenz gleich bei der Hardware mitzuzahlen, muss der Kunde dann unter Umständen also noch mal über 100 Euro mehr aufschlagen oder mit Linux leben. Das Problem dabei: Derzeit gibt es exakt 42 Spiele für die Linux-Version von Steam. Fast alles sind (ältere) Indiegames. Valve möchte zwar ein paar eigene Titel, die auf der eigenen Source-Engine basieren, umsetzen, aber wirklich umhauen wird dieses Angebot an mehr als sechs, sieben Jahre alten PC Spielen sicher niemanden. Portierungen anderer Spieleentwickler hingegen sind nicht am Horizont zu entdecken. Große Namen werden sich also von Haus aus auf der Steambox sehr rar machen. Über ein „Half-Life 3“ als Launch-Titel denken wir jetzt mal besser gar nicht nach.

Meiner Ansicht nach wird Valve mit diesem Konzept, ich entschuldige mich für die Ausdrucksweise, voll auf die Schnauze fallen! Wer den PC-Markt der letzten Jahre beobachtet hat, weiß, dass Komplettrechner ohne vorinstalliertes Windows wie Blei in den Regalen liegen bleiben, denn niemand kauft einen Komplett-PC, der kein vermeintlich kostenloses Windows dabei hat. Außerdem wird den meisten offiziellen Steamboxen wohl ein optisches Laufwerk fehlen Newell empfiehlt den Herstellern jedenfalls den Verzicht, alles hat über das Internet zu laufen. Spiele, Filme und Anwendungen sollen möglichst ausschließlich über Steam bezogen werden. Als vollwertiges Mediencenter ist der „Dampfkasten“ also auch nur eingeschränkt brauchbar. Zumindest hierzulande werden wohl viele nicht auf DVD- und Blu-ray-Abspielmöglichkeiten verzichten wollen. Insbesondere, da die Angebote für Videodownloads in Deutschland doch arg beschränkt sind.

Ouya! 100 Dollar, aber kaum Spiele!

Minikonsole Ouya. (Foto: ouya.tv)
Minikonsole Ouya. (Foto: ouya.tv)

Ouya hat ebenfalls das Problem mit dem speziellen, eigenen Store. Entwickler sollenextra ihre Google Play -Titel anpassen. Schließlich müssen alle Spiele entweder vollständig Free to Play (F2P) oder aber zumindest kostenlos anspielbar sein. Nur warum sollte irgendein Hersteller extra für den Ouya-Store optimieren, wenn es den Spiele bereits im Play Store gibt? Ergo werden bis auf eine Handvoll Games kaum Spiele erhältlich sein. Exklusivtitel wird es dort selbstredend wohl auch keine geben, es sei denn, die Ouya-Macher bringen selbst mal eine Appheraus. Dazu kommt die Frage: Will der Zocker für kleine Handheld-Bildschirme gemachte Titel wirklich auf dem großen TV erleben? Gelegentlich mag das mal für fünf Minuten zwischendurch angehen, aber generell richtet es sich der Gamer doch nur gemütlich vor dem Fernseher ein, wenn es mal eine längere Spielesession werden soll. Und kleine Häppchen bieten die großen Konsolen mit ihren eigenen Stores schon seit Jahren. Die meisten Smartphones und Tablets können Ouya ebenfalls problemlos ersetzen, lassen sie sich doch vorwiegend ebenso unkompliziert mittels HDMI an den LCD-TV anstöpseln. Einzig die Möglichkeit, das Gerät zu rooten, macht die Ouya für Emulatorfreunde und Raubkopierer als günstige Einstiegshardware interessant. Da die Ouya auf Nvidias Tegra 3 setzt, ist sie zumindest derzeit noch ausreichend schnell für alle Android-Games. Jedoch veraltet Smartphone-Hardware sehr schnell und Nvidia stellte jüngst  den um einiges flotteren Tegra 4 vor. Die Halbwertszeit der Ouya ist für eine stationäre Konsole also extrem gering.

