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Battlefield 1: Das Spiel mit dem Krieg

Geschrieben von Andreas
Battlefield 1: Das Spiel mit dem Krieg

„Battlefield 1“ ist der große Spieleblockbuster in diesem Herbst. Kein anderer Trailer war im Internet beliebter, aber dennoch mussten EA und Entwickler DICE für ihre aggressive Werbekampagne Kritik einstecken. Jetzt ist das Spiel seit einigen Wochen erhältlich. Dürfen wir tatsächlich „das ganze Ausmaß des Krieges“ bestaunen?

Zwei Sachen vorweg: Der Multiplayer wird hier nicht besprochen. Wer sich darüber informieren will kann das gern an anderer Stelle ausführlicher und besser tun. Oder hier oder hier. Mich interessiert in erster Linie der Singleplayer, steht er doch für die Botschaft mit der EA das Spiel anpreist.

Zweitens: Das Tutorial ist großartig. Ihr stellt euch vollkommen chancenlos dem Gegner, erreicht keine Ziele und endet als Kriegsopfer irgendwo im Graben. Das Problem ist nur, dass die Kampagne damit nicht zuende ist.

Kriegsgeschichten

Entwickler DICE teilt die Kampagne in fünf sogenannte „War Stories“ auf. In Ihnen soll der Spieler aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven den Ersten Weltkrieg kennenlernen. So beginnt ihr als Chauffeur, der zum Panzerfahrer wird; fliegt als abenteuerlustiger Gauner durch die Lüfte oder stürmt als italienischer Sturmsoldat eine Bergfestung, um euren Bruder zu retten. Erst am Ende gehen richtige Profis ans Werk. Ein Kriegsveteran riskiert für ein paar „Rookies“ sein Leben und eine weibliche Assassinin meuchelt sich für Lawrence von Arabien durch die Wüste.

Wie üblich dienen diese Missionen aus spielerischer Sicht als eine Art Tutorial, um euch auf die Multiplayergefechte vorzubereiten. Es ist ein anspruchsloser Mix aus simplen Geballer und rudimentären Stealth-Elementen, der meist an der einfältigen K.I. der Gegner scheitert. Am ehesten überzeugt die Präsentation, auch wenn eine Bruchlandung auf einem Zeppelin eher trashig als realistisch wirkt. Nach rund fünf Stunden ist alles vorbei.

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Yeah! Wieviel Pathos darf es denn sein? (Quelle: EA)

Jedes Leben zählt?

Obwohl die Macher besonders damit werben, dass sie in der Kampagne Menschen wie du und ich zeigen, wird dieser noble Ansatz recht schnell als Heuchelei enttarnt. Der brave Chauffeur steuert seinen Panzer wie ein echter Profi und hat keinerlei Probleme, seine Gegner im Nahkampf abzuschlachten. Ganz zu schweigen von der Präzision mit der unser „Held“ sofort die unterschiedlichsten Waffenarten perfekt beherrscht. Nach dem gelungenem Tutorial hatte ich gehofft, dass DICE etwas mehr Distanz zum Geschehen aufbringen würde und das moralische Dilemma der Figuren zeigt.

Diese kritiklose Einstellung zum Krieg ändert sich selten. Der schlagfertige Gauner der Lüfte hat sogar noch ein paar coole Sprüche parat, bevor er die Gegner umnietet. Nur in der vorletzten Mission, als ich mich als australischer Kriegsheld um das Wohl ein paar junger Rekruten sorge, ist das ein wenig anders. Die „kriegsgeilen“ Teenager werden durch den Veteran schnell zurechtgestutzt und müssen das Grauen um sie herum verarbeiten.

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Mit dem Panzer walzt ihr gleich mal Dutzende von Gegnern tot. (Quelle: EA)

DICE hatte die an sich gute Idee, den Namen und die Lebensdaten eurer Spielfigur einzublenden, wenn ihr das Zeitliche segnet. Was am Anfang noch betroffen macht, wird im Verlauf der Kampagne zu einem simplen Feature des Spielprinzips. Es ist unfreiwillig komisch, wenn eure Lebensdaten eingeblendet werden, aber es sofort weitergeht.

