Artikel von Andreas Müller
Andreas Müller wurde 1968 in Mainz geboren. Schon früh faszinierten ihn die visuellen Medien des 20. Jahrhunderts, nichtsahnend, dass er später einen Film wie Seven zu seinem Lieblingsfilm erheben würde....[weiterlesen]
Es ist einer der Filme, bei dem man weiß, dass die Hauptfigur sterben muss. Ryan Gosling spielt in “Drive” einen eiskalten Verbrecher, der sich nur einmal für sein Gewissen entscheidet und dafür zahlen muss. Die Romanvorlage für Nicolas Winding Refns (“Pusher”) US-Debüt lieferte der amerikanische Autor James Sallis.
Die Titelsequenz weckt Erwartungen, die der Film nicht erfüllen kann. Zur treibenden Musik von Trent Reznor und Atticus Ross, wälzen sich ölig-metallische Körper über die Leinwand. “Ah, Fincher endlich wieder in seinem Element!” schießt es bei diesen Bildern unweigerlich durch den Kopf. Doch am Ende verlässt man ernüchtert das Kino.
Wir hassen Batman! Nein, das ist natürlich Quatsch. Wir alle drei freuen uns auf Nolans nächstes Meisterwerk. Übrigens genauso wie auf “Prometheus”, “The Hobbit” und “The Avengers”. Aber so einfach wollen wir es bei unserer Filmauswahl 2012 uns nicht machen.
Kurz vor Weihnachten der Schock: Der geistige Kopf Fumita Ueda (“Ico”) verlässt sein neuestes Spiel “The Last Guardian”. Kurz darauf lässt Gamestop durchsickern, dass Sony das Spiel eingestampft hat und unmittelbar darauf folgt das Dementi des Publishers.
Der olle Knilch mit den roten Klamotten hat längst all seine Sympathiepunkte verspielt. Sein ehemals weißer Bart verfärbte sich dank Alkoholexzessen, Nikotin und unkontrolliertem Kohlerouladenkonsum im Verlauf der letzten Jahrhunderte.
Nichts ist unmöglich. Regisseur Brad Bird schickt Tom Cruise auf Weltreise und reiht eine rasante Actionszene an die Nächste. Als eine Mischung aus James Bond und Indiana Jones trotzt der Star Schwerkraft und Realität.
Hassen oder lieben? Ich muss gestehen, dass ich ein zwiespältiges Verhältnis zu Steven Spielberg habe, aber er lässt mich seit Jahrzehnten nicht los. So bin auch über den Roman “Robocalypse” von Daniel H. Wilson gestolpert. Spielberg wird 2013 diesen SF-Thriller über die Rebellion der Maschinen in die Kinos bringen.
Eigentlich will ich “Modern Warfare” gar nicht verteufeln. Im Gegenteil: Wahrscheinlich ist Infinity Wards Militärshooter neben “World of Warcraft” das einflussreichste Computerspiel der letzten Jahre. Trotzdem sehe ich diese Tatsache heute eher nüchtern, meine Liebe ist schon lange erloschen.
Krieg sah nie besser aus. In “Battlefield 3″ von DICE fliegt alles in die Luft, wird fröhlich vor sich hingestorben und es werden die Helden des Kriegs gefeiert. Nur bei mir will sich nicht die rechte Begeisterung einstimmen.
Kinder, ich erzähl euch jetzt eine unglaubliche Geschichte. Sie handelt davon, wie ich mal einer der größten Superhelden aller Zeiten war.
Geduld. Nach unzähligen Stunden mit “Dark Souls” bleibt diese Erfahrung zurück. Es war das etwas andere Spielerlebnis.
Ich war froh, als es endlich vorbei war. Das Geballer in diesem Ödland war der gleiche Shooterbrei, den ich schon gefühlte 1000 Mal durchgemacht habe. Herr Carmack und sein Völkchen von id tun mit “Rage” so, als hätte es die letzten 15 Jahre nie gegeben.
Ich habe mich vor diesem Urlaub gefürchtet. Der erste Trailer zu Techlands “Dead Island” hat Erwartungen geweckt, die nur schwer zu erfüllen waren. Jetzt liegen einige Stunden des Spiels hinter mir. Und ich frage mich was das Ganze sollte.
Das Erste, was mir zum Spiel einfällt: furchtbar verkopft. “Deus Ex Human Revolution” schreit laut, bissig und leider auch ziemlich verkrampft nach dem Titel “Game of the Year”. Alles soll besser sein als bei der Konkurrenz. Anders ausgedrückt: Es will zu viel.
Da ist wieder diese Musik. Melancholische Streicherklänge, die den Schmerz und die ganze Trauer des Mannes einfängt: Max Payne. Er hat seine Familie verloren, dann seinen Job und am Ende lag seine neue Freundin wieder tot in seinen Armen.


