Monatsarchiv für Oktober 2012
Dieses Spiel dürfte es nicht geben. “XCOM Enemy Unknown” ist altmodisch, komplex und schwer. Trotzdem schlägt dem Spiel so etwas wie Liebe entgegen. Egal ob in der Presse oder auf Facebook und Twitter – Firaxis Neuauflage eines Spieleklassikers ist der Liebling der Branche.
Als die ersten Gerüchte in Umlauf kamen, Sam “American Beauty“ Mendes würde den nächsten Bond-Film drehen, fiel ich regelrecht in Ekstase vor Freude. Solch einen “seriösen“ Regisseur, der schließlich mit dem Theater groß geworden ist und zu den jüngsten Academy-Award-Gewinnern seiner Zunft gehört, hatte man dem Geheimagenten bislang nicht zugetraut.
Die Jungs und Mädels von Black Forest Games legten sich echt ins Zeug. Als Überbleibsel von Spellbound rührten für ihr erstes Spiel “Project Giana” kräftig die Werbetrommel, sammelten bei Kickstarter über 180.000 Dollar ein und erweckten so die Kultheldin und Mario-Gegenspielerin zu neuem Leben. Nebenbei führten sie mit uns auch ein Interview.
Einerseits müsste man Capcom für ihren Mut loben. Denn bereits zum zweiten Mal bekommt die Prestige-Serie “Resident Evil“ eine Generalüberholung verpasst. Im Falle von “Resident Evil 4“ ging der Clou auf, weil sich das steife Action/Adventure-Prinzip á la “Alone in the Dark“ zu einem packenden Actiondrama inklusive vortrefflichem Leveldesign sowie einer herausragenden Spielbarkeit entwickelte.
Wisst ihr, was das größte Problem der deutschen Video- und Computerspielentwicklerszene ist? Mangelnde Kreativität. Bam, da! Ich hab’s gesagt.
Ich las letztens einen Testbericht über „Dead or Alive 5“. Mir gefielt er nicht, unter anderem weil der Autor die wabbelnden Brüste der weiblichen Spielfiguren doof fand. Das ist normalerweise okay, da seine persönliche Meinung. Aber ist diese Auffassung in dem konkreten Fall nicht oberflächlich?
Bei rund 6 Millionen verkauften Spielen kann man wohl nicht mehr von einem Außenseiter reden. Dennoch ist “Borderlands” das Gegenteil von Massenware im Stil von “Call of Duty”. “Borderlands 2″ macht da keine Ausnahme.
Es gibt nicht mehr viele (aktuelle) Spiele, die ich abgöttisch liebe. Vor ein paar Jahren erwischte es mich dann doch mal wieder: Mit „Pix’n Love Rush“ setzten mir die französischen Entwicklerstudios Arkedo und Pastagames (in Zusammenarbeit) eine minimalistische Retro-Hüpferei vor, die mich zuerst völlig kalt ließ.
Los, los: Holt alle eure “Braveheart“-DVD aus dem Schrank, springt bis zur Exekutionsszene kurz vor Schluss (hoppla, war das jetzt ein Spoiler?) und startet bei Mel Gibsons legendärem “Freeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeedoooooooooooargkm“-Schrei.