Besser machen es meiner Ansicht nach Nvidia selbst und der durch Gamer-Peripherie bekannt gewordene Hardwarehersteller Razer. Letzterer bringt mit dem Edge ein vollwertiges Tablet mit an den Seiten angeflanschten Controllern auf den Markt. Wobei sich der Preis, typisch für Razer, eher mit absoluten Freaks beziehungsweise als Spielzeug für Millionärskinder kompatibel zeigt. Edge soll je nach Variante zwischen 1000 und 1300 Dollar kosten. Für den Controller werden zusätzliche(!) 250 Dollar fällig. Massenmarkttauglich ist der Bolide somit nicht, obwohl die Hardware mit seinem Core i5 oder Core i7 Prozessor extrem potent, der Preis also durchaus gerechtfertigt ist Genau wie Microsofts Surface kann Edge auch als ultraportabler Tablet-Notebook-Zwitter seinen Dienst verrichten. Da diese eierlegende Wollmilchsau mit Windows als Betriebssystem kommt, ist die Spielebibliothek jedenfalls die mit weitem Abstand riesigste.

Schutzschild

Bleibt noch Nvidias Shield.Über das in schwarz und giftgrün gehaltene, eckige sowie futuristisch aussehende Teil wird designtechnisch heftig gestritten. Ein Gamepad mit angeflanschtem 5-Zoll Touchscreen, der sich umklappen lässt. Sieht zunächst alles andere als elegant aus, scheint jedoch höchst praktisch. Das Ganze ist mit dem derzeit wohl stärkstem System on Chip (SOC) bestückt, dem brandneuen Tegra 4 mit vier CPU-Kernen auf ARM 15-Basis (der Vorgänger Tegra 3 lief auf ARM 9) sowie 72 Grafikkernen auf GeForce-Grundlage (der Vorgänger besaß nur zwölf). Damit ist der Shield also durchaus einigermaßen zukunftssicher. Und ich halte es für das innovativste und sinnvollste Gerät von den hier vorgestellten. Denn es vereint „the best of both worlds“ in sich. Zum einen ist es ein (sehr kleines) Android-Tablet, alle Spiele aber, ähnlich wie beim grottigen Archos Gamepad, sind (optional) mit dem recht gut scheinenden Controller spielbar. Aber eben nicht nur unterwegs auf dem kleinen Schirm, sondern auch auf dem Fernseher. Vorausgesetzt, der stolze Shield-Besitzer ist ebenfalls Eigner eines Gaming-PCs mit mindestens einer GeForce GTX 650 oder eines Notebooks mit GeForce GTX 660m, lassen sich über das „Joypad mit Schutzschild“ auch sämtliche PC Spiele auf den Fernseher streamen und zocken. Ziemlich genial! Sicher ist das in seinen Einzelteilen alles nichts wirklich Neues, in der Form und Kombination wie Nvidia es hier präsentiert, jedoch schon. Wenn der Preis stimmt, (ich wage einen Schuss ins Blaue: er wird zwischen 400 und 450 Euro liegen) dann kann Shield durchaus Nintendo 3DS und Sony Playstation Vita einige Käufer abluchsen sowie PC-Spieler, die eigentlich mit einer Konsole liebäugelten, doch durchaus dazu verleiten, eher den Rechner noch einmal aufzurüsten.

Ein ungewöhnlicher Zwitter. (Foto: Nvidia)
Ein ungewöhnlicher Zwitter. (Foto: Nvidia)

Reine Konsolenspieler werden jedoch von keinem der neu vorgestellten Spielgeräte wirklich angesprochen. Entweder mangelt es an Spielen oder die Hardware ist im Vergleich zu ähnlichen Geräten, sei es im Fall der Steambox ein HTPC oder Laptop, beim Ouya das Tablet oder Smartphone, schlicht nicht flexibel genug. Selbst große Namen wie Gabe Newell und Steam garantieren keinen Erfolg. Eine große Konsole ohne Retailspiele auf Datenträger, ohne neue herausragende Triple-A Games, möglichst auch einigen Exklusivtiteln, die als Systemseller fungieren, hat eigentlich keine Chance auf dem Markt. Das werden sowohl Steambox als auch Ouya schmerzhaft zu spüren bekommen. Der Shield hingegen kann eine schöne Ergänzung für PC-Gamer sein sowie sich auch Handheld-Zockern als Alternative anbieten und somit seine kleine feine Nische im heiß umkämpften Spielemarkt finden.

Ein herzlichstes Dankeschön geht an Oliver alias “Spirit Ogre” für diesen Gastbeitrag.

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Über Gastautor

Wechselnde Autoren bereichern Polygamia.de mit ihren Meinungen. Persönlich, kritisch, eigensinnig - das sind die Beiträge ebenfalls. Dabei ist es nicht wesentlich, ob der Verfasser eine "Berühmtheit" ist oder nicht. Relevant ist, dass er etwas zu sagen hat. Polygamia.de dient hier als Plattform zum Veröffentlichen von subjektiven Kommentaren, die die Schreiberlinge beschäftigen.