Im Epilog werden wichtige Szenen kurz wiederholt und ein Stimme aus dem Off preist den Kampfeswillen der Protagonisten. Selbst der afroamerikanische Soldat, der am Ende des Tutorials  noch Frieden mit seinem deutschen Widersacher geschlossen hat, stürzt sich jetzt wieder voller Kampfeslust ins Geschehen. Da hatte ich schon fast die Vermutung, dass der Anfang nachträglich ins Spiel eingebaut wurde, um die kritischen Stimmen zu besänftigen. Rückblickend wirkt das Tutorial wie ein Fremdkörper in der Kampagne.

Die Einzelspieler-Kampagne ist ein pathetisches und kriegsverherrlichendes Spiel geworden, dass seine guten Ansätze im Keim erstickt. Der fragwürdige Inhalt und die spielerische Langeweile werden nur durch die Technik übertüncht, denn Krieg sah im Videospiel nie „besser“ aus.

Mehr Videospielkrieg geht nicht

Das ist schade. Der ganze Aufwand für ein Spiel, dass doch nur ein Shooter wie tausend andere ist. „Battlefield 1“ ist purer Mainstream, entwickelt in den Excel-Dateien cleverer Marketingstrategen. Kaum etwas in diesem Spiel ist innovativ, testet neue Erzählmuster aus oder versucht, den Shooter neu zu erfinden. DICE will es allen rechtmachen. Da pappt man halt einen afroamerikanischen Soldaten auf das Cover, obwohl der im Spiel kaum eine Bedeutung hat. Aber um die ganzen Kritiker mal mundtot zu machen, weil man ja sogenannte Randgruppen abdeckt.

DICE kümmert sich nur oberflächlich um das Grauen des Krieges, weil sie halt ihre Zielgruppe kennen. Die will nur ballern und ist an geschichtlichen Hintergründen kaum interessiert. Selbst EA traute den Spielern nicht viel zu, gab es doch zu Anfang Bedenken, ob diese überhaupt etwas mit dem Begriff „Erster Weltkrieg“ anfangen könnten. Trotzdem scheut die Firma nicht vor fragwürdigen PR-Aktionen zurück. Kein Wunder, dass die Fans für politische Botschaften nicht empfänglich sind. Das musste zuletzt auch der Youtuber Fabian Siegismund in der Diskussion zu einem Video erfahren.

Aber …

Vielleicht ist jetzt eine Grenze erreicht. Vielleicht braucht dieses Genre einen solchen Overkill, um mal wieder einen Gang zurückzuschalten. Schon im Film gab es erstmal das Kino der Attraktionen bis es sich ernsthaft komplexen Themen gewidmet hat. Die Abenteuerfilmchen gab es weiter, aber daneben hat sich ein anspruchvolleres Kontrastprogramm entwickelt. Beim Videospiel hat es halt ein paar Jahrzehnte länger gedauert.

Deshalb stellt euch jetzt „This War of mine“ mit dieser visuellen Wucht vor oder ein „Valiant Hearts“ mit dieser Soundkulisse. Manchmal muss man erst etwas bis zum Äußersten treiben, um es dann niederzureißen. „Battlefield 1“ könnte deshalb auch ein Anfang sein. Hoffentlich.

 

 

 

 

 

 

 

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Über Andreas

Andreas Müller wurde 1968 in Mainz geboren. Schon früh faszinierten ihn die visuellen Medien des 20. Jahrhunderts, nichtsahnend, dass er später einen Film wie Seven zu seinem Lieblingsfilm erheben würde....[weiterlesen]

Veröffentlicht am 17. November 2016

9 Kommentare zu “Battlefield 1: Das Spiel mit dem Krieg

  1. Zufällig las ich diesen Beitrag.

    Man muss doch hier mal einiges entwirren.
    Vorweg: BF war schon immer ein Multiplayer Titel. Der Singleplayer ist höchstens beiwerk, weder für das Genre noch für die Reihe relevant. Der Multiplayer war hingegen wegweisend – und ist es nun wieder.

