Monatsarchiv für Dezember 2012
Das neue Jahr steht wieder im Zeichen der Sequels und Reboots. Die Filmkonzerne gehen eben keine unnötigen Risiken ein. Das ist natürlich nicht zwangsläufig dramatisch, schließlich freuen wir uns ALLE auf “Alf”, “Bad Santa 2″, “Bill & Ted 3″, “Baywatch”, “Robocop”, “Police Academy”, “Popeye”, “Stirb langsam 5″, “Star Trek into Darkness”, “Thor 2″, “Man of [...]
Wenn sich erwartete Blockbuster verschieben, kann dies manchmal auch erfreulich sein. Bei unserer Vorschau auf das Spielejahr 2012 freuten wir uns auf Titel wie “Devil May Cry” oder die “Tomb Raider”-Neuauflage. Eigentlich könnten wir also die ein Jahr alte Einleitung wieder verwenden.
Da sage noch mal einer, der Job als Spielekritiker sorge für keine langfristigen Schäden: Ich hatte in diesem Jahr meinen ersten Traum als… Auftragskiller! Immerhin wusste ich die ganze Zeit über, dass das hier nicht echt ist, sondern eben nur ein Spiel.
Im ausgehenden Jahr 1995 erschien EA Sports‘ Eishockey-Legende „NHL 96“. Nichts gab es damals, was ich hätte mehr besitzen und spielen wollen. Also kaufte ich mir das Spiel, sobald es mein damaliges Zivi-Gehalt hergab, und freute mich schon auf die ersten heißen Partien auf dem Eis.
Auf Suda 51 ist Verlass. Der japanische Gamedesigner verzückt seine Fans regelmäßig mit einer schrägen Mischung aus Gewalt, Sex und Geschmacklosigkeit. “Killer 7″, “Shadows of the Damned” oder zuletzt “Lollipop Chainsaw” sind da nur einige Beispiele. “Black Knight Sword”, ein “Ghost’n’Goblins”-Klon, den er mit Digital Reality entwickelte, macht da keine Ausnahme.
Das hat doch alles keinen Sinn! Wir eilen von Geschäft zu Geschäft, stöbern verzweifelt in unzähligen Onlineshops und kaufen den Lebensmitteldiscounter um die Ecke leer. Nur wozu dieser ganze Stress und die Panik? Für Weihnachten?
Ubisofts “Far Cry 3″ ist so etwas wie die Blockbuster-Überraschung in diesem Winter. Überraschend deshalb, weil kaum einer ein gutes Spiel erwartet hat. Der erste Teil war eine bessere Grafikdemo, der zweite Teil hatte zwar gute Ideen, aber scheiterte an seiner halbherzigen Umsetzung und der dritte Teil sah aus wie Dead Island ohne Zombies.
Frontal 21 hat mal wieder einen kritischen Beitrag über Spiele gebracht. Dieses Mal geht es um die sogenannte Abzockfalle Free-to-play. Einzelfälle werden geschildert, Experten kommen zu Wort. Und nun ist die Aufregung unter Spielern erneut groß.
“In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit” – mit diesem Satz fängt Tolkiens Buch “Der Hobbit” an. Allerdings dauert es etwas bis es im Film soweit ist. Typisch Peter Jackson möchte man sagen.
Besäße „S.T.A.L.K.E.R.“ nicht dieses außergewöhnliche, radioaktive Apokalypse-Szenario im Gebiet rund um Tschernobyl – vermutlich hätte sich kaum jemand für das 2007 veröffentlichte Debüt „Shadow of Chernobyl“ interessiert. Es kam aber prima an und konnte sich millionenfach verkaufen – trotz unglaublich vieler Bugs.
Nun hat es auch Tolkien erwischt. Nach “Star Wars” und “Batman” hat sich LEGO die “Herr der-Ringe”-Lizenz geschnappt und Warner liefert kurz vorm Filmstart von “Der Hobbit” das passende Videospiel dazu. Allen Unkenrufen zum Trotz ist es kein Franchisegrab geworden, sondern ein richtig gutes Spiel. Nur bei mir fehlt der letzte Kick.