Veröffentlicht am 16. Januar 2013

21 Kommentare zu “Das Jahr der (floppenden) Minikonsolen

  1. Gruselgurke schrieb am :

    Es ist noch viel zu früh sich irgend eine Meinung über die Steambox(en) bilden zu können. Einzigen fakten die es bisher gibt sind das es mehrere Hersteller geben wird und das main OS Linux sein wird.
    Wer wie wo was ist noch nicht bestätigt, das der Piston eine Steambox sein könnte waren bloße vermutungen von diversen Hardware Seiten und wurde nicht von Valve bestätigt.

    Das auf Linux gesetzt wird hat außerdem viel mehr mit der anpassungsfähigkeit des Betriebsystems zu tun und weniger mit Lizenzkosten. Valve möchte auf vollen Controller support gehen, also wird höchstwahrscheinlich direkt in Steam Big Picture mode gebootet und das möglichst schnell es soll ja ein Konsolen feeling her, mit Windows 8 von Haus aus nicht drinn und würde höchstwahrscheinlich bedeuten sich an Microsoft zu versklaven um so etwas möglich zu machen, OEM Hersteller dürfen nicht einfach Standard Windows funktionen deaktivieren, da hat Microsoft gehörig was dagegen. Im gegensatz zum End-Nutzer müssen die sich an Richtlinien halten was Modifikationen angeht.

    Was Spiele angeht, Steam for Linux ist noch im extrem frühen Beta Stadium, über den Mangel an Spielen zu meckern is echt blödsinn.

    • Die Faktenlage ist nunmal recht klar, weswegen man schon gut abschätzen kann, was geht. Ein Linux-PC der wahrscheinlich sofort in den Big Picture Mode von Steam für Linux startet. Die Piston muss übrigens keine dedizierte Steambox sein, es reicht ja, dass man Steam drauf installieren kann. Jeder x-beliebige PC ist schließlich eine Steambox, in dem Moment in dem Steam drauf installiert ist!

      Windows ist übrigens auch anpassungsfähig. Man denke nur mal an die ganzen Terminals, die sofort in eine spezielle Oberfläche booten. Da lässt Microsoft also durchaus mit sich reden. Für den TV Betrieb gab es da ja schon vor etlichen Jahren sogar von Microsoft selbst die Windows XP Media Center Edition.

      Software sells Hardware! Das ist das A und O, wenn man ein neues Spielegerät auf den Markt bring. Es macht also durchaus Sinn, sich anzuschauen ob es eine große Auswahl an Titeln gibt. Und die gibt es eben für das Linux-Steam nicht! Exklusivtitel gibt es eh keine, weil die Titel hauptsächlich für Windows erscheinen. Von da aus wird wenn, dann umgesetzt. Nur, außer Valve selbst gibt es keinen Publisher von Triple-A Titeln, die großartige Steam for Linux Unterstützung angekündigt hätten. Und Valve selbst hat nur ein paar uralte Source-Engine Spiele in der Mache. Damit lockt man doch Niemanden hinter dem Ofen vor bzw. bringt jemanden dazu extra für etliche Hundert Euro eine Hardware zu kaufen.

      • Daran glaubt doch niemand. Es wird wie die Vorgänger neben Windows auch für alle großen richtigen Konsolen kommen, vielleicht sogar für WiiU. Mit Glück sieht es bisher so aus, als könnten Steambox-Käufer vielleicht(!) erst mal Half Life 2 bekommen.

        HL3 ist außerdem noch nicht mal angekündigt, da die Steamboxen aber bald kommen, wird es definitiv kein Starttitel sondern frühstens ein, zwei Jahre später erscheinen. Zu dem Zeitpunkt wird längst über das Wohl und Wehe der Steamboxen entschieden sein.

        Letztlich muss ich allerdings sagen, da JEDER PC sich als Steambox bezeichnen darf, kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob die “Konsole(n)” selbst erfolgreich ist(sind), sondern eher, ob Valve es schafft, langfristig die Hersteller von Komplettrechnern dazu zu bringen, Steam vorzuinstallieren. Ich halte dies für Gabe Newells eigentliches Anliegen. Newell mag weg von Windows wollen, weil er sein Steam in Konkurrenz zum Windows-Store sieht, immerhin will Steam auch Anwendungssoftware anbieten. Aber Valve ist nur einer von vielen Spieleherstellern. Solange die anderen nicht nachziehen, wird das nichts.