    Dice har das einzig richtige getan. Die Bilder eines BF3 &4 waren schlicht nicht mehr konsumierbar nach 3 Jahren, Terror, Krieg und Tod auf der Welt und täglichen Bildern in den News.. So sehr ich die Spielmechanik liebe war das an der Grenze zum ertragbaren. Genau hier hat sich bei mir ein sehr mulmiges Gefühl in der Magengegend breit gemacht. Ganz anders bei BF1.
    Der Schritt zu einen historischen Setting mit fiktionalen Elementen erlaubt eine ganz andere Sprache. Und verglichen mit den letzten Ablegern der Serie kann man das schon fast als Antikriegsspiel bezeichnen – oder zumindest als gutes Reenactement, denn nichts anderes findet hier statt.
    (Man kann zwar einzelne Schlachten ahistorisch abschließen – nicht jedoch den Kriegsausgang an sich modifizieren)
    Zudem gibt es auch zum ersten mal ein Nachschlagewerk und Anekdoten aus der Zeit. Kitsch und Pathos sind eher eine Stilfrage und auch eher für die Kampagne relevant.
    Die Modernisierung steht gerade nicht im Konflikt mit dem historischem Setting, dieses ermöglicht es gar erst. Hier werden historische Schlachten in ihrer ganzen Brutalität erfahrbar. Es knüpft mehr an die Tradition des ersten Call of duty an. Bevor die Serie zur Propagandaschlachtplatte wurde.
    Bf4 hat den nächsten Weltkrieg schon vorweggenommen. Das hat mir weit mehr Schmerzen bereitet.

    Und zu dem erwähnten Sigismund Video lass mich dir folgendes sagen:

    das Video ist totaler Bullshit und enthält keinerlei verwertbare politische Aussage. Das hätte dir auffallen müssen. Kurz gesagt geht es darum das Leute die BF1 falsch spielen Deppen sind. Also deppen sollen die Menschen sein die nicht Teambasiert spielen und die keine Befehle des Leaders befolgen. Diese Deppen setzt Sigi gleich mit AFD Wählern und Trump etc. Kein Wunder das da ein Shitstorm losbricht. Sind es doch gerade die AFD wähler die gehorsam Befehle befolgen und einen autoritären Führungsstil suchen. Es ist also genau umgekehrt als in dem Video suggeriert. Das war indirekte Werbung für rechtsaußen. Ging voll daneben. Auch Deshalb würde ich diesen Text nochmal überarbeiten. ?

  2. Nanu? Wo ist denn der Shitstorm? Ganz ander wie beim ersten Artikel damals… naja… Mensch vergisst schnell. Jedenfalls… ich finde BF1 im Setting des Ersten Weltkriegs spielen zu lassen völlig in Ordnung. Im Grunde ist es doch völlig egal, welchen historischen Krieg man nimmt, ob nun WWII, Golfkrieg, Vietnam, etc. Krieg ist Krieg! Mag der eine vielleich brutaler gewesen sein oder nicht, Krieg ist immer furchtbar. Da verstehe ich nicht, warum man gerade WWI nicht nutzen soll?

    Du solltest dir für deine Wertung dringend den Multiplayer mal ansehen, denn der ist weitaus „drastischer“ dargestellt, als die öden Kriegsabenteuer des Singleplayers, die vermutlich eh fast jeder links liegen lässt, weil die Battlefield-Reihe eben ein Multiplayer-Spiel ist und genau dort auch seine Stärken hat. Im Multiplayer spürt man intensiv die Wucht des Kampfes, man hört Schreie und Rufe von Verwundeten und die Szene, wenn seine Spielfigur stirbt ist auch nicht unbedingt charmant inzeniert, auch wenn alles recht unblutig abläuft (USK 16). Okay… das ganze Zeug kann man und viele werden es ignorieren, genauso wie die interessanten Anekdoten und historischen Fakten, die im Spiel leider etwas versteckt bzw. nicht ganz prominent sind.

    Ich sehe den WWI von BF1 eher als eine modifizierte Art des histroischen Krieges, des Spielspaßes willen und die Mechanik von BF1 ist wirklich top. Und eine Kriegs-Porno? Eher nicht… in BF1 geht es simpel um den Wettbewerb mit anderen Teams, wie in fast jeden Shooter. Es könnte auch WWII, spielt echt keine Rolle.

    Und das erwähnte Video vom Sigismund, wie Hintermeer schon meinte, ist einfach nur Bullshit! Da ist nix politisches drin! Das ist einfach nur stumpfe Provokation von Spielern, die das mit dem Teamplay nicht kapiert haben.

