Monatsarchiv für Januar 2012
Es ist einer der Filme, bei dem man weiß, dass die Hauptfigur sterben muss. Ryan Gosling spielt in “Drive” einen eiskalten Verbrecher, der sich nur einmal für sein Gewissen entscheidet und dafür zahlen muss. Die Romanvorlage für Nicolas Winding Refns (“Pusher”) US-Debüt lieferte der amerikanische Autor James Sallis.
Die Titelsequenz weckt Erwartungen, die der Film nicht erfüllen kann. Zur treibenden Musik von Trent Reznor und Atticus Ross, wälzen sich ölig-metallische Körper über die Leinwand. “Ah, Fincher endlich wieder in seinem Element!” schießt es bei diesen Bildern unweigerlich durch den Kopf. Doch am Ende verlässt man ernüchtert das Kino.
Bäng: Die Oscar-Nominierungen sind draußen! Und obwohl es zig Preisverleihungen im Vorfeld gibt, kam es zu einigen Überraschungen an diesem Nachmittag.
Mitte der 90er Jahre war ich drauf und dran, ein von leichtem Irrsinn gezeichneter Eishockey-Fan zu werden. Angespornt durch einen meiner besten Freunde, der schon länger dem Puckfieber erlegen war, fuhr ich zusammen mit ihm Woche für Woche ins damalige Marox-Stadion im oberbayrischen Rosenheim, um den zu dieser Zeit dort ansässigen „Sportbund“ lauthals anzufeuern.
Eigentlich sollte das hier ein längst überfälliger Bericht über Caves Vorzeigeballertitel “DoDonpachi Resurrection“ werden. Nach einigen Fehlstarts, diesen Artikel verzweifelt auf E-Papier zu bringen, muss ich umschwenken.
Auf der Suche nach den GOTYs 2011: Wie jedes Jahr schaue ich mir im Dezember und im Januar all das an, was der Zeitplan die Monate zuvor nicht zuließ. Und Spiele wie “To the Moon“ bekräftigen dieses Ritual.
Ich mag Zombiefilme. Aufgrund der lästigen Flut an Slasher-Murks und abartigen Metzeleien erwarte ich allerdings ein gewisses Niveau. Oder wirklich frische Ideen. “Untote wie wir“, außerhalb Deutschlands unter „The Revenant“ bekannt, ist ganz klar in der zweiten Kategorie einzuordnen.