        Das Problem ist da auch weniger Steam als viel mehr Linux. Wenn Valve Linux als Desktop-Betriebssystem zum Erfolg bringen will, dann müssen sie ihr eigenes OS machen, ähnlich wie Apple mit OS X oder iOS, und Google mit Chrome OS (was noch beweisen muss, ob es sich eine Marktnische erkämpfen kann) als auch Android. Gleiches wie für Chrome OS gilt auch für Firefox OS, Web OS und wie sie alle heißen. Sie alle buhlen um die Gunst der Kunden. Nur, neben einer komfortablen Bedienung mit einer(!) vernünftiger GUI – ein Linux, selbst wie Ubuntu, fällt also schon als zu kompliziert und vor allem zu uneinheitlich raus, gilt vor allem eines – ohne Software nichts los!

        Android hat etliche Hunderttausend Apps, trotzdem kämpft es mit dem Vorurteil, das es viel weniger, sogar nicht genügend, gibt als im Vergleich zu iOS, effektiv sind das sogar vielleicht sogar “nur” 100.000 oder so.
        Ein Desktopsystem abseits von Windows oder Mac OS (welches eine Ausnahmestellung hat) benötigt neben allem, was es namhaftes an Open Source gibt vor allem eines: Die Unterstützung fast aller kommerziellen Softwarehersteller, die ihre Programme systemübergreifend anbieten müssen. Ohne das, ist jeder Versuch die Vormacht von Windows als das Brot und Butter OS auf dem PC zu brechen, zum Scheitern verurteilt.

        Da ändern z.B. auch die Jubelschreie der Linux-Fans nichts daran, die jedes noch so winzige Gerücht, Blizzard will vielleicht(!) mal eines ihrer derzeit aktuellen Titel irgendwann für Linux porten, hochstilisieren und nicht nur als Durchbruch für “ihr” System feiern, und sei der genannte einzelne Titel noch so alt und unwichtig im Gesamtkontext, sondern jedes solche Gerücht, als unumstößlichen Fakt präsentieren.

        Aber sorry, ohne einen milliardenschweren Konzern der Bereit ist da tatsächlich auch ein paar Milliaden zu investieren und auf Jahre reinzubuttern – ohne Erfolgsgarantie selbstverständlich – wird sich auf dem Desktop-PC gar nichts ändern. Ich vermute sogar, dass Apple-PCs in einigen Jahren wieder weniger verkauft werden, jedenfalls dann, wenn keine Innovation zu erkennen ist.

      • Sorry, das ist missverständlich, es muss heißen:

        ” …effektiv sind das sogar vielleicht sogar “nur” 100.000 oder so WENIGER …”

      • Gruselgurke schrieb am :

        Natürlich ist es anpassungsfähig. Das habe ich doch gesagt aber das kannst du als OEM Hersteller nicht einfach tun wenn du offizieller Microsoft Partner sein willst und billige Lizenzen bekommen willst. Dann musst du dich an das halten was Microsoft dir vorgibt und das abstellen von bspw. der Metro UI wird Microsoft nicht zulassen. Gerade bei Windows 8 ist Microsoft da sehr diktatorisch unterwegs. Ein direktes booten in Steam wird Microsoft nicht zulassen, sie wollen ihre neue Brand klar machen und da darf der neue Login-Screen und Metro UI nicht fehlen.

        @weiter unten, unterschätze Wine nicht. Spiele die Gold zertifiziert sind laufen nicht zu 100%, Spiele/Programme die einwandfrei laufen sind mit Platin ausgewiesen und die laufen butterweich unter Linux.
        Das größte Problem dabei ist Optimierung, man braucht also Geld und Entwickler die Wine anpassen und die Spiele anpassen. Fast alle Spiele die neuerdings für MacOSX rauskommen laufen mit einer auf WINE basierenden middleware namens Cider, dazu gehören fast alle Ubisoft Titel für MacOSX.
        Wenn Valve in die Entwicklung von Wine investiert und selbst mit entwickelt wird ein großer batzen Spiele ohne Probleme unter Linux laufen.

      • “Natürlich ist es anpassungsfähig. Das habe ich doch gesagt aber das kannst du als OEM Hersteller nicht einfach tun wenn du offizieller Microsoft Partner sein willst und billige Lizenzen bekommen willst. Dann musst du dich an das halten was Microsoft dir vorgibt und das abstellen von bspw. der Metro UI wird Microsoft nicht zulassen. Gerade bei Windows 8 ist Microsoft da sehr diktatorisch unterwegs. Ein direktes booten in Steam wird Microsoft nicht zulassen, sie wollen ihre neue Brand klar machen und da darf der neue Login-Screen und Metro UI nicht fehlen.”