  3. Hallo Hintermeer, Hallo Stefan,

    Tatsache ist: Der Singleplayer ist da. DICE hat ihn mit nicht zu unterschätzendem Aufwand inszeniert – und ihn ideologisch unterfüttert. Das wird doch gerade im Epilog deutlich, wenn nochmal betont wird, dass es um Ehre, Vaterland und Kampfeswillen geht. Das will ich nicht übergehen, weil hier die Botschaft des Spiels steckt. In meinen Augen ist es kein Beiwerk, sondern wichtiger Bestandteil des gesamten Spielerlebnisses. DICE hätte auch einfach ein paar Solomissionen ohne erzählerischen Kontext einbauen können.

    BF1 ein Antikriegsspiel? Zitat Hintermeer: „Hier werden historische Schlachten in ihrer ganzen Brutalität erfahrbar.“ Puh .. wie schrieb einer mal in einem Forum: „Setz dich im Winter in Unterwäsche an ein offenes Fenster, stell dir ein bisschen Wasser und Brot bereit und spiel zwei Wochen pausenlos ein Kriegsspiel. Dann bekommst du vielleicht ein ganz grobes Gefühl dafür, was Krieg für den Einzelnen bedeutet“. Nein, Krieg wird nicht durch ein Spiel erlebbar. Es könnte aber für das Leid sensibilisieren und es nicht einfach als spielerisches Gadget (Todesdaten, Soundkulisse) verkommen lassen. Das ist in meinen Augen sehr zynisch. DICE will, dass BF 1 Spaß macht.

    Bzgl. der Soundkulisse habe ich auch zum Artikel auf der Gamepro verwiesen.

    @Stefan: Ich habe grundsätzlich eine kritische Einstellung zu Kriegsspielen mit einem realen Hintergrund. Dazu habe ich auch schon mehrfach Texte geschrieben, z. B. über CoH2. WW1 nimmt dennoch ine Sonderstellung ein. Es war der Moment, als das erste Mal Massenvernichtungswaffen eingesetzt wurden. Danach änderte sich alles. Zu recht bezeichnet man WW1 auch als die Ursünde des 20 Jh. Aber glaube mir, wenn BF 1 in einem anderen Krieg gespielt hätte, würde ích es genauso kritisch besprechen.

    Zum Siegismund-Video: Stimmt, ich hätte es deutlicher machen sollen, dass es mir eher um die Diskussion dazu ging. Ich habe das im Text inzwischen abgeändert. Siegismund (mit dem ich ansonsten wenig anfangen kann) hat in den Kommentaren ein paar wichtige und gute politische Statements gegeben, die teilweise kritisch aufgenommen wurden.

  4. Hier geht es um Computerspiele richtig? Bei Wasser und Brot zu erfrieren gehört sicher nicht dazu. Wir wollen foch immer schon bei unseren Leisten bleiben. Nicht umsonst vergleiche ich das mit dem ersten Call Of Duty ( Z.B. Der Abschnitt auf dem Boot, ohne Waffen, hilflos ) und grenze es vomletzten Serienteil ab.
    Für mich ist das schon die maximal erfahrbare Brutalität die einen auf dem Sofa sitzend möglich ist. BF setzt da noch einen drauf – man wird einfach brachial weggerotzt und bekommt, zugegeben auf einer sehr abstrakten Ebene zu spüren wie wenig der eigene und einzelne Tod zählt und wie wenig man dagegen unternehmen kann. Alleine die Frequenz der Tode sollte einen niemals in die Situation bringen im richtigen Leben jemals freiwillig an so einem Konflikt teilzunehmen. Das ist für mich der Antikriegsaspekt. Klar manche sagen auch es gibt keine Antikriegsfilme – nur Kriegsfilme. Ich halte im „Westen nichts neues“ etc.allerdings schon für Antikriegsfilme. Wäre auch dort dein Argument das man im Kinosessel nicht genug gequält wird, nicht friert bei Wasser und brot? Klar wenn ich Brutalität erfahren will kann ich auch vom Sofa aufstehen und mir einen Nagel ins Auge rammen. Aber es geht hier um Spiele, richtig?

    • „Hier werden historische Schlachten in ihrer ganzen Brutalität erfahrbar.“ Das ist ein Zitat von dir. Wie soll ich das sonst verstehen?

      Und verstehe ich das richtig: Respawnen ist für dich ein Antikriegselement?