        Und das weißt du woher?
        Tatsache ist, wenn Valve eine richtige Konsole rausbringen würde, ein geschlossenes System mit einer eigenen GUI, quasi ein erweitertes Steam in dem Systemeinstellungen vorgenommen werden, dann könnten sie durchaus ein angepasstes Windows lizensieren, siehe Dreamcast, das hatte Windows CE, oder halt Smartphones mit Windows.

        “@weiter unten, unterschätze Wine nicht. Spiele die Gold zertifiziert sind laufen nicht zu 100%, Spiele/Programme die einwandfrei laufen sind mit Platin ausgewiesen und die laufen butterweich unter Linux.
        Das größte Problem dabei ist Optimierung, man braucht also Geld und Entwickler die Wine anpassen und die Spiele anpassen. Fast alle Spiele die neuerdings für MacOSX rauskommen laufen mit einer auf WINE basierenden middleware namens Cider, dazu gehören fast alle Ubisoft Titel für MacOSX.
        Wenn Valve in die Entwicklung von Wine investiert und selbst mit entwickelt wird ein großer batzen Spiele ohne Probleme unter Linux laufen.”

        Ich unterschätze Wine nicht, ich kenne allerdings Linux. Und sorry, Spiele laufen unter Wine eben nicht perfekt, auch nicht die Platin Games! Viele Effekte werden nicht dargestellt, wie ich schon ausführte, sprich die Grafik ist schlechter (und deswegen denken einige Linux-User, das Game läuft unter Wine schneller).
        Warum sollte Valve Wine weiterführen wollen? Sie sind eine kommerzielle Firma und wollen Geld verdienen und nicht Software verschenken. Außerdem, es gibt doch Cedega, und es gibt Grenzen, wieviel exakt auf einem anderen OS ausgeführt werden kann. Der Aufwand einer 100-prozentigen Emulation, jaja, ich weiß Wine soll kein Emulator sein, da er es ermöglicht fremden Code auf einem anderen System auszuführen ist es jedoch doch einer … ^^, ist jedenfalls viel zu immens, da hätte man dann doch lieber gleich Windows lizensieren können, das wäre billiger gewesen. Und wenn es um Geld geht hört die Ideologie (kein böses Microsoft) schließlich sehr schnell wieder auf.
        Wenn die nicht irgend ein Wunder aus der Tüte zaubern, dann wird das so, wie sich das die Steam- und Linux-Fans derzeit vorstellen und wie bisher die Sachlage ist, einfach nichts.

  2. Seit wann ist die Ouya denn auf den eignen Store beschränkt? Man kann sich natürlich auch aus der Fülle von Google Play bedienen. Und was hat die Rootmöglichkeit der Ouya mit Raubkopierern zu tun? oO Im Übrigen gibt es bereits zahlreiche Emulatoren für Android. Dafür muss man das Gerät nicht extra rooten.

    Was die Steambox betrifft, so schließe ich mich Gruselgurke an. Es ist noch viel zu wenig Informationen, um sich eine Meinung bilden zu können. Über mangelnde Spiele muss man sich bei Steam auch nicht beschweren. Womöglich setzt Valve auch einfach auf Wine. Damit lassen sich locker 80% der Steamspiele auch unter Linux spielen.

    Ich sehe die Steambox zudem auch nicht als eigenständige Konsole, sondern als Ergänzung zum bestehenden Angebot. Ein Steam fürs Wohnzimmer. Wer seinen Fernseher bereits mit dem PC verbunden hat braucht die Box überhaupt nicht. Man kann daher auch nur schwer von Erfolg oder Misserfolg reden, da es sich lediglich um einen weiteren Distributionskanal handelt.

    • Wenn man den Google Play Store auf der (gerooteten) Ouya nachinstalliert, dann schauen die Ouya-Macher aber ziemlich in die Röhre. Außerdem ist dann dennoch eine Sinnfrage nach dem Gerät, wenn man auch jedes x-beliebige andere Android-Gerät nehmen könnte. Gerade mit dem eigenen Store kann sich so ein Gerät ja absetzen, nur muss es dort allerdings dann auch die exklusive Programmvielfalt geben.

      Das mit Wine (oder Cedega) kannst du dir abschminken. Selbst Spiele die laut Wine HQ Gold-Status haben laufen nicht alle zu 100 Prozent richtig. Und Valve wird es nicht riskieren, da irgendwelche Probleme zu schaffen. Das Geschrei wäre zu groß.
      Demzufolge muss man sich also doch über mangelnde Spiele beschweren …

  3. So ein Blick in die Zukunft ist immer etwas heikel. Deine Meinung zum Edge teile ich nur bedingt – das Ding ist in meinen Augen einfach zu klobig und schwer um als Portable durchzugehen. Und ganz interessant zu wissen: NVIDIA hat mir eine PM geschickt, in der sie darauf bestehen, dass SHIELD keine Spielkonsole, sondern ein Gaming-Device ist. Erbsenzähler;-)

    Das Linux-Problem bei “einer” Steambox oder Bigfoot (bzw. Littlefoot) sehe ich ähnlich. Ich glaube nicht, dass die großen Publisher ihren Backkatalog komplett mit Linux erweitern. Wine als Lösung? Wohl nur, wenn ich tatsächlich einen Highend-Rechner habe (was so eine Steambox wahrscheinlich nicht wird). Das saugt doch Ressourcen, oder?

    • Ich persönlich glaube auch nicht, dass Shield jetzt die große tolle neue Mobilkonsole wird. Aber wenn eines dieser ganzen Geräte sich eine Nische erkämpfen kann dann dieses Teil bzw. vielleicht ja auch “Klone” von anderen Herstellern.

      Dedizierte Steamboxen, die als Spielkonsole verkauft werden, dürfen nur maximal 500 Euro kosten, das ist die magische Grenze für Spielzeug in USA. Da so ein Teil klein und stromsparend sein soll, wird es irgendwas auf Laptoptechnik-Basis sein, ein normaler HTPC ist da eigentlich schon zu groß, das wäre ja so, wie die erste XBox. Leistungsmäßig wird also in den meisten ein Core i3, 2-4 GB RAM sowie irgend eine (ältere) Mittelklasse-Grafikkarte verbaut, vielleicht sowas wie eine Radeon HD 6770. Dazu noch eine 500GB Festplatte und vielleicht irgendwas bei 24 GB Flashspeicher. So jedenfalls stelle ich mir das Teil vor. Damit lässt sich im Vergleich zum Spiele-PC bzw. speziellen kommenden Konsolen, nicht wirklich was reißen.

      Wine fällt völlig flach. Nicht weil es mehr Resourcen schluckt, viele Linuxer behaupten ja, dass einige Spiele gar schneller sind als unter Windows, sondern schlicht, weil es fast kein Spiel gibt, das reibungslos läuft! Grafikfehler haben praktisch alle Titel! Dazu kommt, das etliche Effekte fehlen, man also selbst wenn man hohe Details bei neuen Spielen einstellt nur mittlere zu sehen kriegt, schlicht weil das unter Linux nicht darstellbar ist (was an Open GL als auch Treibern liegt). Dann gibt es sogar bei fast perfekt laufenden Spielen, selbst welche die zehn Jahre alt sind, heftige Probleme mit Netzwerk und Internet.

      Ein Hersteller wie Valve kann sich jedenfalls nicht erlauben, so halbgaren Mist anzubieten. Die Kunden würden ihnen die Steamboxen um die Ohren hauen! Wenn sie eine “Konsole” anbieten, dann müssen die Spiele da schon perfekt drauf laufen.

      • Stimmt, Valve kann sich das nicht leisten – und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass Valve in Sachen Steambox schon alles gesagt hat, was gesagt werden muss.

        Ich kann Deine Skepsis durchaus nachvollziehen, denn bislang klingt das alles mehr als halbgar. Auf der anderen Seite handelt es sich um Valve und nicht um irgendeinen Upstart, der mal eben ein neues Konzept einfuehren will (da waeren wir eher wieder bei Ouya und Konsorten).

        Schon die Steam-Einfuehrung wurde vor Jahren fast belaechelt -und heute ist das Ding der Standard und hat eine ganze Industrie fast allein ins Zeitalter des digitalen Downloads gefuehrt. Es gibt natuerlich mittlerweile andere, vielleicht sogar bessere Portale als Steam, aber Valve war als erster da und hat das Ganze salonfaehig gemacht.