  5. Fast – Nicht das Respawnen sondern das häufige Sterben. ?
    Der Satz scheint es dir angetan zu haben. wie gesagt im Rahmen des Mediums bekommt man einen Eindruck von der Brutalität – mehr als bei den meisten anderen Vertretern.
    Da du außer dem Satz nichts auszusetzen hast liegt deine Zustimmung doch immerhin bei 98% – ein voller Erfolg ;-)

    • Es gibt also noch Hoffnung! ;-)

      Reines „Nitpicking“ ist es aber nicht. Der Claim „Erlebe das ganze Ausmaß des Krieges“ oder deine Aussage von der „ganzen Brutalität“ ziehen sich als Kernbotschaft durch die ganze Marketingkampagne. Gerade im Fall von EA denke ich, dass der Publisher bewusst auf Provokationskurs geht. Da kann ich ruhig weiter darauf herumreiten;-)

      • Das die Marketingkampagnen, gerade von EA oft unter aller Sau sind, dem stimme ich zu.
        Allerdings finde ich das die Entwickler diesmal gegengehalten habem – im Rahmen der Möglichkeiten ohne die Bosse zu sehr zu vergraulen. Es ist weit entfernt von der Kriegscoolness des vierten Teils. Der aktuelle Teil ist viel drastischer inszeniert. Man fühlt sich als Spieler überrollt und zerquetscht wie eine Insekt auf der Windschutzscheibe…
        Viel mehr Geht denke ich nicht wenn es noch spielbar sein soll.

        Und die Ursünde….Ist das eigentlich eine Mischung aus Erbsünde und Ursuppe?
        Die katholische Kirche hat doch erst in den 50er Jahren die Evolutionstheorie annerkannt….hmmmm.

        Betrachtet man die Eliten der Zeit und deren Prämissen () würde ich den Krieg eher als unausweichlich bezeichnen. Als logische Folge der Repressiven Herrschaft und des Militarismus der vorangegangenen 50 Jahre. Der Zusammenbruch war unausweichlich. Was den ( spielerischen) Umgang damit aus heutiger Sicht vereinfacht.

        Und tatsächlich hat dieses Spiel meiner Abscheu vor dem Krieg und der Vorstellung davon noch etwas hinzugefügt was weder Buch noch Film und Doku mit hren Mitteln vermochten.

        Deshalb bekommt das ganze auch noch gerde so das Prädikat Antikriegsspiel von mir.

        Den Singleplayer könnte man aber auch gerne weglassen.

        So jetzt reichts aber. Ich freu mich auf deinen Multiplayertest ;-)

  6. Da muss ich mich ja auch noch mal melden.

    @Andreas: Okay, dir geht es um die Kriegsverherrlichung im Spiel allgemein, alles klar. Is gebongt. Und ich geb euch auch recht, EA macht hier einen auf Provokation, allein die Trailer, die zeigen halt kein bisschen, wie das Spiel (der Multiplayer vor allem) ist.
    Aber DICE hat hier echt geschafft, mehr oder weniger ohne das große große Kriegs-Porno auszukommen (wie gesagt, Multiplayer-Teil!), wie das noch in Battlefield 4 oder einem Call of Duty der Fall ist. Und ich gehe sehr davon aus, dass sie da von EA an der kurzen Leine gehalten wurde. Ein Anti-Kriegsspiel würde ich es allerdings nicht nennen, da sind das erwähnte This War of Mine oder auch Vailiant Hearts eher geeignet. Wobei bei erstegenannten hart an der Grenze ist, dass es halt einfach keinen Spaß macht, so elendig wird der Krieg gezeigt. Ich finde TWoM großartig, spiele es aber nicht gern. Da muss man die Waage halten und BF1 hat halt (leider) eine Umsatzerwartung, vor allem von EA.

    Nunja… Andreas, spiel doch mal ne Weile den Multiplayer-Teil und erzähl uns deine Meinung dazu. Würde mich echt auch interessieren. Der Singleplayer-Teil ist da sehr überflüssig und ich war auch sehr enttäuscht, dass nach dem Intro-Level, dann doch nur so öde romantische Kriegsabenteuer geboten werden, wo kaum bis gar keine Antikriegshaltung zu sehen ist (So ging es mir damals auch beim James Ryan Film).

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