        Daher kann ich nicht glauben, dass sie den naechsten Schritt – naemlich die eigene Steam-Hardware – so planen, dass es eigentlich niemand braucht. Habe da vor Kurzem auch mit einem Firmeninsider von Ubisoft gesprochen, der meinte, dass die Steambox Valve zum absoluten Powerhouse machen wird – “Ruler of the World”, wie er meinte. Viel durfte er mir leider nicht dazu erzaehlen oder irgendwelche Gruende anfuehren, aber es wuerde zu meiner Auffassung passen, dass ich Valve da mittlerweile sehr viel zutraue…

  4. Vorhersagen sind immer schwierig, aber durchaus rechtens, insbesondere wenn man sich mit der Materie intensiv beschaeftigt und die letzten Jahre genau beobachtet hat. Es wird interessant sein, bei einer derartigen Fuelle von neuen Geraeten den oder die letztlichen “Sieger” ausmachen zu koennen und dass dann wiederum in Kontext von einer solchen persoenlichen Prognose zu stellen.

    Was ich allerdings schon jetzt unterstreichen moechte, ist die absolute Notwendigkeit, dass die sich ankuendigenden Geraete in Sachen Software eine ausreichende Unterstuetzung bekommen. Wenn man sich die Misere der PS Vita anschaut, dann wird das umso wichtiger, denn dieses kleine, feine Geraet leidet nicht nur unter einer schwer verstaendlichen, diffusen Marketing-Strategie von Sony, sondern eben auch an dem Mangel an echten “System Seller”. Und obwohl sich jetzt noch ein paar vielversprechende Titel ankuendigen, befuerchte ich, dass es fuer eine zweite Chance mittlerweile schon zu spaet ist. Das liegt auch gerade an der Tatsache, dass sich so viele neue Alternativen ankuendigen, die erstmal begutachtet und dann moeglicherweise aus objektiven Aspekten gegenueber der Vita bevorzugt werden.

    Angesichts der teils enthusiastischen Reaktionen zu den Moeglichkeiten der Vita – nicht nur in der Presse, sondern auch bei den Spielehersteller – kann man hier nur mit Traenen in den Augen Sony zu einem der schlechtesten Marketingaktionen aller Zeiten applaudieren. Und das ist sicherlich auch eine Lektion, die sich die Strategen hinter den neuen “Mini-Konsolen” ganz genau anschauen werden.

    • Was viele nicht verstehen ist, ein System braucht neben einer Killer-Application vor allem eines: Masse!

      Die Kunden sind nicht zufrieden, wenn es in jedem Bereich ein, zwei gute Programme gibt. Es müssen mindestens 100 sein! Selbst wenn dann 90 Prozent der Kunden nur das gleiche Programm kaufen, sie erwarten dennoch die Vielfalt.

      • Masse und Klasse – da geb’ ich Dir absolut recht! Ich versteh’ Sony da einfach auch nicht, weil sie bei der PS3 anfangs ein aehnliches Problem hatten. Bis die Konsole mal in die Gaenge kam, hatte Microsoft schon den Grundstein dafuer gelegt, dass eine technisch weitgehend schwaechere Konsole schlicht die nachhaltig besseren Verkaufszahlen hinlegt.

        Und jetzt macht Sony das ganze gleich nochmal mit der Vita! Es wirkt irgendwie, als wuerde die Firma viel davon verstehen, wie man klasse Konsolen entwickelt, aber keinen Schimmer davon hat, wie man sie letztlich unters Volk kriegt…

      • Als alter Sony-Konsolen-Fanboy tut es mir auch ziemlich weh, was Sony da seit einigen Jahren so abzieht. Die Geldgier (Abzocke) verblendet einige da oben in der Chefetage wohl so sehr, dass sie nicht merken, was ein Handheld bieten muss. Das geht bei den Speicherkarten los, bei fehlender Homebrew-Möglichkeit (und auch scheinbar keine Möglichkeit zum Raubkopieren) weiter, bis eben hin zum Spielemangel. Der Witz ist ja gerade, dass die Möglichkeit zum Raubkopieren die Verbreitung eines Systems (und damit letztlich die Spieleverkäufe) enorm steigert. Es werden einige hier nicht gerne hören, aber gerade Nintendos Konsolen erfreuen sich so großer Beliebtheit, weil man so schön einfach Raubkopien drauf nutzen kann.

  5. Pingback: 2013 - Das Jahr der Konsolen » Spiele-wie.de

  6. Gerade flatterte folgende Meldung rein:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Steam-Spielkonsole-Xi3-Piston-ab-900-US-Dollar-bestellbar-1819966.html

    D.h. die erste mehr oder minder offizielle Steambox kostet in kleinster Ausstattung mal eben 900 Dollar (ohne Mehrwertsteuer) für Vorbesteller und sogar 1000 für späte Vorbesteller d.h. für uns dann auch mind. 900 bzw. 1000 Euro – mit einer Radeon HD 7000 Grafikkarte laut heise (welches Modell genau steht da leider nicht).

    Das ist also sicher kein Gerät für den Massenmarkt!
    Besonders kriegt man für 1000 Euro schon ein supter tolles spieletaugliches Notebook …

    • Das soll laut einer anderen Webseite die exakte Hardware sein, vorab gesagt, für den Preis ist das, trotz der kompakten Form, ein schlechter Scherz:

      “Der auf der CES gezeigte und nun fertig entwickelte Minirechner kommt mit einer AMD-R464-“Trinity”-Embedded-APU, welche vier Prozessorkerne und eine integrierte AMD-Radeon-Grafikeinheit mitbringt. Die verwendete APU entspricht hierbei dem mobilen AMD A10 4600, kommt allerdings ohne Sockel daher und wird direkt auf dem Mainboard des Mini-Rechners verlötet. Die APU besitzt einen Basis-CPU-Takt von 2,3 GHz welcher per Turbo-Modus auf bis zu 3,2 GHz bei Auslastung eines einzelnen Prozessorkernes gesteigert werden kann.

      Die Grafikeinheit hört auf den Namen AMD Radeon HD 7660G und besitzt 384 Streamprozessoren. Leider basiert die Grafikeinheit der “Trinity”-APUs allerdings noch auf der alten “VLIW4″-Architektur und nicht auf der deutlich effizienteren “GCN”-Architektur der diskreten Radeon-HD-7000-Serie. Die TDP der APU beträgt 35 Watt. Die Spieleleistung liegt allerdings auch nur auf dem Level eines Mittelklasse-Laptops.”

      • Ich bin mal gespannt, ob Du letztendlich mit Deiner Prognose einer Totgeburt richtig liegst. Deine Argumente und zusammengetragenen Fakten wirken schon schlüssig, um das zu begründen, nur sprechen viele andere Quellen – nicht nur die von Dir zitierten “Newsseiten” – eine ganz andere Sprache. Habe mir letztlich ein grosses “Next Gen”-Special in der aktuellen GamesTM durchgelesen, die einfach mal prognostiziert, dass Valve mit den Steambox-Plänen himmelweit vor der Konkurrenz liegen wird. Und naturlich wird dabei auch darauf eingegangen, dass man mit Steambox sehr wohl auf den kompletten Steam-Katalog zurückgreifen kann, was Deiner Ansicht nach nicht moglich sein wird.

        Klar, die können sich auch irren, nur sind deren Schreiberlinge durchaus kompetent und, so weit ich das beurteilen kann, auch neutral. Und es entbehrt wirklich jeglicher Logik, dass Valve sein erster Hardware-Konzept – ob Konsole oder PC – NICHT an Steam koppeln würde.

        Ich bin ehrlich gesagt weder besonders versiert in Sachen Hardware noch habe ich akribisch die Fakten über die Steambox gesammelt. Aber wenn Valve wirklich, wie Du beschreibst, eine Hardware auf den Markt bringt, mit der nur ein Bruchteil der Steam-Titel läuft, wäre das ein firmenpolitischer Desaster mit Ansage – und das traue ich Newell & Co. selbst nach einigen durchzechten Nächten nicht zu!

      • Es ist doch allgemein bekannt, dass Newell das mit Steambox in erster Linie macht, um unabhängig von Microsoft und Windows zu werden, u.a. weil er Angst vor dem Windows App Store hat. Seine Aussage diesbezüglich war eindeutig: Die Steambox läuft mit Linux!

        Und das bedeutet letztlich, dass alle die denken, dass auf der Steambox alle Windows-Steam Spiele laufen zu 100 Prozent einem Irrtum aufgesessen sind. Tatsächlich propagiert Steam ja gerade sein Steam for Linux. Und was es dafür gibt, das wächst zwar ständig, haut aber sicher niemanden von den Socken: http://store.steampowered.com/browse/linux/

        Sollte die Steambox jedoch ein offenes Gerät sein, also z.B. ein PC mit einem normalen BIOS, dann können Anwender sich natürlich einfach Windows zusätzlich selbst dazu kaufen und darauf installieren. Nur würde das den Sinn eine “Konsole” völlig ad absurdum führen. Und vor allem wäre ein Notebook oder normaler PC wahrscheinlich günstiger.

        Und solche “Gimmicks” wie das Joypad mit Pulsmesser, was Valve sich hat patentieren lassen, sind zwas lustig, aber ob das irgendwo sinnig zum Einsatz kommt?

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